Medienservice vom: 01.10.2026 |Downloads zur Meldung

Lentos Ausstellung: Die Einsamkeit der Dinge Das Lentos widmet der Malerin Erika Roessing eine umfassende Einzelausstellung in Linz

roessings in Notizheften dokumentiertes OEuvre umfasst rund 180 Stillleben. Sie arbeitete bevorzugt mit Temperafarben auf Hartfaserplatte und entwickelte eine zurückhaltende Farbigkeit, raue Oberflächen und streng ausgewogene Kompositionen. Was auf den ersten Blick ruhig und vertraut erscheint, erweist sich bei näherer Betrachtung oft als rätselhaft und überraschend surreal: Gegenstände schweben, fragmentieren oder lösen sich in ornamentalen Strukturen auf.

Im Zentrum der Retrospektive steht die 1979 erfolgte Stiftung von 50 Temperabildern aus dem Nachlass der 1977 verstorbenen Künstlerin an die Neue Galerie der Stadt Linz, der Vorgängerinstitution des Lentos. Ergänzt wird der Sammlungsbestand durch erstmals präsentierte private Leihgaben aus dem lange verschollenen Frühwerk aus der NS-Zeit. Ausgewählte Arbeiten ihres Ehemanns Karl Rössing, der zu den bedeutenden österreichischen Grafikern des 20. Jahrhunderts zählt, machen zugleich den lebenslangen künstlerischen Dialog des Paares sichtbar.

„Mit der Ausstellung zu erika roessing bringt das Lentos eine Künstlerin zurück ins öffentliche Bewusstsein, deren Werk eng mit der Geschichte unserer städtischen Sammlung verbunden ist. Die 1979 erfolgte Stiftung von Karl Rössing ermöglicht es heute rund 100 Gemälde zu zeigen. Diese Wiederentdeckung macht deutlich, wie wichtig es ist, das Werk von Künstlerinnen aus den eigenen Beständen sichtbar zu machen und auch schwierige Kapitel ihrer Biografien transparent zu vermitteln“, meint Kulturstadträtin der Stadt Linz Doris Lang-Mayerhofer.

(Informationen in der Presseaussendung zu Pressekonferenz mit Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer, Künstlerische Direktorin Lentos Mag.ª Hemma Schmutz und Kuratorin Elisabeth Nowak-Thaller)

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