Linzer Beleuchtung wird zukunftsfit Schwerpunkt für 2025: Modernisierung durch schrittweise Umstellung auf LED
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Mehr Energieeffizienz, mehr Verkehrssicherheit, mehr Aufenthaltsqualität
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Kampf gegen Angsträume wird fortgesetzt
Bereits im vergangenen Jahr hat der Linzer Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart, der auch für die öffentliche Beleuchtung zuständig ist, einen akzentuierten Schwerpunkt zur Beseitigung von sogenannten „Angsträumen" in der Stadt gesetzt. Diese Intention, Sicherheit für die Bevölkerung und vor allem das subjektive Sicherheitsempfinden der Linzerinnen und Linzer im öffentlichen Raum zu optimieren, findet auch heuer seine Fortsetzung.
Darüber hinaus ist ein wesentlicher Schwerpunkt des Beleuchtungsprogramms für das laufende Jahr die Modernisierung und Effizienzsteuerung von Lichtanlagen durch den Einsatz von LED-Technik und situativ reagierenden Sensoren.
Ziele dabei sind neben einer Optimierung der Energieeffizienz durch den Einsatz von nachhaltigen Lichtquellen und modernen Systemen die Verringerung der Lichtverschmutzung durch intelligente Steuerung und vor allem die Hebung der Verkehrssicherheit für alle Formen des Mobilitätsmixes.
„Es kommt darauf an, die Linzer Beleuchtung zukunftsfit zu machen, das heißt, modernste Technik einzusetzen und dabei sowohl Energie zu sparen als auch die Verkehrssicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl für die Menschen zu erhöhen. Gleichzeitig steigern wir die Aufenthaltsqualität, denn gut beleuchtete öffentliche Räume laden zum Verweilen ein“, fasst Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart die Ziele des Beleuchtungsprogramms 2025 zusammen.
Konkrete Maßnahmen auf diesem Weg sind:
- Austausch veralteter Leuchten: Alte Beleuchtungstechnik wird durch energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt.
- Optimierung der Lichtverteilung: Das Licht wird so ausgerichtet, dass es die relevanten Bereiche optimal ausleuchtet.
- Intelligente Steuerung: Moderne Elektronik ermöglicht eine Parametrierung der Beleuchtung, um diese an die jeweilige Situation anpassen und mit Sensoren steuern zu können.
- Einbindung der Bürger: Die Linzerinnen und Linzer werden aktiv in den Prozess einbezogen, um ihre Bedürfnisse und Anliegen zu berücksichtigen.
2025 – Erneut Sondermittel für ambitioniertes Beleuchtungsprogramm
Das Linzer Mobilitätstressort plant deshalb auf Initiative von Vizebürgermeister Hajart erneut ein ambitioniertes Beleuchtungsprogramm, das zusätzliche Investitionen von mehr als 1,2 Millionen Euro für die Umsetzung von Beleuchtungsmaßnahmen zur Erhöhung der Verkehrs- und Anlagensicherheit sowie für die Beseitigung von „dunklen Zonen" im Stadtgebiet vorsieht. Ein entsprechender Antrag wurde in der gestrigen Gemeinderatssitzung beschlossen.
Dazu kommen geplante Beleuchtungsvorhaben im Zuge des Ausbaus und der Sanierung von Straßen. Diese betreffen Beleuchtungsmaßnahmen an knapp 30 verschiedenen Stellen bzw. Straßenzügen im gesamten Linzer Stadtgebiet. Weitere 15 Projekte im Bauprogramm 2025 betreffen Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagen- und Verkehrssicherheit. In Summe sollen Projekte mit einem Volumen von 2,2 Millionen Euro im Jahr 2025 umgesetzt werden.
Austausch alter Systeme gegen moderne Technik nach dem „State of the Art“
Die Stadt Linz betreibt derzeit Anlagen zur öffentlichen Beleuchtung auf einer Länge von ca. 680 km mit 22.000 Leuchten an 20.000 Lichtpunkten. Die Beleuchtungsanlagen weisen ein durchschnittliches Alter von 22 Jahren sowie einen LED-Anteil von ca. 30 Prozent auf.
