Medienservice vom: 10.06.2025 |Fotos zur Meldung

Linz macht alte Meister erlebbar: Street Art vor dem Neuen Rathaus 250 Quadratmeter große Interpretation von Pieter Claesz als Asphalt Art

  • Kooperation mit der Kaiserschild Stiftung: Renommiertes Street-Art-Duo macht Urfahraner Brückenkopf zum Kunstraum 

In Kooperation mit der Stadt Linz realisiert die Kaiserschild-Stiftung ein außergewöhnliches Street-Art-Projekt auf dem Boden vor dem Neuen Rathaus. Das renommierte österreichisch-französische Künstlerduo Jana&JS bringt dort eine Neuinterpretation des Stilllebens „Stillleben mit Glaspokal“ (1642) von Pieter Claesz auf rund 250 Quadratmetern Fläche auf. Die Eröffnung ist mit einer Präsentation im Deep Space des Ars Electronica Centers geplant, zu sehen ist das Werk bis zum 6. Oktober.

Die großflächige Umsetzung als Asphalt Art macht das Kunstwerk im öffentlichen Raum unmittelbar erfahrbar. Besucher*innen können das Bild nicht nur betrachten, sondern begehen, erleben und mit der dargestellten Szene in Interaktion treten. Gläser, Speisen und Objekte des historischen Stilllebens laden direkt vor dem Neuen Rathaus zum Entdecken ein.
„Eine Stadt lebt vom Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Neuinterpretation eines 400 Jahre alten Gemäldes im urbanen Raum zeigt, wie Kunst und Geschichte für alle Menschen zugänglich werden. Diese Arbeit am Neuen Rathaus verbindet kulturelles Erbe mit zeitgenössischer Ausdruckskraft – mitten in unserer Stadt“, erklärt Bürgermeister Dietmar Prammer.

„Hochklassige Kultur findet in Linz nicht nur in Museen oder Konzerthäusern statt – sie gehört auch mitten auf unsere Plätze und Straßen. Diese Initiative beweist, wie gut Kunst im öffentlichen Raum funktionieren kann und welchen Mehrwert sie für eine lebendige Stadtkultur bringt“, betont Kulturreferentin Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer.

Für das Werk wurden insgesamt 100 Liter Farbe verarbeitet. Jana&JS arbeiteten mit 140 Teilen Schablonen (1,5 x 2 Meter) sowie Pinsel- und Sprühtechniken, um die feinen Details des Originals auf die Asphaltfläche zu übertragen. Die Vorbereitung im Atelier erforderte zwei Wochen, die künstlerische Umsetzung vier sehr intensive Maltage.

Die Gestaltung ist Teil von"Kaiserschild Art Defined", einem Projekt der Kaiserschild-Stiftung, das Alte Meister auf neue Weise erlebbar macht. Neben der Bodenarbeit in Linz zeigt die Stiftung am 12. Juni digitalisierte High Resolution Mulitperspective Images weiterer Claesz-Werke im Ars Electronica Deep Space. Die Darstellungen mit Gigapixel-Auflösung erlauben faszinierende Einblicke in Struktur und Malweise. 

Die Verbindung von klassischer Malerei, urbaner Kunstform und digitalen Technologien ermöglicht neue Zugänge zu Kunst und Geschichte. Mit dieser Bandbreite wendet sich das Projekt an eine breite Zielgruppe, von Passant*innen über Kunstinteressierte bis hin zu Digital Natives.

Das Original-Gemälde „Stillleben und Glaspokal“ von Pieter Claesz (links) und die Neuinterpretation von Jana&JS. Fotocredits: UMJ/N.Lackner, Jana&JS

Das Original-Gemälde „Stillleben und Glaspokal“ von Pieter Claesz (links) und die Neuinterpretation von Jana&JS. Fotocredits: UMJ/N.Lackner, Jana&JS

„Wir wollen Menschen auf unterschiedlichen Ebenen erreichen – sei es am Rathausplatz mit einem überdimensionalen Asphaltkunstwerk oder im Deep Space mit wissenschaftlicher Präzision. Für uns ist es ein zentrales Anliegen, Kunstvermittlung innovativ zu denken. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Linz und dem Ars Electronica Center bietet uns dafür ideale Rahmenbedingungen“, so Sandra Sonnleitner, Geschäftsführerin der Kaiserschild-Stiftung.
Das zentrale Gemälde „Stillleben mit Glaspokal“ von Pieter Claesz stammt aus der Sammlung der Kaiserschild-Stiftung. Neben Linz ist es Teil einer Wanderausstellung, die ab 17. Juni im Kunsthistorischen Museum Wien Station macht – dort gemeinsam mit hochaufgelösten Digitalbildern und einem umfassenden Vermittlungsprogramm.

Über die Kaiserschild-Stiftung

Die Kaiserschild-Stiftung engagiert sich in den Bereich Bildung, Wissenschaft und Kunst. Die Stiftung verfügt über eine Kunstsammlung, die in der Alten Galerie des Universalmuseums Joanneum in Graz zu sehen ist. Im Projekt Kaiserschild Art Defined setzt die Stiftung digitale Mittel ein, um Kunstwerke auf neue Weise erlebbar zu machen. Das Pilotprojekt zu Pieter Claesz: Stillleben wird in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien, der Alten Galerie des Universalmuseums Joanneum in Graz und dem Kunst Museum Winterthur umgesetzt.

(Informationsunterlage zum Medientermin mit Bürgermeister Dietmar Prammer und Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer zum Thema „Street Art vor dem Neuen Rathaus“)

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