Stadtteilzentrum Franckviertel-Bulgariplatz stärkt sozialen Zusammenhalt Vizebürgermeisterin Hörzing: “Soziale Beratung, kulturelle Projekte und Beteiligung als Schlüssel für ein lebendiges Miteinander”
Das Stadtteilzentrum Franckviertel-Bulgariplatz hat im Jahr 2024 zahlreiche Projekte zur Förderung des sozialen Zusammenhalts, zur Unterstützung von Einzelpersonen und zur Stärkung nachbarschaftlicher Netzwerke umgesetzt. Der aktuelle Jahresbericht zeigt, wie Gemeinwesenarbeit zur Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen Franckviertel und Bulgariplatz beiträgt.
"Das Stadtteilzentrum hat sich als zentrale Anlaufstelle für die Bewohner*innen, die hier Unterstützung, Austausch und Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihres Stadtteils finden, etabliert. Die vielfältigen Projekte reichen von sozialer Beratung über Bildungsangebote bis hin zu Kultur- und Bewegungsinitiativen. Diese Arbeit ist ein wichtiger Beitrag für ein lebendiges und solidarisches Miteinander in unseren Stadtteilen," erklärt Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.
Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen, Institutionen und Vereinen bildet das Fundament der Gemeinwesenarbeit im Stadtteilzentrum. Neue Vernetzungsformate wie die Plattformen Franckviertel und Bulgariplatz bringen regelmäßig Bewohner*innen und Einrichtungen zusammen, um Bedarfe zu erheben und gemeinsame Projekte anzustoßen.
Das Stadtteilzentrum bietet auch niederschwellige Beratung und Begleitung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Finanzielle Notlagen, Nachbarschaftskonflikte oder soziale Isolation sind Themen, bei denen das Zentrum vermittelnd tätig wird und an weiterführende Stellen vernetzt.
Vielfältige Projekte zur Stärkung der Gemeinschaft
- Stadtteilbegehungen: Durch Stadtteilbegehungen zeigt das Stadtteilzentrum Präsenz vor Ort, kann lokale Situationen und Begebenheiten wahrnehmen, den persönlichen Austausch mit Bewohner*innen und anderen Personen, die sich in den Stadtteilen aufhalten, aufrechterhalten und mögliche Bedarfe feststellen. Im Jahr 2024 wurden bei 89 Stadtteilbegehungen mehr als 400 Kontakte mit Linzer*innen dokumentiert.
- Mobilität und nachhaltige Stadtentwicklung: Im Jahr 2024 hat das Thema Mobilität wieder viele Bürger*innen bewegt. Beide Stadtteile sind stark vom individuellen Pkw-Verkehr (Pendelstrecken) sowie vom Industrie- und Gewerbeverkehr geprägt. Schlagwörter wie z.B. nachhaltige Mobilität, Radverkehr, Fußverkehr, Parkplätze, Schulwegsicherung für Kinder waren häufige Gesprächsthemen der Bewohner*innen. Im Rahmen von „GEHsprächen“ wurden Mobilitätsthemen in den Stadtteilen diskutiert, um Bedarfe zu erkennen und Lösungsvorschläge zu entwickeln.
- Kunst- und Kulturangebote: Das Stadtteilzentrum unterstützte verschiedene Einrichtungen dabei, Veranstaltungen im Rahmen des kulturellen Jahreskreises umzusetzen. Dies geschah durch unmittelbare Kooperationsprojekte (z.B. Nikolausfeier im Cremeri-Kindergarten) oder auch durch die gezielte Vernetzung von Akteur*innen (z.B. Erntedankfeste, Adventveranstaltungen). Mit Projekten wie "Coffee to Draw" oder das Kiosk-Schaufenster im Franckviertel wurden neue Begegnungsorte geschaffen und zur kreativen Mitgestaltung angeregt.
- Soziale Treffpunkte: 2024 setzte das Stadtteilzentrum das erprobte Format der Hof- und Stiegenhausgespräche fort, wobei neue Projekte im Stadtteil Bulgariplatz angedacht werden konnten, die 2025 in die Umsetzung gelangen werden. Veranstaltungen wie das Stadtteilfrühstück oder die "Tage der Nachbarschaft" boten Raum für Austausch und Begegnung.
- Digitalisierungsprojekte: Die "Smartphone-Sprechstunde und digitale Unterstützung" hilft insbesondere Senior*innen, sich in der modernen Kommunikation zurechtzufinden. Neben technischen Fragen werden oft auch soziale und gesundheitliche Anliegen angesprochen, die in vertrauensvollen Einzelgesprächen bearbeitet werden. Zudem werden Kinder und Jugendliche in Kooperation mit lokalen Einrichtungen für digitale Themen sensibilisiert.
Ausblick in die Zukunft
Für das laufende Jahr ist die Ausweitung der mobilen sportorientierten Gemeinwesenarbeit geplant. Ziel ist es, durch niederschwellige Bewegungsangebote verschiedene Zielgruppen zu erreichen und gleichzeitig sozialraumbezogene Themen aufzugreifen.
„Die Gemeinwesenarbeit im Stadtteilzentrum Franckviertel-Bulgariplatz trägt wesentlich zur sozialen Stabilität und zur Entwicklung aktiver Nachbarschaften bei. Sie bietet konkrete Unterstützung und fördert Eigeninitiative sowie Vernetzung im Stadtteil“, so Vizebürgermeisterin Karin Hörzing abschließend.