Medienservice vom: 19.03.2026 |Fotos zur Meldung

Friedensstadt Linz präsentiert immerwährenden illustrierten Friedenskalender Ausstellung der Illustrationen bis 29.3. im Foyer des Alten Rathauses

Am 18. März 2026 präsentierte Bürgermeister Dietmar Prammer den anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Friedensstadt Linz entstandenen immerwährenden Kalender im Foyer des Alten Rathauses. Der Kalender setzt sich mit zwölf Friedensthemen auseinander und zeigt, dass Frieden täglich beim Zusammenleben in dieser Stadt beginnt, und dass jede*r Einzelne einen wichtigen Beitrag leisten kann.

„Frieden ist mehr als die momentane Abwesenheit von Konflikten. Es ist ein Zustand, den wir alle – jede*r einzelne von uns – als Ideal unseres Handels stellen sollen und müssen. Die Stadt Linz ist sich dieser Verantwortung bewusst und engagiert sich seit 40 Jahren als Friedensstadt“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer.

Die Kalender-Illustrationen, gezeichnet von den Künstler*innen des Kollektivs „Einfach zeichnen!“, sind noch bis zum 29. März in einer Ausstellung im Rahmen des nextcomic-Festivals im Foyer des Alten Rathauses zu sehen.

Seit vier Jahrzehnten steht die Friedensstadt Linz für ein engagiertes Miteinander – und ist heute aktueller denn je. Angesichts weltweiter Konflikte wird deutlich: Frieden ist kein Selbstläufer, sondern braucht Menschen, die ihn jeden Tag neu gestalten. Der Leitspruch der Friedensstadt Linz „Together for Peace“ erinnert daran, dass Frieden im Kleinen beginnt – im respektvollen Umgang miteinander und mit unserer Umwelt. Nur gemeinsam können wir eine Kultur der Gewaltfreiheit und des gegenseitigen Wertschätzens schaffen.

Gemeinsam sind auch die Illustrationen für den neuen immerwährenden Kalender, der 12 Friedensthemen in Wort und Bild sichtbar macht, entstanden: Die Texte des Kalenders geben persönliche Impulse, informieren zum Thema und stellen dazu passende Initiativen aus der Friedensstadt Linz vor. Diese Grundlage haben fünf Illustrator*innen – Martin Bruner, Martin Lasinger, Angelika Ranzenhofer, Janina Wegscheider und Alexander Wilhelm – gemeinsam in Bilder übersetzt. Dazu haben die Künstler*innen des Kollektivs „Einfach Zeichnen“ ihre Erfahrungen aus vielen Jahren gemeinsamen Zeichens im Rahmen von „kitchen drawings“ – einem kollektiven Zeichenprozess, bei dem Blätter im Kreis weitergereicht und gemeinsam bearbeitet werden – einfließen lassen. Für die Arbeit am Friedenskalender waren diese Erfahrungen besonders nützlich: Ausgehend von Ideen, die zu diskutieren, zu verknüpfen oder auch zu verwerfen waren, stand bei der Zusammenarbeit im Fokus, Konflikte und Meinungsverschiedenheiten nicht zu eskalieren, sondern lösungsorientiert Arbeiten um ein gemeinsames Bild zu entwickeln. Ganz im Sinne des Friedensstadt Slogans „Together for Peace“ ist ein gemeinsames künstlerisches Werk entstanden.

Die fertigen Illustrationen sowie Einblicke in den künstlerischen Prozess sind noch bis 29. März im Foyer des Alten Rathauses zu sehen – im Rahmen des nextcomic-Festivals.

Der Kalender ist kostenlos bei der Friedensstadt Linz erhältlich. Weitere Informationen unter friedensstadt.linz.at.

Das von der UNO erklärte Friedensjahr 1986 war Anlass für den Linzer Gemeinderat, Friedensarbeit als Teil der Kommunalpolitik zu verankern. Seitdem setzt die Stadt vielfältige Aktivitäten für ein friedliches Zusammenleben um – von Veranstaltungen und Bildungsangeboten für Schulen bis hin zur Erinnerungskultur. Jährlich wird im September die Friedenserklärung verabschiedet, die Ausdruck eines gelebten demokratischen Prozesses ist und das gemeinsame Verständnis des Gemeinderats zu friedensrelevanten Themen widerspiegelt. Die Mitglieder der Friedensinitiative, eines Beirats aus zivilgesellschaftlich engagierten Personen und Expert*innen aus Bildung, Kultur und Sozialem, arbeiten in Gesprächen mit allen Fraktionen und Parteien daran, einen Konsens für einen einstimmigen Beschluss zu finden. Die Friedenserklärung macht Maßnahmen und Aktivitäten sichtbar und definiert kommunalpolitische Schwerpunktsetzungen.

Auch im öffentlichen Raum finden sich Verweise auf die Friedensidentität der Stadt, etwa durch die Erinnerungszeichen für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, den Brunnen der Menschenrechte am Friedensplatz, das Mahnmal für aktive Gewaltfreiheit, die Friedensfahne »Together for Peace« vor dem Alten Rathaus oder entsprechende Hinweise an Ortseinfahrtstafeln. Im Wissensturm befindet sich die Friedensbibliothek mit Werken zu Friedenserziehung, Konfliktforschung und Gewaltfreier Aktion.

Linz engagiert sich auch international, etwa in den 'Mayors for Peace', einer Initiative für atomare Abrüstung, ausgehend von den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki.

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