200. Sitzung des Linzer Beirats für Stadtgestaltung: Ein Jubiläum im Zeichen der Qualität Elegante Aufstockung in der Mozartstraße erfreut Expert*innen
Der Linzer Beirat für Stadtgestaltung tritt am 28. und 29. April zu seiner 200. Jubiläumssitzung zusammen und beschäftigte sich am ersten Tag mit sechs spannenden Projekten, darunter Neu- und Wiedervorlagen.
Als erstes Projekt wurde der Neubau einer Zahnarztpraxis mit Büroräumlichkeiten an der Ecke Breitwiesergutstraße/Hanuschstraße vorgestellt. Der Bau eines zweigeschoßigen Neubaus wurde vom Beirat nach einer Überarbeitung positiv aufgenommen. Der Entwurf fügt sich nun gut in die Umgebung ein und unterstützt die medizinische Grundversorgung im Stadtteil – ein wichtiger Schritt für die lokale Infrastruktur.
Ein medial bereits bekanntes Projekt befindet sich in der Römerstraße 76/78. Der geplante Bau umfasst zwei Gebäude und sieht den Abbruch des Altbestands vor. Insgesamt sollen in zwei Häusern neun Wohneinheiten entstehen. Das Projekt wurde vom Gremium auf Wiedervorlage gesetzt, insbesondere wegen der Gestaltung des Vorplatzes und der Außenanlagen. Es soll auf die Beseitigung der Oberflächenparkplätze und eine präzisere Ausarbeitung der Außenflächen geachtet werden.
Bürgermeister und Planungsreferent Prammer betont dabei: „Der Römerberg ist von historischer Bedeutung und beherbergt hochwertigen Grünraum. Daher ist es besonders wichtig, bei diesem Projekt höchste Qualität zu gewährleisten und die einzigartige Atmosphäre dieses sensiblen Gebiets zu wahren.“
Positiv bewertet hat der Beirat den Umbau und die Aufstockung der gründerzeitlichen Gebäude Mozartstraße 36-36a. Der zweigeschoßige Bestand an der Ecke Mozartstraße/Dinghoferstraße wird umfassend saniert und erhält anstelle der bisherigen Dächer vier zusätzliche Ebenen. Insgesamt werden 25 Wohnungen errichtet, der neue Haupteingang wird an das Gebäudeeck gelegt. Die alten Fassaden werden in ihrer historischen Erscheinung saniert. Nach der Begutachtung der Entwürfe des Architekturbüros Kneidinger zeigte sich der Beirat von der überarbeiteten Planung überzeugt. Anregungen aus früheren Sitzungen wurden sorgfältig umgesetzt, das Projekt habe eine neue Eleganz entwickelt. Die Freigabe erfolgte daher auch ohne weitere Diskussion – der Beirat freut sich auf die Umsetzung des Bauvorhabens.
Ein weiteres Projekt betrifft ein Wohnhaus mit 11 Wohnungen in der Fadingerstraße, das in eine bestehende Baulücke eingefügt werden soll. Dabei wird das Angebot an innerstädtischem Wohnraum erweitert. Nach den Anregungen des Beirats wurden die Stellplätze nun vollständig unterirdisch geplant. Der Entwurf wird zur finalen Abstimmung noch in die städtische Planungsvisite übermittelt - dem kleineren Schwestergremium des Beirats.
Im Stadtteil Alturfahr, der historisch als Fischerdorf bekannt ist, beriet das Gremium auch den Umbau eines Familienwohnhauses. Aufgrund des charakteristischen Flairs des Viertels wurde das Projekt für eine genauere Abstimmung auf Wiedervorlage gegeben.
Ein weiteres Projekt einer Wohnbebauung in Urfahr erhielt auch noch keine Zustimmung und wurde ebenfalls mit Anregungen des Beirats auf Wiedervorlage gesetzt.