Neue Lageführungssoftware stärkt den Linzer Katastrophenschutz Gemeinsame Plattform verbessert den Informationsaustausch zwischen Einsatzorganisationen
Die Berufsfeuerwehr Linz präsentierte gestern, Montag, in der Hauptfeuerwache eine neue Lageführungssoftware für den Katastrophenschutz. Die digitale Lösung ermöglicht Einsatzstäben verschiedener Organisationen, aktuelle Lageinformationen auf einer gemeinsamen Plattform darzustellen und rasch auszutauschen. Die Berufsfeuerwehr Linz entwickelte das System in den vergangenen eineinhalb Jahren gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Gruppe Linz und der SweetPopcorn.Studio GmbH.
Die Entwicklung greift praktische Erfahrungen aus der FORMATEX Landeskatastrophenschutzübung 2023 und der Bezirkskatastrophenschutzübung 2025 auf. Als Basis diente das bestehende Projekt lagekarte.online. Die Projektpartner entwickelten daraus eine Lösung, die auf die Anforderungen bei größeren Schadensereignissen und Katastrophen ausgerichtet ist.
„Bei größeren Schadensereignissen zählt neben einer guten Vorbereitung vor allem ein rascher und verlässlicher Informationsfluss. Mit dieser gemeinsamen Plattform wird die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen enorm gestärkt und schafft eine wichtige Grundlage für koordinierte Entscheidungen. Das Projekt zeigt zugleich, wie Innovation einen konkreten Beitrag zur Sicherheit der Menschen in Linz leisten kann“, erklärt Bürgermeister Dietmar Prammer.
„Das Projekt finanziert sich zu 100 Prozent aus Mitteln der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG / KIRAS und belastet damit das Budget der Stadt Linz nicht. Im Katastrophenfall müssen die Einsatzkräfte jederzeit wissen, wie sich eine Lage entwickelt und welche Informationen für die nächsten Maßnahmen im Schadensfall entscheidend sind. Die neue Software ermöglicht den organisationsübergreifenden Austausch dieser Informationen auf einer gemeinsamen Plattform. Damit verbessert die Berufsfeuerwehr die Voraussetzungen für eine koordinierte Einsatzführung und stärkt den Katastrophenschutz in Linz, dafür gilt allen Beteiligten mein Dank“, betont Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml.
„Für die Berufsfeuerwehr Linz bringt die neue Lageführungssoftware einen entscheidenden praktischen Vorteil. Unsere Einsatzkräfte können aktuelle Informationen strukturiert zusammenführen und mit anderen beteiligten Organisationen rasch austauschen. Gerade bei komplexen Großschadenslagen schafft ein gemeinsames Lagebild eine bessere Grundlage für die Arbeit des Einsatzstabes. Die Erfahrungen aus unseren Übungen sind direkt in die Entwicklung eingeflossen. Damit orientiert sich die Lösung an den tatsächlichen Anforderungen unserer Einsatzpraxis“, sagt Branddirektor DI Stefan Krausbar.
Fotos
- Druckdatei (JPG | 10,07 MB) 69 x 46 cm mit 300 dpi Foto: Stadt Linz
(v.l.): BROK Markus Reitbauer (BFL), Branddirektor-Stellvertreter BrOR Ing. Wolfgang Eßl, MSc, Clemens Ebster, MBA MSc (SweetPopcorn Studio), Bürgermeister Dietmar Prammer, Sicherheitsstadtrat Dr. Michael Raml und Branddirektor DI Stefan Krausbar
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