Details zu Erkrankungen

Cholera

... ist eine durch Bakterien hervorgerufene Durchfallerkrankung. Die Erreger können durch verunreinigtes Trinkwasser oder verseuchte Nahrungsmittel übertragen werden. Für bestimmte Länder wird die Schluckimpfung gegen Cholera empfohlen.

Diphtherie

... ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion z.B. beim Husten, Niesen übertragen wird. Sie kann durch eine schwere Entzündung der oberen Atemwege zum Ersticken führen. Darüber hinaus können Bakteriengifte eine Schädigung des Herzens und der Nerven verursachen. Auch wenn die Diphtherie bei uns eine seltene Erkrankung geworden ist, spielt sie im internationalen Reiseverkehr als eingeschleppte Erkrankung eine Rolle.

FSME

die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Viruserkrankung, die durch Zeckenstich übertragen werden kann und zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Zentralnervensystems führt. Die erste Phase der Krankheit beginnt zirka sieben Tage nach dem Zeckenstich und verläuft ähnlich einer Grippe. Als zweite Phase können hohes Fieber, heftige Kopfschmerzen, Nackensteife und Bewusstlosigkeit auftreten. Dauerschäden wie Lähmungen oder Anfallsleiden sind möglich. Die FSME kann sogar zum Tod führen. Auch bei leichteren Verläufen kommt es nicht selten vor, dass nach Überstehen der Erkrankung Persönlichkeitsveränderungen auftreten. Gegen die Erkrankung selbst gibt es keine spezifische Heilbehandlung.

Gelbfieber

... ist eine Viruserkrankung, die in Afrika und Südamerika, nördlich und südlich des Äquators vorkommt und durch Stechmücken übertragen wird. Die Infektion kann zu lebensgefährlichen Leber- und Nierenschäden führen; die Sterblichkeit beträgt bis zu 50 %. Eine einmalige Impfung schützt zehn Jahre. Der Impfnachweis ist für die Einreise in einige Länder Afrikas Pflicht!

Grippe

- die echte Virusgrippe - medizinisch Influenza genannt- ist eine Infektionskrankheit, die jede Altersgruppe treffen kann. Die Übertragung der Grippeviren erfolgt durch feinste Tröpfchen in der Atemluft von Mensch zu Mensch. Gewöhnlich tritt die Grippe in den Monaten November bis April auf. Sie beginnt in typischen Fällen mit Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Muskelschmerzen und trockenem Husten. Begleit- und Folgekrankheiten wie Lungenentzündung und Herzmuskelentzündung können den menschlichen Organismus ernsthaft schädigen und auch zum Tod führen.

Haemophilus Influenzae B

... kann für kleine Kinder bis zum 5. Lebensjahr sehr gefährlich sein und zu verschiedenen schweren Krankheitsbildern führen. Er ist einer der häufigsten Erreger der eitrigen Gehirnhautentzünung. Gefürchtet ist auch die Kehldeckelentzündung, bei der die Atemwege rasch zuschwellen. Beides sind lebensgefährliche Erkrankungen, die trotz intensivmedizinischer Behandlung zum Tod führen können.

Hepatitis A

... ist eine in warmen Ländern weit verbreitete Viruserkrankung, die durch Trinkwasser, Lebensmittel und Schmierinfektionen übertragen wird. Das Hepatitis A-Virus befällt die Leber und kann zu Gelbfärbung der Haut führen (infektiöse Gelbsucht). Die Ansteckungsgefahr kann durch Hygienemaßnahmen (Händewaschen) und Vermeidung bestimmter Speisen wie Muscheln, Meerestieren, Salat, Obst, Getränken mit Eiswürfeln verringert werden.

Hepatitis B

... ist die häufigste Ursache für Leberkrebs, der durch die Impfung verhindert werden kann. Sie verläuft oft chronisch und kann nach Jahren zur Leberzirrhose führen. Die Übertragung kann durch die verschiedenen Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Scheidensekret, Speichel) erfolgen, wobei winzige Mengen ausreichen.
Gegen Hepatitis A und B steht auch ein kombinierter Impfstoff zur Verfügung!

Humane Papillom Viren (HPV)

Bei den Humanen Papillom Viren (HPV) handelt es sich um eine große Gruppe von Viren. Die Übertragung von HPV erfolgt vorwiegend durch direkten Schleimhautkontakt, insbesondere durch sexuelle Kontakte. Bestimmte sogenannte „Hochrisiko Typen“ der HPV sind Ursache für die Entwicklung bösartiger Tumoren. Dazu zählen ein Großteil der Gebärmutterhals-Karzinome sowie andere Tumore sowohl im Genitalbereich als auch im Mund/Rachen Bereich bei Männern und Frauen. Gebärmutterhalskrebs stellt weltweit die zweithäufigste Krebsform und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Frauen dar. Andere HPV-Typen können zu infektiösen, stark wachsenden Hautveränderungen im Genitalbereich (Kondylome/Feigwarzen) führen. Die Behandlung der Feigwarzen ist meist langwierig und unangenehm.

