Medienservice vom: 03.09.2026 |Fotos zur Meldung

Beirat für Menschen mit Beeinträchtigungen nimmt Arbeit auf Vertreter*innen von 21 Organisationen bringen ihre Erfahrungen in die Linzer Stadtpolitik ein

Mit der konstituierenden Sitzung hat am Mittwoch, 2. September 2026, der neue Beirat für Menschen mit Beeinträchtigungen der Stadt Linz seine Arbeit aufgenommen. Vertreter*innen von 21 Organisationen aus dem Behindertenbereich bilden das neue Gremium. Der Beirat versteht sich vor allem als Sprachrohr für Menschen mit Beeinträchtigungen und als beratendes Gremium für Politik und Verwaltung.

„In Linz leben zirka 50.000 Menschen mit gesundheitsbedingten Einschränkungen. Hinter dieser Zahl stehen 50.000 Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten, Erfahrungen und Bedürfnissen. Sie wissen aus ihrem Alltag, wo Teilhabe funktioniert und wo Barrieren bestehen. Dieses Wissen und diese Perspektiven wollen wir künftig noch stärker in die Entwicklung unserer Stadt einbeziehen. Mit dem neuen Gremium schaffen wir eine Struktur für Mitsprache und Teilhabe“, sagt Bürgermeister Dietmar Prammer.

„Mit dem Beirat beginnt ein wichtiges neues Kapitel der Mitbestimmung. Wir wollen nicht über Menschen mit Beeinträchtigungen sprechen, sondern mit ihnen. Er soll Sprachrohr sein, Erfahrungen bündeln und konkrete Anliegen an Politik und Verwaltung herantragen. Mit Vertreter*innen von 21 Organisationen wollen wir unterschiedliche Formen von Beeinträchtigung bestmöglich abbilden. Denn damit verbunden sind ganz unterschiedliche Barrieren und Herausforderungen im Alltag. Diese Erfahrungen brauchen wir, um Teilhabe konkret weiterzuentwickeln“, unterstreicht Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

Der Beirat arbeitet unabhängig und weisungsfrei. Er informiert, berät und unterstützt Stadtsenat, Gemeinderat und Stadtverwaltung bei Themen, die Menschen mit Beeinträchtigungen betreffen und in die Zuständigkeit der Stadt fallen. Die Motivation ist groß und in unterschiedlichen Facetten vorhanden “es ist ein Herzensthema, es geht um Gerechtigkeit und es ist wichtig Barrieren abzubauen und Teilhabe ermöglichen” - so klingen Stimmen aus dem neu konstituierten Beirat.

Das Gremium kann Anregungen und Empfehlungen einbringen, Anfragen stellen und Stellungnahmen verfassen. So können konkrete Anliegen aus dem Alltag frühzeitig in kommunale Entscheidungen einfließen.

Die Funktionsperiode des Beirats beträgt drei Jahre. Seine Sitzungen finden dreimal jährlich statt, bei Bedarf kann eine zusätzliche Sitzung einberufen werden. Auch die Mitglieder des Linzer Stadtsenats sind dauerhaft ohne Stimmrecht vertreten. Das ermöglicht einen direkten Austausch mit der Stadtpolitik. “Im Wort Beirat steckt das Wort Rat, diesen holt sich die Stadt Linz direkt bei den Betroffenen und das ist gut so”, formuliert es eines der neuen Mitglieder.

Mit seiner Arbeit unterstützt der Beirat die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf kommunaler Ebene. Ziel ist es, Barrieren und Diskriminierungen abzubauen und die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen zu stärken.

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