Medienservice vom: 27.10.2026

Linz mit hohem Anteil an gemeinnützigen Wohnungen Mehr als 20.000 GWG-Wohnungen, gezielte Sanierungen und Neubauprojekte stärken das gemeinnützige Wohnungsangebot

Linz nimmt unter Österreichs Landeshauptstädten eine besondere Stellung ein. Von insgesamt 123.362 Wohnungen entfallen rund 63.000 auf gemeinnützige Wohnbaugesellschaften. Das entspricht einem Anteil von mehr als 50 Prozent. Österreichweit liegt der Anteil gemeinnütziger Wohnungen und Gemeindewohnungen zusammen bei 24 Prozent. Das große Angebot an preisgünstigem Wohnraum stärkt die Versorgung und kann auch den privaten Mietmarkt entlasten. 

Allein die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz (GWG) zählt mit aktuell 20.104 Wohnungen zu den zentralen Säulen der Wohnraumversorgung in Linz. Insgesamt verwaltet das Unternehmen 32.727 Einheiten und bietet rund 45.000 Menschen ein Zuhause. Damit lebt ungefähr jede*r sechste Linzer*in in einer GWG-Wohnung. Die Gesellschaft betreut rund ein Drittel der gemeinnützigen Wohnungen in der Stadt.

„Gemeinnütziger, qualitativer Wohnraum ist für Städte eine wichtige Voraussetzung für Lebensqualität und sozialen Zusammenhalt. In Linz haben wir hier eine gute Grundlage. Die GWG übernimmt dabei eine zentrale Verantwortung. Mit mehr als 20.000 Wohnungen, laufenden Sanierungen und neuen Bauprojekten wird Wohnraum für unterschiedliche Lebenssituationen und Generationen geschaffen. Das Ziel ist klar: Wohnen muss für die Menschen in Linz langfristig gesichert sein“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer. 

Wie groß der Bedarf bleibt, zeigen die aktuellen Vormerkungen: Mit Stand 1. September 2026 verzeichnet die GWG 13.971 Wohnungsinteressent*innen. Zwischen September 2025 und August 2026 übergab die Gesellschaft 1.367 Wohnungen an neue Mieter*innen. Davon entfielen 750 auf Einpersonenhaushalte, 340 auf Zweipersonenhaushalte und 277 auf Haushalte mit drei bis sechs Personen.

Die GWG investiert zugleich in den Erhalt und die Erweiterung ihres Bestands. Die vorliegenden Investitionszahlen umfassen 34,4 Millionen Euro für Neubauten, 20,4 Millionen Euro für Gebäudemodernisierungen und 14 Millionen Euro für Wohnungssanierungen und Verbesserungen. Zusammen ergibt das 68,8 Millionen Euro.

Das Bauprogramm 2025 umfasst unter anderem Projekte an der Kudlichstraße und der Freistädter Straße. Weitere Bauvorhaben sind unter anderem an der Leonfeldner Straße beziehungsweise Linken Brückenstraße, am Gölsdorf-Areal, an der Franz-Kurz-Straße, der Hirschgasse, bei der Pfarre Christkönig, an der Johann-Wilhelm-Klein-Straße, im Wimhölzel-Hinterland (dritter und vierter Bauabschnitt) sowie an der Dauphinestraße geplant. Parallel dazu setzt die GWG umfangreiche Gebäudemodernisierungen um, unter anderem an der Mozartstraße beziehungsweise Eisenhandstraße, der Helletzgruber- und Schreberstraße, der Leibnizstraße in Pasching, der Semmelweisstraße, der Hallestraße, der Zeppelinstraße sowie der Holzstraße und am Kainzweg.

Auch bestehende Wohnungen bleiben durch gezielte Sanierungen langfristig nutzbar. Bei einer Generalsanierung setzt die GWG eine Wohnung nahezu in den Rohbauzustand zurück. Dabei erneuert sie sämtliche Leitungen, Böden, Türen und Türzargen, modernisiert den Sanitärbereich und führt bei Bedarf Grundrissänderungen durch. Auch Maler- und Fliesenarbeiten zählen zum Sanierungsumfang. Die Kosten einer solchen umfassenden Erneuerung können bis zu 900 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche betragen. Je nach Zustand der Wohnung und Umfang der notwendigen Arbeiten dauert die Sanierung zwischen einem und vier bis fünf Monaten, bevor die Wohnung wieder vermietet werden kann.

Der gemeinnützige Wohnbau bietet dabei einen wesentlichen Kostenvorteil. Laut dem Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV) lagen die Mieten im gemeinnützigen Sektor 2025 österreichweit durchschnittlich 28 Prozent unter jenen privater und gewerblicher Vermieter*innen. Dieser Ver-gleich bezieht sich auf ganz Österreich und nicht ausschließlich auf Linz.

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