Medienservice vom: 11.09.2026

Botanischer Garten vor umfassender Neugestaltung Freiland bleibt während der gesamten Umbauphase für Besucher*innen geöffnet

Der Botanische Garten auf der Linzer Gugl zählt seit Jahrzehnten zu den bedeutenden Erholungs- und Bildungsorten der Stadt. Mit der umfassenden Neugestaltung beginnt nun ein wichtiger Abschnitt für das 4,2 Hektar große Areal. Im Mittelpunkt stehen ein neues Eingangsbauwerk sowie neue Glashäuser, die künftig mehr Platz und moderne Bedingungen für die Pflanzensammlungen bieten.

Nach Erteilung der Baubewilligung beginnen im Botanischen Garten die Bauarbeiten. Zunächst wird die Baustelle eingerichtet. Dabei wird der derzeitige Haupteingang verlegt. Besucher*innen nutzen künftig den provisorischen Zugang im Bereich der Kreuzung Roseggerstraße/Kapuzinerstraße. Das Freiland bleibt während der gesamten Umbauphase zu den bekannten Öffnungszeiten zugänglich. Die Glashäuser sind seit Anfang September 2026 geschlossen und können während der Bauphase nicht besichtigt werden.

Den baulichen Auftakt bildet der Abbruch des Eingangstrakts beim bestehenden Glashaus und der Portiersloge. Bis April 2027 entsteht das neue Eingangsbauwerk mit einer Verbindung zum bestehenden Café. Eine neue Empfangszone ermöglicht den Besucher*innen ein zeitgemäßes Ankommen mit Garderoben und einem Shop-Bereich.

Parallel bereitet der Botanische Garten die Übersiedelung der Pflanzen vor. Die bestehenden Glashäuser umfassen 1.200 Quadratmeter. Da die neuen Gebäude am selben Standort entstehen, ziehen sämtliche Pflanzen vor dem Rückbau vorübergehend in Ersatzquartiere. Ab März 2027 beginnt die Übersiedelung. Dafür entstehen zwei Folienhäuser, eines davon auf dem Areal des Botanischen Gartens. Die städtische Gärtnerei am Thurnermeisterhof kann die Folienhäuser später weiterverwenden.

Besondere Sorgfalt erfordert die Übersiedelung großer, jahrzehntealter Pflanzen. Gärtner*innen lösen die Pflanzen vorsichtig aus dem Boden und setzen sie in große Pflanztröge. Da diese Arbeiten viel Zeit beanspruchen, beginnen die Vorbereitungen bereits einige Monate vor der geplanten Übersiedelung. Ein Teil der Sammlung, insbesondere die Frauenschuhorchideen, findet während der Bauphase in den Glashäusern der städtischen Gärtnerei ein vorübergehendes Quartier. Dort stehen die erforderlichen klimatischen Bedingungen zur Verfügung. Für die knapp 17.000 Pflanzen umfassende Kakteensammlung entsteht ein eigener Folientunnel.

Ab März 2027 beginnt dann der Rückbau der historischen Glashäuser. Anschließend entstehen die neuen Glashäuser mit moderner Klimatechnik. Die Nutzfläche wächst von derzeit 1.200 auf künftig 1.800 Quadratmeter inklusive Stockwerkglashaus und Anzuchtbereichen. Diese Bauphase läuft voraussichtlich bis Oktober 2027. Danach beginnt die Besiedelung mit den Pflanzen.

Die Eröffnung der neuen Glashäuser und des Eingangsbauwerks für Besucher*innen ist für 2028 geplant.

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