Wirtschaftliche Herausforderungen führen zu steigender Sozialhilfe in Linz Vizebürgermeisterin Hörzing: „Soziale Sicherheit bleibt unsere Priorität"
Linz verzeichnet im vierten Quartal 2024 einen Anstieg der Sozialhilfebezieher*innen und -ausgaben. Insgesamt erhielten 2.191 Personen Sozialhilfe, dies bedeutet einen Zuwachs von rund 22 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (4. Quartal 2023: 1.798 Personen). Dieser Anstieg ist in allen Bevölkerungsgruppen sichtbar – unabhängig von Herkunft, Familienform oder Beschäftigungsstatus.
Die steigenden Sozialhilfezahlen zeigen, dass die wirtschaftliche Lage für viele Menschen in Linz eine zunehmende Belastung darstellt. Höhere Wohn- und Energiekosten, steigende Preise für den täglichen Bedarf und unsichere Beschäftigungsverhältnisse setzen Haushalte aller Größen und Zusammensetzungen unter Druck. Zusätzlich haben wirtschaftliche Unsicherheiten in einzelnen Branchen zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt, dies wirkt sich direkt auf die Zahl der Sozialhilfebezieher*innen aus. Besonders betroffen sind geringqualifizierte Arbeitnehmer*innen, die nach Jobverlust Schwierigkeiten haben, rasch wieder eine Anstellung zu finden.
Sowohl bei alleinlebenden Personen als auch Familien verzeichnet die Stadt Linz einen Anstieg der Sozialhilfeansprüche. Die Zahl der Einpersonenhaushalte unter den Bezieher*innen bleibt mit rund 69 % hoch, während Haushalte mit mehreren Personen ebenfalls zunehmend Unterstützung benötigen.
„Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass die wirtschaftliche Lage für viele Linzerinnen und Linzer – unabhängig von Herkunft oder Lebenssituation – eine echte Herausforderung darstellt. Unser soziales Netz ist darauf ausgerichtet, in solchen Zeiten gezielt zu helfen. Wir werden weiterhin alles daransetzen, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen und gleichzeitig Maßnahmen zur Armutsbekämpfung zu stärken“, betont Vizebürgermeisterin und Sozialreferentin Karin Hörzing.