Medienservice vom: 28.09.2026

Mehr Zeit für den Sport Neue Sportförderrichtlinie wird kompakter, digitaler, transparenter

Die Stadt Linz überarbeitet ihre Sportförderrichtlinie grundlegend. Der Entwurf ist nach rund einjähriger Bearbeitung bereits weit fortgeschritten, und ein Beschluss der Neufassung soll in einem der kommenden Gemeinderäte fallen.

Im Mittelpunkt stehen jene, die den Sport in dieser Stadt täglich möglich machen: die Vereine und ihre ehrenamtlichen Funktionär*innen. Wer in einem Linzer Sportverein Verantwortung trägt, tut dies fast immer neben Beruf und Familie. Trainingsbetrieb organisieren, Nachwuchs betreuen, Anlagen instandhalten – und dazu noch Förderansuchen stellen.

„Unsere Vereine leisten Enormes — und sie leisten es ehrenamtlich. Ihre Zeit gehört zuerst dem Training, dem Nachwuchs und den Mitgliedern, nicht dem Papierkram. Mit der neuen Sportförderrichtlinie machen wir den Weg zur städtischen Förderung kürzer und klarer: weniger Kategorien, eine digitale Einreichung und Voraussetzungen, die man auf einen Blick versteht. Wer weiß, woran er ist, kann besser planen — und genau diese Planungssicherheit wollen wir den Vereinen geben“, erklärt Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

Fördermittel sollen dort ankommen, wo sie tatsächlich gebraucht werden. Der Eigenbeitrag orientiert sich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des jeweiligen Vereins — kleinere Vereine mit geringen Eigenmitteln werden dadurch nicht schlechter gestellt als große.

Weniger Aufwand für Antragsteller*innen, mehr Zeit für den Sport

Der Umfang des sportspezifischen Regelwerks wird künftig etwa halbiert, so etwa auch die Anzahl an verschiedenen Förderkategorien, die teilweise zusammengelegt werden. Für Vereine bedeutet das weniger Aufwand und weniger Abgrenzungsfragen: ein transparenter Weg zum richtigen Antrag.

Möglich wird die Verschlankung unter anderem dadurch, dass die Sportförderrichtlinie konsequent auf die Allgemeine Förderrichtlinie der Stadt verweist. Was für alle städtischen Förderungen gilt, wird nicht länger doppelt geregelt. Die Sportförderrichtlinie enthält künftig nur noch, was tatsächlich sportspezifisch ist — und ist damit vollständig in das Fördersystem der Stadt Linz eingebettet.

Digitale Antragstellung

Förderansuchen laufen ausschließlich digital ab. Ein einheitliches Online-Formular führt bereits Schritt für Schritt durch die erforderlichen Angaben und Unterlagen. Das erspart Vereinen Rückfragen und Nachreichungen. Wo im Einzelfall Unterstützung gebraucht wird, steht die zuständige Abteilung den Vereinen zur Seite.

Da bereits im Formular alle Fördervoraussetzungen abgefragt werden, ist die Einreichung von Anfang an schriftlich nachvollziehbar dokumentiert. Jeder Förderfall ist damit einheitlich erfasst, jederzeit auffindbar und überprüfbar.

Auch der Zugang wird erleichtert: Die erforderliche Mitgliederzahl wird deutlich gesenkt. Damit öffnet sich die Förderung für kleine und junge Vereine, die oft mit viel Engagement und wenig Struktur beginnen. Verpflichtend ist nur die Verwendung des Stadt-Logos etwa auf der Website oder bei geförderten Veranstaltungen.

Förderung folgt Strategie: Nachwuchs, Inklusion, Teilhabe

Die Sport- und Bewegungsstrategie der Stadt Linz wird zum verbindlichen Maßstab der Förderung. Inhaltliche Schwerpunkte sind ausdrücklich verankert: die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Mädchen am Sport sowie der Inklusionssport, der das gemeinsame Sporttreiben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen ebenso erfasst wie Integrationsprojekte zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Nachwuchssport und dem Ziel, Linz als Kindersporthauptstadt Österreichs zu etablieren. Dazu trägt auch eine Vereinfachung bei den Mitgliedsbeiträgen bei: An die Stelle von drei gestaffelten Beträgen für Kinder, Erwachsene und Familien tritt ein einziger Mindestbeitrag für Erwachsene. Vereine können Kinder und Jugendliche damit beitragsfrei führen, ohne ihre Förderfähigkeit zu verlieren.

„Denn jede Förderung, die bei einem Verein ankommt, kommt letztlich dort an, wo sie hingehört: bei den Kindern auf dem Spielfeld, in der Halle und im Becken“, so Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

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