Stadt Linz stärkt Integrationsarbeit mit gezielten Förderungen Unterstützung für Sprachförderung, Bildung, Beratung und gesellschaftliche Teilhabe
Die Stadt Linz unterstützte 2025 zahlreiche Integrationsprojekte mit Jahresförderungen von insgesamt 351.616 Euro. Die geförderten Angebote reichen von Sprach- und Bildungsförderung über Sozial- und Rechtsberatungen bis zu Menschenrechtsarbeit und Unterstützung beim Einstieg in Ausbildung und Beruf. Diese Summe umfasst auch die Dreijahresförderungen von 2025 – 2027 mit einer aktuellen Fördersumme von insgesamt 86.900 Euro pro Jahr, die im Gemeinderat beschlossen wurde sowie rund 40.000 Euro an Förderungen für Linzer Migrant*innenvereine zur Unterstützung laufender Angebote im Bereich der Integrationsarbeit.
„Integration gelingt dort, wo Menschen konkrete Unterstützung erhalten und Partner*innen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Stadt Linz bildet dabei eine tragende Säule für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gemeinsam mit den Trägerorganisationen werden gezielt Projekte gefördert, die Menschen dort erreichen, wo sie Unterstützung brauchen. Diese Arbeit leistet einen wertvollen Beitrag für das Zusammenleben in unserer Stadt“, betont Integrationsreferent Bürgermeister Dietmar Prammer.
Die geförderten Projekte decken unterschiedliche Bereiche der Integrationsarbeit ab. Der Verein Ibuk etwa fördert mit dem „Lesetandem“ leseschwache Kinder und bringt mit „Eduvision“ Role Models an Schulen. Die Volkshilfe stärkt mit „Jugend im Dialog“ soziale und interkulturelle Kompetenzen durch Workshops an Schulen und bietet mit dem Projekt „MUP“ (Männerberatung und Prävention) kultursensible psychosoziale Beratung für Männer mit Migrationserfahrung in Krisen. Migrare stärkte mit „Nachbarinnen“ Frauen durch Beratung, Gruppenangebote und Vernetzung. „Mama stark“ unterstützte migrantische Mütter dabei, ihre Kinder auf deren Bildungsweg zu begleiten. Die Caritas OÖ setzte mit „Rückenwind“ auf Bildungslots*innen für migrantische Schüler*innen und Eltern und bietet mit den „Lerncafés“ Lern- und Nachmittagsbetreuung an zwei Linzer Standorten.
Auch Sprachförderung, gesellschaftliche Teilhabe und der Einstieg in Ausbildung und Beruf bilden Schwerpunkte. Die Volkshochschule OÖ – Institut Interkulturelle Pädagogik organisiert mit dem „Sommersprachcamp“ Ferienlernangebote an drei Linzer Standorten und setzt mit „Rucksack und Griffbereit, „Fit für die Schule“ auf Frühförderung sowie mit „Mama lernt Deutsch“ auf Sprachförderung für Mütter in städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen. SOS Menschenrechte vermittelt mit „Stand up“ Wissen zu Menschenrechten, Respekt und Demokratie, verbindet bei „Mitanand“ aufsuchende Sozialarbeit mit Deutsch- und Vermittlung kultureller Kenntnisse und ermöglichte mit „SOS@work“ Asylwerber*innen erste Einblicke in die österreichische Arbeitswelt. Der Verein Sindbad begleitete Jugendliche mit einem Mentoringprogramm beim Übergang von der Pflichtschule in eine Lehre oder weiterführende Ausbildung.
Ergänzend dazu sind Dreijahresförderungen von 2025 – 2027 für eine längerfristige Integrationsarbeit mit einer aktuellen Fördersumme von insgesamt 86.900 Euro im Gemeinderat beschlossen. Gefördert werden etwa Projekte der Caritas (Sozialberatung), migrare (Rechts- und Sozialberatung für Migrant*innen), der Verein maiz (Beratungs- und Bildungsarbeit), die Volkshilfe Flüchtlings- und Migrant*innenbetreuung (FMB) oder der Verein Pangea.