Brucknerhaus verbindet Denkmalschutz mit Zukunft Barrierefreie Adaptierungen, neuer Künstler*inneneingang und Photovoltaikanlage fertiggestellt
Pünktlich zum Brucknerfest präsentiert sich das Brucknerhaus Linz mit wichtigen Neuerungen. In den vergangenen Jahren erfolgte die barrierefreie Adaptierung des Konzerthauses in vier Bauphasen. Mit der Neugestaltung des Künstler*inneneingangs fand die vierte und abschließende Phase im heurigen Sommer ihren Abschluss. Parallel dazu erhielt das Umfeld des Brucknerhauses eine Aufwertung. Eine neue Photovoltaikanlage auf dem Gebäude ergänzt die Arbeiten um einen nachhaltigen Baustein.
“Das Brucknerhaus ist eines der bedeutendsten Gebäude unserer Stadt. Umso wichtiger ist es, dieses architektonische Erbe sensibel weiterzuentwickeln und gleichzeitig den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Mit den barrierefreien Adaptierungen, der Neugestaltung des Künstler*inneneingangs und der Aufwertung des Vorplatzes ist es gelungen, Funktionalität und Denkmalschutz sehr gut miteinander zu verbinden. Die neue Photovoltaikanlage ergänzt diese Investitionen um einen klimafreundlichen Baustein. So erhalten wir die besondere Identität des Brucknerhauses und machen es gleichzeitig fit für die Zukunft!”, erklärt Liegenschaftsreferentin Vizebürgermeisterin Merima Zukan.
„Das Brucknerhaus zählt zu den schönsten Konzerthäusern der Welt. Seine Architektur ist von einzigartiger Zeitlosigkeit. Ein Haus ist aber nur dann ein bedeutendes Haus, wenn es von Menschen genutzt, bespielt und belebt wird. Nutzung setzt Spuren und bringt Bedürfnisse mit sich, die immer wieder behutsam aktualisiert werden müssen. Der neue Künstler*inneneingang wurde ganz im ästhetischen Geiste und der offenen Atmosphäre des Hauses gestaltet und heißt die Menschen willkommen! Unsere Freude über die gelungene Erneuerung ist riesengroß!“ sagt Norbert Trawöger, Künstlerischer Direktor des Brucknerhauses und der LIVA.
Die Neugestaltung des Künstler*inneneingangs orientiert sich bewusst an der Architektur von Kaija und Heikki Sirén aus dem Jahr 1974. Dunkle Eiche, der charakteristische orangefarbene Boden, Sichtbeton und Bronze verbinden Bestand und Gegenwart. Glaswände öffnen die Räume, während die Rückführung auf den ursprünglichen Grundriss wesentliche Qualitäten des Gebäudes stärkt. „Die unterschiedlichen Zeitschichten verbinden sich zu einer selbstverständlichen Integration in das Brucknerhaus. Damit führen wir die ursprüngliche Identität zeitgemäß weiter“, erklärt Marek Gut vom studio MARCH GUT.
Zu den barrierefreien Anpassungen zählen die Erneuerung der WC-Anlagen, zwei neue Aufzüge und die barrierefreie Neugestaltung des Künstler*inneneingangs. Unser Ziel war es, Barrierefreiheit, Funktionalität und Denkmalschutz miteinander zu verbinden. Aufgrund der denkmalgeschützten Gebäudesubstanz stimmten die Verantwortlichen Planung und Umsetzung eng mit dem Bundesdenkmalamt ab. Auch der sanierungsbedürftige Vorplatz erhielt eine neue Asphaltierung und Markierung. Die beiden Verkehrsinseln wurden instandgesetzt und der Bereich beim Vordach neu bepflanzt.
Die als Überschusseinspeisung errichtete Photovoltaikanlage hat eine Leistung von rund 210 Kilowatt-Peak und soll spätestens Ende September in Betrieb gehen. Sie erzeugt voraussichtlich rund 190.700 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr.
Mit der Photovoltaikanlage werden die Flächen des Brucknerhauses sinnvoll für die nachhaltige Energiegewinnung genutzt. Damit verbindet man den Erhalt und die Weiterentwicklung einer bedeutenden städtischen Liegenschaft mit moderner Technik. Die Anlage spart jedes Jahr rund 29 Tonnen Kohlendioxid ein und leistet damit einen konkreten Beitrag für eine zukunftsfähige städtische Infrastruktur.
Fotos
- Druckdatei (JPG | 4,21 MB) 61 x 44 cm mit 300 dpi Foto: Stadt Linz
Im Eingangsbereich des neuen Künstler*inneneingangs des Brucknerhauses: (v. l.) Kai Liczewski, (geschäftsführender Direktor der LIVA), Vizebürgermeisterin Merima Zukan, Norbert Trawöger (künstlerischer Leiter der LIVA), Markus Eidenberger (Geschäftsführer der ILG GmbH) und Architekt Marek Gut vom studio MARCH GUT
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