Die Tatsache, dass immer mehr ältere, ineffiziente Leuchtmittel auslaufen bzw. deren Vertrieb eingestellt wird, gibt einen zusätzlichen Impuls, alte und nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden Beleuchtungsanlagen zu erneuern.
Beispielsweise beträgt der Anteil an alten Leuchtstoffröhren an der Linzer Stadtbeleuchtung derzeit noch ca. 28 Prozent.
Ziel ist, diese veralteten Systeme auszutauschen und schrittweise durch moderne LED-Systeme zu ersetzen.
Kampf gegen Angsträume
Zudem wurden zahlreiche Verbesserungsvorschläge seitens der Linzer Bürger*innen zu „dunklen Zonen" eingebracht. Die eingelangten Meldungen betreffen vorwiegend Anlagenstandorte älteren Baujahres, bei deren Errichtung und Betrieb ältere Normen und Richtlinien zugrunde lagen. Darüber hinaus ist auch die Verkehrssicherheit während den Dunkelstunden und insbesondere in der Nacht - speziell für die zu Fuß gehenden Verkehrsteilnehmer - ein Anliegen, wofür u.a. die gemeldeten Verbesserungsvorschläge an Schutzwegen eine maßgebende Eingangsgröße darstellen.

Mehr Aufenthaltsqualität auch in den Abendstunden – sensorgesteuerte Beleuchtung am Dammkronenweg, Foto: Stadt Linz, GMT
Durch die Errichtung moderner LED-Beleuchtungen kann die Beleuchtungssituation an vielen der beschriebenen Orte maßgeblich verbessert werden. Unter Einbeziehung von smarten Sensorsteuerungen können situative Betriebsmodelle erarbeitet werden, welche einerseits für die optimale Ausleuchtung und andererseits für das höchste Maß an Energieeffizienz, bei gleichzeitiger Minimierung der Einflüsse auf die betroffenen Umwelten, sorgen sollen. Auch ist ein punktueller Betrieb außerhalb der Normwerte an relevanten Standorten denkbar und wird deshalb im Zuge dieses Vorhabens untersucht.
Durch die Ausstattung der neuen Anlagen mit entsprechenden Schnittstellen könnten auch zukünftige Anforderungen an Beleuchtungssysteme und technische Innovationen bedient und erprobt werden.
Schrittweise Austausch im Gleichklang mit Straßenbau und -erneuerung
Das Beleuchtungsprogramm der Stadt Linz forciert den Austausch veralteter Systeme gegen leistungsfähigere, energiesparende und mit intelligenter Sensorik besser steuerbare Beleuchtungskörper. Die Investitionen erfolgen in Verbindung mit anderen städtischen Initiativen, zum Beispiel zusammen mit der Realisierung von verschiedenen Verkehrs- und Infrastrukturprojekten. Beispielsweise werden dort, wo Straßenaufschließungen im Zuge der Finalisierung von Wohnbauten erfolgen, auch Beleuchtungsanlagen installiert, ebenso im Zuge des von der Stadt Linz intensivierten Ausbaus der Geh- und Radwege in der Innenstadt sowie an der Peripherie.
Hebung der Verkehrssicherheit in der Pulvermühlstraße.
Foto: Stadt Linz, GMT
Bürgerbeteiligung wird großgeschrieben
Bereits vor der Realisierung all dieser Maßnahmen wurden Bürger*innenwünsche sondiert, einerseits auf der Basis von Anregungen beim städtischen Bürgerservice und zum anderen bei zahlreichen Begehungen mit Mitarbeiter*innen des städtischen Geschäftsbereichs Gebäudemanagement und Tiefbau, bei denen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern über die bessere Ausleuchtung von „Hotspots“ in Wohngebieten, Parks und Erholungsanlagen diskutiert wurde.
Neue Beleuchtung an der Karl-Steiger-Straße.
