Stadt Linz unterstützt Pflichtschulen bei neuer Suspendierungsregelung Neue Maßnahme stärkt Schüler*innen beim Wiedereinstieg und bringt Stabilität im Schulalltag
Mit dem Schuljahr 2026/27 startet österreichweit die verpflichtende Suspendierungsbegleitung. Schüler*innen, die für mehrere Tage vom Unterricht suspendiert werden, sollen künftig nicht nur beim Lernen unterstützt, sondern auch psychosozial begleitet und gezielt auf die Rückkehr in den Schulalltag vorbereitet werden. Die Stadt Linz schafft als Schulerhalterin gemeinsam mit der Bildungsdirektion Oberösterreich die notwendigen organisatorischen Rahmenbedingungen an den öffentlichen Pflichtschulen.
Ziel der neuen Maßnahme ist es, längere Suspendierungen nicht isoliert zu betrachten, sondern die Zeit gezielt für Aufarbeitung, Lernbegleitung und Reintegration zu nutzen. Schulen sollen damit in herausfordernden Situationen entlastet und Schüler*innen dabei unterstützt werden, wieder stabil in den Schulalltag zurückzukehren.
„Junge Menschen brauchen klare Grenzen und müssen für ihr Verhalten Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig müssen wir ihnen auch die Chance geben, aus Fehlern zu lernen und wieder gut in die Schulgemeinschaft zu finden. Genau hier setzt die Suspendierungsbegleitung an: Sie verbindet klare Konsequenzen mit Unterstützung und einem strukturierten Wiedereinstieg“, so Schulreferentin Vizebürgermeisterin Merima Zukan.
Ab einer Suspendierungsdauer von vier Tagen nehmen Schüler*innen verpflichtend an einer Reintegrationsmaßnahme teil. Die Maßnahme umfasst pro Woche der Suspendierung acht bis 20 Wochenstunden. Neben der Lernbegleitung bildet die psychosoziale Unterstützung einen wesentlichen Bestandteil und macht mindestens die Hälfte der Begleitung aus. Zusätzliche mobile Lehrkräfte beziehungsweise Lehrpersonen des jeweiligen Standorts übernehmen die Lernbegleitung. Für die psychosoziale Unterstützung stehen die Schulpsychologie sowie weitere psychosoziale Angebote bereit.
Als Schulerhalterin stimmt sich die Stadt Linz laufend mit der Bildungsdirektion Oberösterreich ab und stellt die organisatorischen Voraussetzungen an den Schulstandorten sicher. Neben der Reintegration stehen die Aufarbeitung des Vorfalls und die Sicherung des Lernerfolgs während der Suspendierung im Mittelpunkt.
An den öffentlichen Linzer Pflichtschulen entwickelt sich die Zahl der Suspendierungen entgegen dem österreichweiten Trend rückläufig. Während österreichweit die Zahl der Suspendierungen von 2.187 im Schuljahr 2024/25 auf 2.440 im Schuljahr 2025/26 stieg, sank sie in Linz im selben Zeitraum. Im Schuljahr 2024/25 wurden mit Stichtag 30. Juni insgesamt 175 Suspendierungen verzeichnet, im Schuljahr 2025/26 waren es 152. Das entspricht einem Rückgang um 23 Fälle. Die Zahlen beziehen sich auf Suspendierungen und nicht auf einzelne Schüler*innen.
Den größten Anteil verzeichnen weiterhin die Mittelschulen. Dort sank die Zahl der Suspendierungen von 104 auf 86. An Volksschulen ging sie von 41 auf 32 zurück, an Sonderschulen von 27 auf 21. An den Polytechnischen Schulen stieg die Zahl hingegen von drei auf 13 Suspendierungen. Die Schüler*innen, die an der Suspendierungsregelung teilnehmen, werden künftig zentral am Standort – Spallerhof – Glimpfingerstraße 8 betreut. Die Räumlichkeiten dazu werden derzeit adaptiert und stehen zu Schulbeginn zur Verfügung.
Fotos
- Druckdatei (JPG | 6,43 MB) 51 x 34 cm mit 300 dpi Foto: Stadt Linz
Schulreferentin Vizebürgermeisterin Merima Zukan.
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Die Veröffentlichung der Bilder ist für Medien honorarfrei, jedoch nur mit Fotonachweis. Falls nicht anders angegeben ist anzuführen: "Foto: Stadt Linz". Bei gewerblicher Nutzung bitten wir um Kontaktaufnahme.