Medienkonferenz „Im Auge der Infodemie II“ Demokratieverhandlungen für den digitalen Raum der Freiheit am 21. März im Wissensturm
Die fortschreitende Digitalisierung stellt unsere Demokratie vor neue Herausforderungen. Fake News, Desinformation und manipulative Algorithmen beeinflussen zunehmend die öffentliche Meinungsbildung und gefährden die Grundlagen demokratischer Teilhabe. Gleichzeitig ist mit der vernetzten Welt das Versprechen der Partizipation und Meinungsfreiheit verbunden. Die Medienkonferenz „Im Auge der Infodemie II“ widmet sich diesen Themen und beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Spannungsfeld von Digitalisierung, Medien, Partizipation und Demokratie.
„Die digitale Öffentlichkeit ist ein Ort, an dem demokratische Werte gestärkt, aber auch untergraben werden können. Unser Ziel muss es sein, den digitalen Raum bewusst demokratisch zu gestalten und Bürger*innen für eine kritische Mediennutzung zu sensibilisieren“, betont Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.
Renommierte Wissenschaftler*innen und Expert*innen bieten im Rahmen der Konferenz am Freitag, 21. März 2025, von 14-19 Uhr, im Wissensturm fundierte Einblicke in die Auswirkungen digitaler Medien auf unsere Gesellschaft. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter vhs.linz.at oder per E-Mail an katja.fischer@mag.linz.at. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit DORFTV, der Volkshochschule Linz und „mehr demokratie!“ organisiert und durch Mittel der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung gefördert.
Vorträge:
- Clemens Apprich (Universität für angewandte Kunst Wien): „Datendiskriminierung – zum Filtern von Mensch und Maschine“ – Eine kritische Analyse algorithmischer Entscheidungen und deren gesellschaftlicher Implikationen.
- Astrid Mager (Österreichische Akademie der Wissenschaften): „Offene Daten – öffentlicher Wert?“ – Ein Plädoyer für solidarische Datennutzung und eine gerechte Digitalisierung.
- Magdalena Taube (berlinergazette.de, Hochschule Macromedia Berlin): „KI und Aktivismus – Über die Möglichkeiten und Grenzen von Widerstand im Zeitalter von Big Tech“ – Eine Untersuchung der Rolle künstlicher Intelligenz im digitalen Aktivismus.
Workshops:
- Davide Bevilacqua (servus.at): „Community-mod 101“ – Partizipation, Selbstverwaltung und Moderation in community-basierten Medienplattformen.
- Claudia Garád (Wikimedia Österreich): „Wikimedia – Freies Wissen für digitale Nachhaltigkeit und Resilienz“ – Über die Bedeutung offener Wissensressourcen.
- David Mehlhart (Radiofabrik Salzburg): „Nichtkommerzialität gegen Scandalo-Tainment“ – Die Rolle gemeinnütziger Medien in der österreichischen Öffentlichkeit.