Einsatz gegen illegale Müllentsorgung: Ordnungsdienst der Stadt Linz zieht Bilanz nach Schwerpunktaktionen 583 Fälle seit Jahresbeginn verzeichnet
Der Ordnungsdienst der Stadt Linz (OSL) geht seit Jahresbeginn verstärkt gegen die illegale Ablagerung von Abfällen im Stadtgebiet vor. Bei einem gezielten Schwerpunkteinsatz im Linzer Süden im Umfeld von Altkleidercontainern konnten die Einsatzkräfte nun mehrere Erfolge verbuchen und „Müllsünder“ auf frischer Tat ertappen. Allein der Einsatz der Task Force brachte in dieser Woche 28 Anzeigen. Die Delikte reichten von der Zigarette über einen Griller bis zu Polstermöbeln. Eine Person hatte versucht, Sperrmüll in einer angrenzenden Grünfläche zu entsorgen. Den Betroffenen droht nun eine Anzeige mit einem Strafrahmen von bis zu 8.500 Euro.
Insgesamt verzeichnete der Ordnungsdienst der Stadt Linz seit Jahresbeginn 583 Fälle von illegalen Müllablagerungen im Stadtgebiet. Zudem gab es in den vergangenen Wochen eine deutliche Zunahme an Beschwerden über vermüllte Containerstandplätze, insbesondere in den sozialen Medien. Viele Bürgerinnen und Bürger äußerten ihren Unmut über die zweckentfremdete Nutzung dieser Flächen als illegale Deponien. Als Reaktion darauf hat der OSL seine Präsenz an bekannten Hotspots weiter intensiviert und gezielte Observationen durchgeführt. Im Rahmen dieser Überwachungsmaßnahmen beobachteten die OSL-Mitarbeitenden eine Person, die einen metallenen Bräter nicht ordnungsgemäß entsorgte, sondern diesen einfach in einer nahegelegenen Grünanlage abstellte. Die Einsatzkräfte hielten den Verursacher unmittelbar nach der Tat an und stellten dessen Identität fest.
„Die aktuelle Bilanz zeigt klar, dass konsequente Kontrollen Wirkung entfalten. Die Präsenz des Ordnungsdienstes vor Ort trägt wesentlich dazu bei, die Sauberkeit im gesamten Stadtgebiet zu sichern. Gleichzeitig stärken regelmäßige Schwerpunktaktionen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und schützen das Stadtbild nachhaltig. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Linzer Ordnungsdienstes, die diese Einsätze auch künftig an verschiedenen Standorten fortsetzen und gezielt dort eingreifen, wo Probleme auftreten“, betont Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml.
„Die illegale Entsorgung von Unrat ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine massive Beeinträchtigung unserer Lebensqualität und der Umwelt. Unsere Schwerpunktkontrollen zeigen, dass wir konsequent einschreiten und jene zur Rechenschaft ziehen, die unseren öffentlichen Raum als private Mülldeponie missbrauchen. Es ist unverständlich, warum Gegenstände in der Natur landen, wenn es in Linz exzellente und rechtmäßige und sogar kostenlose Entsorgungsmöglichkeiten gibt. Das aktuelle Beispiel zeigt deutlich, dass sich die Ignoranz gegenüber geltenden Regeln nicht auszahlt“, erklärt OSL-Geschäftsführer Mario Gubesch.