Medienservice vom: 26.02.2025 |Fotos zur Meldung

Linzer Innenstadt weiterhin attraktiver Standort für den Einzelhandel Aktuelle Studie zeigt: in Linz geht der Leerstand zurück

Standort + Markt City Retail Österreich veröffentlicht jedes Jahr einen “Gesundheitscheck” des Innenstadthandels in Österreich. Trotz der wirtschaftlichen Großwetterlage und der einhergehenden Zurückhaltung im Konsum zeigt sich die Linzer Innenstadt weiterhin als attraktiver Standort. Die Leerstandsquote beträgt in diesem Jahr 3 Prozent - damit liegt Linz erneut deutlich unter dem österreichweiten Durchschnitt von 5,5 Prozent und unter dem Vorjahresergebnis.  

Standort + Markt City Retail Österreich erfasst seit 2013 einmal jährlich innerstädtische Geschäftsflächen in den 20 größten Städten Österreichs. Mit dem Health-Check 2025 liegt nun ein aktueller Bericht zu allgemeinen Entwicklungen der Geschäftsflächen und Standort-Veränderungen vor. Bei Betrachtung der Leerstandsquote zeigt sich deutlich, dass Linz überraschend gut abschneidet und mit einer Leerstandsquote von 3 Prozent unter dem österreichweiten Durchschnitt von 5,5 Prozent liegt. Im Vergleich der größten Landeshauptstädte belegt Linz auch einen Top-Platz:

eigene Darstellung - Leerstandsquote der größten Landeshauptstädte (exkl. Wien) im Vergleich. (Quelle: S + M City Retail Health Check 2025)

„Die Ergebnisse der Studie bestätigen eindrucksvoll: Die Linzer Innenstadt überzeugt als attraktiver und lebendiger Wirtschaftsstandort. Dieses starke Fundament verdanken wir dem engagierten Einsatz unserer Wirtschaftstreibenden, aller relevanten Stakeholder sowie der Interessensvertretungen. Mein Dank für deren Beitrag zur positiven Entwicklung in der Linzer Innenstadt,“ so Wirtschafts- und Innovationsstadtrat Gegenhuber.

Ziel der Linzer Wirtschaftspolitik: Innenstadt im Dialog weiter stärken

Die wirtschaftliche Großwetterlage ist weiterhin schwierig. Auch der Online-Handel übt immensen Druck auf den Einzelhandel aus, insbesondere bei den Modeanbietern. Die Studie bestätigt, dass unlautere Wettbewerbspraktiken von digitalen Plattformen wie Shein, Temu & Co den Einzelhandel besonders in Bedrängnis geraten. “Ich appelliere an den Bund und die EU-Kommission, die Anstrengungen zu verstärken, diesen unfairen Wettbewerbspraktiken einen Riegel vorzuschieben,” so Gegenhuber.

Schließlich trifft auch die Stadt zahlreiche Maßnahmen, um die Attraktivität der Innenstadt zu sichern: das Innenstadtkonzept soll das Einkaufserlebnis sowie die Aufenthaltsqualität in der Stadt stärken. Im Dialog mit den zentralen Stakeholdern wird an einem organisierten Leerstandsmanagement gearbeitet. ”Wichtig ist nun, auch weiterhin mit allen relevanten Akteur*innen an einen Strang zu ziehen, um ein adäquates, vielfältiges und qualitativ hochwertiges Angebot zu sichern”, so Wirtschaftsstadtrat Thomas Gegenhuber. 

„Die aktuelle City Retail Studie von Standort+Markt zeigt deutlich, vor welchen Herausforderungen der innerstädtische Handel steht. Der Trend zu steigenden Leerständen, insbesondere in mittleren und kleineren Städten, unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Stärkung unserer Einkaufsstraßen. Gleichzeitig bestätigt die Studie aber auch, dass attraktive Innenstadtlagen mit einem vielfältigen Branchenmix weiterhin bestehen und Wachstumspotenzial bieten. 

Als Wirtschaftskammer setzen wir uns aktiv für nachhaltige Konzepte zur Belebung der Stadtzentren ein. Wie bei allen Veränderungen ist es uns wichtig, dass die Unternehmen frühzeitig eingebunden werden etwaige Inputs oder auch Einwände Gehör finden. Eine lebendige Innenstadt ist nicht nur für die Linzer Unternehmen wesentlich, sondern auch ein entscheidender Bestandteil der Lebensqualität für Bewohner, Einpendler und Touristen. 

Wir appellieren daher an Politik, Wirtschaft und Stadt- und Verkehrsplanung, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, um Linz als attraktive Handels- und Erlebnisraum zu erhalten und weiterzuentwickeln”, konkludiert WKO Bezirksstellenobmann Klaus Schobesberger.

Über die Methodik der Studie: Die Studie wird von Standort + Markt City Retail Österreich einmal pro Jahr durchgeführt. Basis dafür bot ein Monitoring der Shopflächen in den Städten. Die wichtigsten Parameter der Erhebung bildeten die Größe der Verkaufsfläche, Leerstandsquote, Shop-Anzahl und durchschnittliche Shopgröße, der Filialisierungsgrad sowie die Fluktuationsrate. Zusätzlich führte Standort + Markt City Retail im Herbst auf Basis der vorjährlichen Daten eine Erhebung in den Städten und Gemeinden. Danach glich die Stadt Linz gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Bezirksstelle Linz-Stadt die vorhandenen Daten ab. 

Die 3 Prozent stellen den “harten” Leerstand dar. Bereits im (Um-)Bau befindliche Flächen, bei denen die zukünftige Nutzung klar ist, werden nicht einberechnet. In Linz wird die Studie von der Stadt Linz gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Bezirksstelle Linz-Stadt unterstützt.   

Die Top-Lagen der Linzer Innenstadt (sogenannte A-Lage) bieten aktuell 83.500 Quadratmeter Verkaufsfläche. Nach der Wiener Mariahilfer Straße (122.500 Quadratmeter) somit die zweitgrößte Fläche in Top-Lage. Auf dieser Fläche befinden sich in der oberösterreichischen Landeshauptstadt 317 Shops mit einer durchschnittlichen Größe von 181 Quadratmeter. 

Das Fazit der Studie zur Linzer Innenstadt: “Zu den „gesunden“ Geschäftsbereichen zählen insbesondere die Wiener Mariahilfer Straße (Nr. 4) und Landstraßer Hauptstraße (3), Innsbruck (7) und Linz (9).”

S+M City Retail/ Health Check 2025 – Städtebewertung: Attest für die Linzer Innenstadt (9): “gesund” (Quelle: S+M City Retail/ Health Check 2025)

S+M City Retail/ Health Check 2025 – LE-Quoten Übersicht  (Quelle: S+M City Retail/ Health Check 2025)

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