Sicherheit im Bahnhofsumfeld: Arbeitsgruppe prüft Maßnahmen zur Verbesserung der Situation Stadt Linz steht mit ÖBB, Polizei sowie Sozial- und Suchtexperten im Austausch – Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.
Der Bund prüft ein Alkoholverbot an ausgewählten stark frequentierten Bahnhöfen in Österreich. Zu den in Medienberichten genannten Standorten zählt auch der Linzer Hauptbahnhof.
„Die Diskussion über Alkoholverbote an österreichischen Bahnhöfen zeigt, dass die Herausforderungen im Umfeld großer Verkehrsknotenpunkte vielerorts ähnlich sind. Auch die Situation rund um den Linzer Hauptbahnhof wird von vielen Menschen als unbefriedigend wahrgenommen. Insbesondere suchtkranke Personen sorgen dort immer wieder für Probleme und beeinträchtigen das subjektive Sicherheitsgefühl“, nimmt Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml dazu Stellung.
Beim Linzer Sicherheitsgipfel im Mai wurde deshalb vereinbart, eine eigene Arbeitsgruppe zum Thema Sicherheit im öffentlichen Raum einzurichten. Die Arbeitsgruppe hat ihre Tätigkeit bereits aufgenommen, ein Schwerpunkt ist das Bahnhofsumfeld. Polizei, ÖBB, Expertinnen und Experten aus dem Sucht- und Sozialbereich sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt arbeiten hier gemeinsam an möglichen Verbesserungen.
Im Herbst soll sie der Politik fundierte Entscheidungsgrundlagen vorlegen. Dafür prüft und bewertet die Arbeitsgruppe verschiedene Maßnahmen. Dazu zählen ein mögliches Alkoholverbot, eine polizeiliche Schutzzone, mehr Polizeipräsenz, Videoüberwachung, verstärkte Sozialarbeit und stadtgestalterische Maßnahmen. Bei einem Alkoholverbot gilt es insbesondere zu berücksichtigen, ob sich die bestehende Szene potenzieller Suchtkranker dadurch in andere Teile der Innenstadt verlagern könnte.
„Die derzeitige Situation im Bahnhofsviertel ist nicht zufriedenstellend und für viele Menschen untragbar. Mein Ziel ist es, sowohl das subjektive Sicherheitsgefühl als auch die objektive Sicherheit im Bahnhofsviertel spürbar zu erhöhen. Die Stadt Linz steht dazu bereits in engem Austausch mit den ÖBB, der Polizei sowie allen weiteren relevanten Partnern. Unser gemeinsames Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Situation im Bahnhofsumfeld“, betont der Sicherheitsstadtrat abschließend.