Malaria

- gegen diese gefährliche Tropenkrankheit steht derzeit noch kein Impfstoff zur Verfügung. Medikamente zur Prophylaxe werden je nach Reiseziel empfohlen.

Masern-Mumps-Röteln

... sind Viruserkrankungen, die nicht immer harmlos verlaufen. Bei Masern treten gewöhnlich Schnupfen, Husten, hohes Fieber tränende Augen und ein Hautausschlag auf. Mumps verursacht Fieber, Kopfschmerzen und eine Entzündung der Speicheldrüsen. Auch die Bauchspeicheldrüse kann betroffen sein. Beide Infektionskrankheiten können von schweren Komplikationen wie Gehirn- und Hirnhautentzündung, Lungenentzündung und Mittelohrentzündung begleitet sein. Mumps verursacht häufig bei männlichen Jugendlichen und Erwachsenen eine schmerzhafte Schwellung der Hoden, die manchmal zur Unfruchtbarkeit führt. Röteln werden ebenfalls durch Viren hervorgerufen. Sie gehen mit Fieber, Ausschlag und Lymphknotenschwellung einher, können aber oft auch unbemerkt verlaufen. Die Rötelninfektion ist besonders gefährlich für Frauen in den ersten 4 Schwangerschaftsmonaten. Missbildungen an Gehirn, Augen und Herz des Kindes können die Folge sein.

Meningokokken-Meningitis

... ist eine weltweit vorkommende bakterielle Erkrankung, die durch Tröpfcheninfektion (Sprechen, Husten, Niesen) übertragen wird. Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Nackensteifigkeit und hohes Fieber bis zu schwerwiegenden Komplikationen wie Schock und Hautblutungen. Dauerschäden können auftreten, die Sterblichkeit beträgt 10 %. Während die Meningokokken-Meningitis in Europa nur sporadisch auftritt, kommt sie in Afrika, arabischen Ländern sowie Indien und Nepal ständig vor. Eine einmalige Impfung schützt drei bis fünf Jahre.

Pertussis

... ist eine bakterielle Erkrankung, bei der ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung vor allem nachts schwere typisch ziehende Hustenanfällen auftreten. Die Hustenanfälle bestehen oft wochen- und monatelang. Säuglinge sind besonders gefährdet, weil bei ihnen statt der typischen Hustenanfälle Atemstillstand eintreten kann, der zum plötzlichen Tod führt.

Pneumokokken

... sind Bakterien, die zu schweren Erkrankungen vor allem im Säuglings- und Kleinkindalter führen können. Die Bakterien treten im Nasen-Rachenraum auf und können Lungenentzündung, Bluvergiftung oder Hirnhautentzündung (Meningitis) verursachen. Übertragen werden Pneumokokken über Tröpfcheninfektion. Auch bei älteren Menschen (ca. ab dem 60. Lebensjahr) kann die durch Pneumokokken verursachte Lungenentzündung lebensbedrohlich sein.

Poliomyelitis

... oder spinale Kinderlähmung ist eine Viruserkrankung, die bei Kindern und Erwachsenen zu schweren, bleibenden Nervenlähmungen und auch zum Tod führen kann. Die Erkrankung kommt in Ländern mit schlechten hygienischen Verhältnissen vor. Die Übertragung erfolgt durch Wasser, Lebensmittel und Schmierinfektionen. Eine wirksame Behandlung gibt es nicht.

Tetanus

... oder Wundstarrkrampf ist eine Infektionskrankheit, die trotz moderner Behandlungsmethoden in 20-25% zum Tod führt. Die Krankheitserreger befinden sich in Erde, Staub und tierischen Exkrementen und können schon bei kleinsten Verletzungen in den Körper eindringen. Ihr Gift verursacht typische Muskelkrämpfe. Absolut lebensbedrohend sind Lähmungen der Atemmuskulatur.

Tollwut

... wird durch den Biss infizierter Tiere - meist durch Hunde - übertragen. Auch durch das Belecken von Wunden ist eine Übertragung möglich. Da die ausgebrochene Erkrankung immer tödlich endet wird für Fernreisen mit Langzeitaufenthalt sowie bei individuellem Reisestil eine Impfung empfohlen.

Typhus

... ist eine durch Bakterien (Salmonellen) hervorgerufene und vor allem in warmen Ländern vorkommende Infektionskrankheit und führt zu einem schweren Krankheitsbild mit hohem Fieber und blutig-eitrigen Durchfällen. Die Übertragung erfolgt durch Wasser, Nahrungsmittel, Fliegen und Schmierinfektionen.