Foto: Stadt Linz, GMT
Testprojekte für sensorgesteuerte Beleuchtung – „Großversuch“ in Pichling
Die Stadt Linz testet seit dem vergangenen Jahr auch in großem Rahmen sensorgesteuerte Beleuchtungssysteme. Ein Schwerpunkt lag bzw. liegt im Süden der Landeshauptstadt Linz in Pichling. Dort wurden 288 Leuchtstofflampen auf LED-Technik umgerüstet und mit einer Schnittstelle für die Anbindung von Sensoren ausgestattet. Seit heuer erfolgt die sukzessive Bestückung dieser neuen Leuchten mit Sensoriken, die Bewegungen erfassen bzw. auf diese reagieren und so das Schaltverhalten der jeweiligen Leuchte beeinflussen. Wird keine Bewegung erfasst bzw. hält sich dort niemand auf, wird die Beleuchtung heruntergedimmt, was Energie spart und die „Lichtverschmutzung“ entsprechend reduziert.
Viele positive Rückmeldungen
Aus dem Testprojekt in Pichling konnten bereits entsprechende Erfahrungen gesammelt werden, die im Wesentlichen folgende Erkenntnisse gezeigt haben:
- Energieeinsparung bis zu 70 Prozent möglich
- Positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung
- Betrieb auch außerhalb der Normwerte sinnvoll
- Einfache Parametrierung durch vernetzte Leuchten möglich
Situative Beleuchtung in Linz – Youtube Video
Aber auch in anderen Stadtteilen, zum Beispiel in Urfahr an der Pulvermühlstraße, weiters am Dammkronenweg auf der Linzer Seite der Donau sowie an der Karl-Steiger-Straße in Kleinmünchen wurden smarte Sensoren installiert, die situativ die Beleuchtungen beeinflussen.
Diese Pilotprojekte zielen vor allem auf die sanfte Mobilität ab bzw. deren Unterstützung mit entsprechenden Lichtquellen.
Ziel dieser Teststellungen ist die Entwicklung von standardisierten Beleuchtungskonzepten, welche künftig großflächig im Linzer Stadtgebiet angewandt werden sollen.
Übersicht über die Beleuchtungsprojekte in diesem Jahr
Schwerpunkt Verkehrssicherheit
Ein Schwerpunkt im Beleuchtungsprogramm 2025 liegt auf Maßnahmen, die im Besonderen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit dienen. Dafür werden rund 800.000 Euro bereitgestellt.
Die breite Palette der Installationsmaßnahmen reicht von geplanten Bauvorhaben in Urfahr, zum Beispiel an der nördlichen Leonfeldner Straße, an der Rudolfstraße und im Pulvermühlpark sowie an der Aichwiesen bis hin zu Bauvorhaben im Linzer Westen, etwa die Beleuchtungserneuerung am Grundbachweg und ein Projekt beim Dom zwischen Stifterstraße und Baumbachstraße.
Im Fokus liegt auch die Errichtung von Schutzwegbeleuchtungen, zum Beispiel im Bereich Römerbergstraße/Ritzberger Straße, eine Schutzwegbeleuchtung bei der Römerbergschule im Bereich Lessingstraße/Donatusgasse sowie die Errichtung von Beleuchtungsanlagen speziell bei Geh- und Radwegen.
Zahlreiche Beleuchtungsanfragen im Zuge von Straßenneubauten:
Unter den insgesamt 30 im Zuge von Straßenneubauten für heuer geplanten Projekten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro befinden sich Bauvorhaben im Linzer Süden, etwa an der Wiener Straße im Kreuzungsbereich Salzburger Straße/Kremplstraße, weiters ein Projekt in Pichling zwischen der Haltestelle Pichling und dem Südpark, die Erneuerung der Beleuchtung beim 25er Turm, Lichtanlagen im Wimhölzel Hinterland und das Beleuchtungsprojekt im Zuge der Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes.
Auch diese Installationen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen, ebenso wie weitere Projekte zur Schulwegsicherung bei der Löwenfeldschule, eine Schutzwegbeleuchtung in der Pachmayr Straße, ein beleuchteter Fahrbahnteiler in der Dallingerstraße und eine Querungsbeleuchtung in Urfahr im Bereich des Bernaschekplatzes. Weitere größere Projekte sind die Erneuerung der Beleuchtung an der Pulvermühlstraße, an der Pichlinger Straße sowie die Beleuchtung am Gehweg eines Teilabschnittes der Lederergasse.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart)