Medienservice vom: 10.09.2026 |Fotos zur Meldung

3. Linzer LGBTIQ*-Forum: „Zwischen Hashtag und Wirklichkeit“ Linz schafft Raum für Austausch und Sichtbarkeit und ein respektvolles Miteinander

Offen, urban und vor allem zukunftsorientiert: Linz setzt als Landeshauptstadt mit dem 3. Linzer LGBTIQ*-Forum ein klares Statement zur Stärkung und Förderung der LGBTIQ*-Community. Linz ist seit Oktober 2020 zudem Mitglied des „Rainbow Cities Network“ (RCN), das insgesamt 48 Städte aus verschiedenen Ländern umfasst. Alle Menschen unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung sollen sich in ihrer Stadt wohlfühlen. Am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, findet von 16 bis 19.30 Uhr im Alten Rathaus in Linz das 3. Linzer LGBTIQ*-Forum unter dem Titel „Zwischen Hashtag und Wirklichkeit: Influenced Identities – Rollenbilder in Social Media“, bei freiem Eintritt statt.

„Eine offene, lebendige, vielfältige Stadt lebt davon, dass alle Menschen ihren Platz in ihr finden und ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Unterschiedliche Identitäten und Lebensentwürfe gehören zu Linz und zu unserer Gesellschaft. Als Stadt tragen wir Verantwortung dafür, Respekt, Teilhabe und ein gutes Miteinander zu stärken. Das 3. Linzer LGBTIQ*-Forum schafft dafür einen wichtigen Raum für Austausch, Wissen und gegenseitiges Verständnis“, betont LGBTIQ*-Referentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

Programm des 3. Linzer LGBTIQ*-Forum am 13. Oktober 2026

  • 16:00 Uhr: Begrüßung
  • 16:20 Uhr:  Identitätsbildung: Wissenschaft, Psyche und die Herausforderungen digitaler Sozialisation OA Dario Sigrist, Zürich
  • 17:00 Uhr: Queere Sichtbarkeit im ländlichen Raum: Vom privaten Coming-Out zum Community-Aktivismus Florian Niederseer, Heublumen
  • 17:35 Uhr: Pause
  • 17:45 Uhr: Jenseits der Inszenierung: Geschlechtsidentität zwischen Instagram und Authentizität Miss Ivanka T.
  • 18:20 Uhr: Podiumsdiskussion
  • ab 19:30 Uhr: Vernetzung
     
  • Moderation: Dominika Meindl

Vorträge:

Identitätsbildung: Wissenschaft, Psyche und die Herausforderungen digitaler Sozialisation Dario Sigrist, Oberarzt an der KJPP, Universitätsklinik Zürich, Leiter Home Treatment

Die Adoleszenz ist eine Phase tiefgreifender Veränderungen. Doch was geschieht, wenn sich das eigene Geschlechtsempfinden nicht mit dem zugewiesenen Geschlecht deckt? Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie beschreiben genau dieses Erleben. Warum ist gerade diese Lebensphase so prägend für die Geschlechtsidentität? Während Online-Räume oft Sichtbarkeit bieten, konfrontieren sie andererseits Jugendliche mit einseitigen und stereotypischen Geschlechterdarstellungen. Die Auswirkungen auf die mentale Gesundheit sind erheblich. Wie können wir Jugendliche in dieser vulnerablen Phase bestmöglich begleiten? Welche Best-Practice-Modelle existieren und was braucht es, um sichere Strukturen zu schaffen – in Schulen, Familien und im digitalen Raum? 

Queere Sichtbarkeit im ländlichen Raum: Vom privaten Coming-Out zum Community-Aktivismus

Florian Niederseer, Aktivist, Heublumen

Wie lebt man seine Identität, wenn traditionelle, ländliche Lebenswelten und moderne Selbstverständnisse aufeinandertreffen? Das Internet wird Raum für fehlende lokale Communities. Wie können diese Online-Räume sicher gestaltet werden? Ist es möglich, dass Tradition und queere Identität nicht im Widerspruch stehen, sondern nebeneinander existieren? Das Leuchtturmprojekt der Unken Pride Parade zeigt, wie Sichtbarkeit auch fernab der Metropolen gelingen kann. Welche konkreten Schritte können Schulen, Gemeinden und Online-Plattformen unternehmen, um sichere Räume und echte Unterstützungssysteme zu schaffen? 

Jenseits der Inszenierung:

Geschlechtsidentität zwischen Instagram und Authentizität, Miss Ivanka T.

In einer Welt, die zunehmend digital vernetzt ist, stellt sich eine zentrale Frage: Wie prägen soziale Medien unsere Vorstellung davon, wer wir sind – oder sein können? Einerseits Quelle der Inspiration und Gemeinschaft, andererseits Bühne inszenierter Realitäten und gesellschaftlicher Erwartungen. Wir erkunden, wie Medienbilder gerade in der Kunstwelt Geschlechtsidentitäten verzerren, während Online-Communitys gleichzeitig marginalisierten Gruppen Sichtbarkeit schenken. Wo verläuft die Grenze zwischen authentischem Selbstausdruck und digitaler Performance? Was bedeutet es, gegen Geschlechterstereotypen zu verstoßen? Und welche Strategien ermöglichen ein sicheres Outing in einer Welt, die alles sieht?

Anmeldung aus organisatorischen Gründen erbeten unter dem Link: 3.Linzer LGBTIQ* Forum oder unter lgbtiq@mag.linz.at. Die Teilnahme am Forum ist kostenfrei.

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