Foto-Ausstellung „Gesichter der Mehrsprachigkeit“ lädt ins Alte Rathaus Persönliche Geschichten, viele Sprachen und ein gemeinsames Zuhause: Die Schau ist bis 1. Oktober bei freiem Eintritt zu besichtigen
Berührende Geschichten, persönliche Einblicke und die Frage, was Sprache mit Heimat zu tun hat: Bei der Vernissage „Gesichter der Mehrsprachigkeit“ am 22. September im Alten Rathaus standen jene Menschen im Mittelpunkt, die Linz zu ihrer Heimat gemacht haben und mehrere Sprachen sprechen. Mehr als 100 Gäste besuchten das Opening, mit der das Integrationsbüro der Stadt Linz zeitgleich die Aktionswoche zum Tag der Sprachen einläutete.
Auch Bürgermeister Dietmar Prammer nahm an der Eröffnung teil und übergab den Teilnehmer*innen, die mit ihren ausdrucksstarken Fotos noch bis 1. Oktober das Foyer im Alten Rathaus zieren, als Dank für ihre Teilnahme, jeweils ihr eigenes Portrait. Die Fotos stammen von Fotograf Erkan Kadir. Zu jedem Bild gibt es einen QR-Code, über den ein kurzes Video aufgerufen werden kann. Darin erzählen die Portraitierten selbst von ihrem Leben und ihren Erfahrungen. Die Portraits und Videos sind auch auf der Website des Integrationsbüros zu sehen: Gesichter der Mehrsprachigkeit – Stadt Linz
Die Ausstellung rückt zwölf Menschen aus Linz und ihre persönlichen Geschichten in den Mittelpunkt. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, haben unterschiedliche Lebenswege und sprechen zahlreiche verschiedene Sprachen. Mit der Ausstellung möchte das Integrationsbüro Menschen sichtbar machen und ihnen Raum geben, selbst zu erzählen – von ihrem Leben, ihrem Weg nach Linz, den Sprachen, die sie begleiten, und davon, was sie heute mit der Stadt verbindet.
Besonders bewegend wurde der Eröffnungs-Abend als Fatlinda Ibraimi und Hewa Husin, zwei Teilnehmer*innen der Kunstaktion von ihrem Leben, ihrem Ankommen in Linz und ihrer persönlichen Beziehung zu Sprache erzählten. Ihre Geschichten zeigten, wie eng Sprache mit Erinnerungen, Herkunft, persönlichen Erfahrungen und dem eigenen Lebensweg verbunden ist.
Die persönlichen Perspektiven der Portraitierten sind auch für die Arbeit des Integrationsbüros von Bedeutung. Menschen mit eigener Migrationsbiografie bringen Erfahrungen aus ihrem Lebensalltag mit, die helfen können, Chancen und Herausforderungen besser zu verstehen. Diese Perspektiven sollen auch in die derzeit laufende Erarbeitung der neuen Integrationsstrategie der Stadt Linz einfließen.
Die Ausstellung „Gesichter der Mehrsprachigkeit“ ist noch bis 1. Oktober 2026 im Foyer des Alten Rathauses zu sehen. Die Ausstellung ist täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.