Stadt Linz startet neues Örtliches Entwicklungskonzept Bürgermeister Prammer: „Stadt legt Planungs-Kurs bis 2044 fest und bindet Bürger*innen in den Prozess ein“
Die Stadt Linz startet den Prozess für ein neues Örtliches Entwicklungskonzept, kurz ÖEK. Dieses Planungsinstrument legt die langfristigen Ziele der örtlichen Raumordnung fest und bildet die Grundlage für Flächenwidmung und weitere Entwicklungsschritte in der Stadt. Das derzeit geltende ÖEK 2 wurde 2013 beschlossen. Nach der aktuellen Rechtslage ist das ÖEK auf einen Planungszeitraum von 15 Jahren auszulegen. Das neue Konzept wird daher bis 2029 erarbeitet und soll danach für weitere 15 Jahre Orientierung für die räumliche Entwicklung von Linz geben.
Nach der Vorbereitung und Evaluierung des bestehenden ÖEK von Jänner bis März 2026 läuft seit April die Grundlagenforschung. Dazu zählen die Erhebung von Grundlagendaten und eine Bestandsaufnahme für zentrale Zukunftsfragen der Stadtentwicklung. Dabei werden nicht nur neue Daten zur Stadt Linz gesammelt, sondern auch bestehende Konzepte und Projekte miteinander verknüpft, um Synergien zu schaffen. Die Stadtstrategie Linz 2022 dient hierbei als übergeordnetes städtisches Leitbild. Im Juni startet dann die Möglichkeit für Bürger*innen sich am Prozess zu beteiligen. Über eine eigene ÖEK-Website und eine digitale Beteiligungsplattform informiert die Stadt über Aufgaben, Ablauf und Zeitplan des Prozesses und lädt zur Mitwirkung ein. Inhaltlich stehen dabei wesentliche Fragen der Siedlungsstruktur, der Verkehrsstruktur und der Freiraumstruktur im Mittelpunkt. Die Online-Beteiligung ist mit der Bürger*innenbefragung der Stadtforschung Linz abgestimmt und im Herbst 2026 werden gemeinsam erste Ergebnisse präsentiert. Bürger*innen werden dabei zur weiteren Beteiligung eingeladen und haben in verschiedenen Veranstaltungsformaten die Möglichkeit sich in das ÖEK einzubringen. Neben der aktiven Einbindung der Bürger*innen in den Erstellungsprozess des ÖEK 3 erfolgt eine kontinuierliche Abstimmung des gesamten Prozesses mit dem Planungsausschuss, in dem alle Gemeinderats-Fraktionen vertreten sind.
„Das neue Örtliche Entwicklungskonzept ist ein zentrales Instrument für die weitere Entwicklung unserer Stadt. Linz wächst, und mit diesem langfristigen Planungshorizont schaffen wir eine verlässliche Grundlage, um Herausforderungen vorausschauend anzugehen. So sichern wir, dass Linz auch in Zukunft eine lebenswerte Stadt bleibt“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer.
Das ÖEK gibt den Rahmen vor, wie sich Linz in den kommenden Jahren räumlich weiterentwickeln soll. Es schafft Orientierung für Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Grün- und Freiräume sowie für die Abstimmung unterschiedlicher Nutzungsansprüche im Stadtgebiet. Mit dem Start des neuen Prozesses verbindet die Stadt fachliche Grundlagenarbeit mit öffentlicher Beteiligung. Ziel ist es die Konzepte der Stadt Linz, aktuelle Entwicklungen und die Perspektiven der Linzer*innen in einer gesetzlichen Grundlage zu verankern die maßgebend für die langfristige Planung ist.
Die gesetzlichen Grundlagen für diesen Prozess finden sich auf der bestehenden Informationsseite des Landes Oberösterreich (https://www.land-oberoesterreich.gv.at/60040.htm) und alles rund um das aktuelle ÖEK auf linz.at (https://www.linz.at/stadtentwicklung/39983.php).