Die Stadt Linz trauert Große Betroffenheit über Ableben von Dr.in Christine Schöpf
Mit großer Betroffenheit nimmt die Stadt Linz Abschied von Dr.in Christine Schöpf — einer außergewöhnlichen Journalistin und Gestalterin, die über Jahrzehnte die Linzer Kulturlandschaft geprägt hat.
Dr.in Christine Schöpf verstarb im 78. Lebensjahr. Sie war Mitbegründerin und langjährige Co-Leiterin des Ars Electronica Festivals und hat als Leiterin des Kulturressorts im Landesstudio OÖ und als anerkannte Fachfrau für elektronische Kunst das internationale Ansehen der Medienkunst in Linz entscheidend mitaufgebaut.
Als Brückenbauerin zwischen Kunst und Gesellschaft, zwischen analoger Medienlandschaft und digitaler Zukunft war sie eine der zentralen Persönlichkeiten im kulturellen Leben der Stadt Linz. Gemeinsam mit Gerfried Stocker formte sie das Ars Electronica Festival ab 1996 zu einer Plattform von Weltrang.
Christine Schöpf war nicht nur eine herausragende Programmmacherin, sondern auch eine inspirierende Impulsgeberin. Mit klarem Wertekompass, mit intellektueller Präzision und einem feinen Gespür für politische und kulturelle Zusammenhänge.
Für ihre Verdienste wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Kulturmedaille der Stadt Linz, dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Kultur der Stadt Linz sowie mit der Honorarprofessur der Kunstuniversität Linz.
Die Stadt Linz verliert mit ihr eine große Gestalterin und Pionierin der österreichischen Kulturvermittlung. Christine Schöpf hinterlässt jedoch Spuren — in der Geschichte des Ars Electronica Festivals, in der internationalen Wahrnehmung unserer Stadt und im kulturellen Gedächtnis Oberösterreichs.