Die Stadt Linz trauert Kunstuniversitäts-Rektor i.R. Helmuth Gsöllpointner verstorben
Linz trauert um eine ihrer prägenden Persönlichkeiten: Em. Univ. Prof. Mag. Helmuth Gsöllpointner ist in der Nacht auf Dienstag im 91. Lebensjahr verstorben. Der international anerkannte Metallbildhauer, Designer und Hochschullehrer hat das kulturelle Selbstverständnis der Stadt Linz über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgestaltet.
„Mit Helmuth Gsöllpointner verliert Linz nicht nur einen großen Künstler, sondern auch einen engagierten Vordenker und Gestalter. Er war ein Visionär, der Linz mit großer Überzeugungskraft als Kulturstadt weiterentwickelt und nationale wie internationale Impulse gesetzt hat. Persönlich habe ich ihn als inspirierenden, dialogbereiten Menschen erlebt, dessen Leidenschaft für die Kunst spürbar war. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie sowie allen, die ihm freundschaftlich verbunden waren“, so Bürgermeister Dietmar Prammer.
Auch Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer würdigt den Verstorbenen: „Helmuth Gsöllpointner hat den Aufschwung und das Erscheinungsbild der Kulturstadt Linz wesentlich mitgeprägt. Er bleibt mit seinem Werk und Wirken, vor allem als Initiator des Forum Metall im Donaupark, ein Teil der Stadt.“
Gsöllpointner war von 1973 bis 2001 Professor an der heutigen Kunstuniversität Linz und prägte diese auch als Rektor von 1977 bis 1981 wesentlich mit. Als Künstler hat er markante Spuren im Stadtbild hinterlassen – etwa die Skulptur Spirit of Linz im Universitätspark, die Brunnenanlage an der Anton-Bruckner-Privatuniversität oder das Werk Forum Metall Evolution im Donaupark.
Für sein Wirken erhielt Helmuth Gsöllpointner zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem die Kulturmedaille der Stadt Linz, das Große Goldene Ehrenzeichen der Stadt Linz, den Kunstwürdigungspreis für Design und 2013 wurde er mit dem Ehrenring der Stadt Linz ausgezeichnet. Für seine kulturpolitischen und künstlerischen Verdienste erhielt er zudem das Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich und das Kulturehrenzeichen des Landes in Gold. Sein künstlerischer Nachlass wird künftig in der Landessammlung Oberösterreich bewahrt und in der neuen Dauerausstellung des Schlossmuseums einen dauerhaften Platz finden.
Mit dem Tod von Helmuth Gsöllpointner verliert Linz eine starke Stimme für die Verbindung von Kunst, Gesellschaft und industrieller Identität. Die Stadt wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.