Medienservice vom: 24.09.2026

Subventions- und Transferbericht 2025: Transfers außerhalb des eigenen Gestaltungsbereichs steigen Stadtrat Gegenhuber bekräftigt Forderung nach Weisenrat

Der heute veröffentlichte Subventions- und Transferbericht der Stadt Linz für 2025 zeigt: Die Stadt Linz hat im vergangenen Jahr insgesamt 441,3 Mio. Euro an Subventionen und Transferzahlungen an Vereine, Institutionen, Gebietskörperschaften, Unternehmen, Organisationen und Personen ausbezahlt – ein Plus von 12,8 Mio. Euro bzw. 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Während die „Transferzahlungen und Subventionen im eigenen Gestaltungsbereich“ um 7,7 Mio. Euro oder 5,9 Prozent zurückgegangen sind, stiegen hingegen die „Transferzahlungen außerhalb des eigenen Gestaltungsbereichs auf gesetzlicher Grundlage“ um 12,7 Mio. Euro beziehungsweise 6,5 Prozent. Darin enthalten sind der Krankenanstaltenbeitrag gemäß OÖ. KAG, Zahlungen im Rahmen der Chancengleichheit, die Landesumlage sowie Gastschul-, Erhaltungs-, Bau- und Errichtungsbeiträge. Aufgrund demographischer Veränderungen sind auch die “Transfers für Personen in Betreuungseinrichtungen” - die essenzielle soziale Leistungen gewährleisten - gestiegen.

“Der Bericht zeigt: Die hohen Steigerungen wurden Großteils durch die gestiegenen Transferzahlungen außerhalb des eigenen Gestaltungsbereichs verursacht. Darauf haben wir als Stadt Linz keinen Einfluss”, hält der Stadtrat für Wirtschaft, Innovation und Finanzen fest.

Quelle: Subventions- und Transferbericht 2025, Seite 4

Mit rund 47 Prozent aller Subventionen und Transfers machen diese gesetzlich verpflichtenden Zahlungen den mit Abstand größten Anteil aus und dieser ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent gewachsen.

Quelle: Subventions- und Transferbericht 2025, Seite 4

Der Krankenanstaltenbeitrag gemäß OÖ. KAG stieg von 95,8 Mio. Euro auf 102,2 Mio. Euro – ein Plus von 6,6 Prozent. Die Zahlungen im Rahmen der Chancengleichheit erhöhten sich von 36,2 Mio. Euro auf 38,5 Mio. Euro, was einem Anstieg von 6,5 Prozent entspricht. Auch die Landesumlage wurde um 3 Prozent erhöht.

Erst letzte Woche wurde eine aktuelle Auswertung des KDZ veröffentlicht, wonach die Umlagenbelastung pro Kopf in Linz mit 1.284 Euro im Vergleich zu anderen Landeshauptstädten am höchsten ist. „Es braucht daher ehestmöglich einen unabhängigen Weisenrat, um die Zahlungsströme zwischen Land, Städten und Gemeinden zu durchleuchten und Vorschläge für Verbesserungen zu erarbeiten – ansonsten droht die Lebensqualität der Linzer*innen, aber auch der Oberösterreicher*innen, zu sinken. Immerhin schafft es knapp jede zweite Gemeinde in Oberösterreich nicht mehr, das Budget aus eigener Kraft auszugleichen", warnt Gegenhuber und bekräftigt seine Forderung nach einem unabhängigen Weisenrat, um Zahlungsströme zwischen Land, Städten und Gemeinden zu durchleuchten und Vorschläge für Verbesserungen zu erarbeiten.

Reduktion bei den freiwilligen Subventionen

Die Stadt Linz hat auf „Transfers außerhalb des eigenen Gestaltungsbereichs auf gesetzlicher Grundlage“ keinen Einfluss und somit hier auch keinen Handlungsspielraum. Sie sind ein wesentlicher Treiber bei den städtischen Ausgaben. Die „Transfers innerhalb des eigenen Gestaltungsbereichs“ reduzierten sich von 130 Mio. Euro im Jahr 2024 auf 122,3 Mio. Euro im Jahr 2025. Darunter fallen freiwillige Subventionen, auch diese verzeichnen einen Rückgang: Betrugen sie im Jahr 2024 noch 17,7 Mio. Euro, so betragen sie im Jahr 2025 17,4 Mio. Euro. „Die Stadt Linz macht ihre Hausaufgaben und hat bereits erste Schritte in Richtung Budgetkonsolidierung gesetzt”, betont Wirtschafts- und Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber.

Quelle: Subventions- und Transferbericht 2025, Seite 5

Jobimpuls wurde ausgebaut

Trotz finanzieller Herausforderungen gab es bei den Naturalsubventionen, also jenen Leistungen und Zuwendungen, die die Stadt Linz unentgeltlich für Privatpersonen oder Organisationen erbringt, eine Erhöhung um 10,3 Prozent: Von 4,9 Mio. Euro im Jahr 2024 auf 5,4 Mio. Euro im Jahr 2025. Diese Steigerung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Position der Jobimpuls-Mitarbeiter*innen im Jahr 2025 eine Erhöhung in Höhe von 450.000 Euro bzw. plus 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufweist. Das Beschäftigungsprogramm Jobimpuls der Stadt Linz bietet Menschen, die am ersten Arbeitsmarkt nicht ohne Unterstützung und Vorbereitung eine Beschäftigung erlangen können, Arbeitsmarktintegration, Betreuung am Arbeitsplatz sowie Aus- und Weiterbildung an. „Jobimpuls ist ein gutes Instrument im Kampf gegen Arbeitslosigkeit. Dieses Programm gibt Menschen eine echte Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben – und das ist eine Investition, die sich für die gesamte Gesellschaft auszahlt", unterstreicht Stadtrat Gegenhuber abschließend.

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