Linzer Klangwolke ATTheENDLinz am 12. September auf der Donaulände
ATTheENDLinz: Die Linzer Klangwolke 26 stellt sich dem Untergang. Und dem, was danach kommt.
Unter dem Titel ATTheENDLinz verwandelt sich die Donaulände am 12. September in eine poetische Landschaft zwischen Untergang und Neubeginn. Zuvor dehnt sich die Klangwolke erstmals über eine ganze Woche aus: Von 7. bis 11. September 2026 wird ganz Linz zum Resonanzraum für die großen Fragen unserer Zeit. Alle Veranstaltungen der Klangwolkenwoche sind kostenlos.
Im Kollektiv der Realität in die Augen schauen
Sind wir am Ende angelangt? Die Linzer Klangwolke 26 meint diese Frage ernst. Krieg, Klimakrise, gesellschaftliche Spaltung: Das sind keine abstrakten Themen mehr. Es fühlt sich an wie ein Sturz mit dem Kopf voraus in die Katastrophe. Das macht nicht nur traurig, sondern tut regelrecht weh. Felix Breisach, Regisseur der heurigen Klangwolke, führt drastisch vor Augen, was jetzt nicht mehr reicht: das Wunschdenken, dass am Ende irgendwie schon alles gut werden wird.
ATTheENDLinz stellt sich dem Untergangsszenario mit offenen Augen. Müssen wir erst ganz nah am Abgrund stehen, um die Notbremse zu ziehen? Ein gutes Ende schreibt sich nicht von selbst. Was schaffen wir Menschen mit Resilienz, Lernfähigkeit und dem Glauben an uns selbst? Und wo, wenn nicht in Linz, kann dieser Neuanfang seinen Ausgang nehmen? Denn: In Linz beginnt’s, auch dann, wenn das Ende zum Anfang wird.
Bewusstseinsklangwolke
Die diesjährige Linzer Klangwolke schafft Bewusstsein: eine poetische Landschaft aus Musik, Sprache und Bildern, die das Publikum auf vielen Ebenen durchdringt.
Musikalisch spannt der Abend einen weiten Bogen: vom Linzer Komponisten Anton Bruckner über die Beatles bis zu eigens für ATTheENDLinz komponierter neuer Musik. Es musizieren das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Markus Poschner, Bariton Rafael Fingerlos und die St. Florianer Sängerknaben. Die Komponistin Flora Marlene Geißelbrecht verwebt in einer Live-Performance gemeinsam mit dem Klangkünstler Arthur Fussy historische und zeitgenössische Klangwelten zu einem großen Ganzen.
Mit an Bord ist heuer auch die Autorin und Preisträgerin des Ingeborg-Bachmann-Preises Natascha Gangl. Ihre Texte ziehen sich neben der Musik wie ein zweiter Klangteppich durch den Abend. Über ihren Beitrag sagt Gangl: „Meine Appelle sind widerständige, lustvolle Sprechakte und immer auch selbst Musik. In ein Untergangsszenario gesetzt, können sie zum Versuch werden, ein Gegenüber zu erreichen. Sie können als Warnung, Aufforderung und Anrufung gehört werden. Sie können als poetische Form des Widerstands gegen das Verstummen verstanden werden.“
„Die Linzer Klangwolke ist weit mehr als ein kulturelles Großereignis: Sie bringt Menschen zusammen, macht Kunst im öffentlichen Raum für alle zugänglich und rückt unsere Stadt weit über ihre Grenzen hinaus ins Blickfeld. Mit ATTheENDLinz wird heuer Linz selbst zur Bühne einer eindrucksvollen künstlerischen Auseinandersetzung. Die Inszenierung stellt Fragen nach Zusammenhalt, Veränderung und danach, was uns als Stadt trägt, wenn Gewohntes ins Wanken gerät. Gerade darin liegt ihre besondere Kraft: Sie verbindet Nachdenklichkeit mit Zuversicht und zeigt, dass aus Brüchen Neues entstehen kann. Wenn sich die Donau am 12. September in einen großen Klang- und Erlebnisraum verwandelt, wird Linz einmal mehr als offene, mutige und lebendige Kulturstadt sichtbar. Mein Dank gilt allen, die dieses besondere Erlebnis möglich machen“, betont Dietmar Prammer, Bürgermeister der Stadt Linz.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Dietmar Prammer, Bürgermeister der Stadt Linz, Norbert Trawöger, Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA, Mag.a Stefanie Christina Huber, Generaldirektorin Sparkasse Oberösterreich, Mag. Klaus Riener, Landesdirektor Oberösterreich Wiener Städtische Versicherung, Klaus Obereder, Landesdirektor ORF Oberösterreich, Felix Breisach, Regisseur und ein Vertreter des Bruckner Orchester Linz.)