Tourismusabgaben

Allgemeines
Das Land Oberösterreich erhebt zwei Formen der Tourismusabgabe (Ortstaxe und Freizeitwohnungspauschale) und verpflichtet Gemeinden, diese – jeweils für das Land OÖ – einzuheben. Die Stadt Linz erhebt einen Gemeindezuschlag zur Freizeitwohnungspauschale.


Ortstaxe
Personen, die in Linz in einer Gästeunterkunft nächtigen und in Linz nicht ihren Hauptwohnsitz haben, unterliegen der Tourismusabgabe in Form der Ortstaxe.

Die Ortstaxe beträgt EUR 2,00 je Nächtigung.

Von der Ortstaxe sind befreit:

  1. Personen bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem sie das 15. Lebensjahr vollenden;
  2. Personen, die aus Anlass der Erfüllung ihrer Schulpflicht oder der Absolvierung einer allgemein bildenden höheren oder berufsbildenden Schule, einer Lehre oder einer Hochschule oder aus Anlass der Ableistung des Wehr- oder Zivildienstes nächtigen;
  3. Personen, die als Teilnehmer an Veranstaltungen der öffentlichen Jugendbetreuung oder von Kinder- und Jugendverbänden sowie Jugendzentren im Gebiet der Gemeinde in einem Jugendheim, einer Jugendherberge oder auf einem Jugendzeltplatz nächtigen;
  4. Personen, die in Ausübung ihres Berufs als Buslenkerin bzw. Buslenker oder Reiseleiterin bzw. Reiseleiter eine Reisegruppe begleiten und unentgeltlich nächtigen;
  5. Personen, die im Katastrophenfall in einer Gästeunterkunft nächtigen müssen.


Freizeitwohnungspauschale (samt Zuschlag zur Freizeitwohnungspauschale):

Eigentümer von Freizeitwohnungen sind verpflichtet, eine jährliche Pauschale zu entrichten; diese Pauschale beträgt:

  1. für Wohnungen bis zu 50 m2 Nutzfläche sowie für Dauercamper EUR 72,00,
  2. für Wohnungen über 50 m2 Nutzfläche EUR 108,00.


Eigentümer von Freizeitwohnungen sind überdies verpflichtet, einen Zuschlag zur jährlichen Pauschale zu entrichten; dieser Zuschlag beträgt:

  1.  für Wohnungen bis zu 50 m2 Nutzfläche sowie für Dauercamper EUR 108,00,
  2.  für Wohnungen über 50 m2 Nutzfläche EUR 216,00.


Freizeitwohnungen sind Wohnungen im Sinn des § 2 Z 4 des Bundesgesetzes über das Gebäude- und Wohnungsregister (GWR-Gesetz), die

1. in das Gebäude- und Wohnungsregister eingetragen sind und
2. länger als 26 Wochen keinen Hauptwohnsitz darstellen und
3. nicht überwiegend zu folgenden Zwecken benötigt werden:

a) als Gästeunterkunft im Sinn des § 47 Abs. 2 Oö. Tourismusgesetz;
b) zur Erfüllung der Schulpflicht oder zur Absolvierung des Besuchs einer allgemein bildenden höheren   oder berufsbildenden Schule oder einer Hochschule oder zur Absolvierung einer Lehre;
c) zur Ableistung des Wehr- oder Zivildienstes;
d) zur Berufsausübung, insbesondere als Pendlerin bzw. Pendler;
e) zur Unterbringung von Dienstnehmerinnen bzw. Dienstnehmern.


Nicht als Freizeitwohnung gilt eine Wohnung, wenn seit mindestens fünf Jahren auf demselben Grundstück

  1. zumindest eine Person durchgehend mit Hauptwohnsitz wohnt,
  2. keine Wohnung als Gästeunterkunft verwendet wird und
  3. nicht Personen wohnen, die keine nahen Angehörigen im Sinn des § 2 Abs. 7 Oö. Grundverkehrsgesetz 1994 sind.

Ein Hauptwohnsitz ist nicht erforderlich, solange dieser aus gesundheitlichen oder altersbedingten Gründen aufgegeben werden muss.

Nicht als Freizeitwohnungen gelten überdies Wohnungen, die nicht vermietet sind und im Eigentum einer gemeinnützigen Bau-, Wohnungs- und Siedlungsvereinigung oder eines Unternehmens, dessen Betriebsgegenstand die Schaffung von Wohnraum ist, stehen.


Erhebungsblatt / Antrag auf Vergabe einer Steuernummer

Wir ersuchen, das Erhebungsblatt vollständig ausgefüllt, (firmenmäßig) gezeichnet sowie unter Anschluss der angeführten Unterlagen an den Magistrat der Landeshauptstadt Linz, Abgaben und Steuern, zu übermitteln. Sie erhalten sodann eine Steuernummer zugeteilt.


Steuerentrichtung und -erklärung

Ortstaxe:
Die Unterkunftgeber sind verpflichtet, die Abgabe von den abgabepflichtigen, nächtigenden Personen einzuheben und die für jeden Kalendermonat eingehobenen Abgaben bis zum Monatsletzten des darauffolgenden Monats (Fälligkeitstag) an die Abgabenbehörde zu entrichten.

Die Unterkunftgeber haben für jeden Kalendermonat bis 15. des Folgemonats eine Abgabenerklärung einzureichen, wenn dies zwischen den Unterkunftgebern und der Gemeinde vereinbart wurde.


Fehlt eine solche Vereinbarung, haben Unterkunftgeber der Gemeinde zu übermitteln:

  1. längstens binnen 48 Stunden nach der Ankunft eines Gastes die Daten des Gästeverzeichnisses (elektronisches Gästeverzeichnis oder Gästeverzeichnisblattsammlung gemäß § 19 Meldegesetz-Durchführungsverordnung);
  2. allfällige Belege über Befreiungsgründe;
  3. längstens binnen 48 Stunden nach der Abreise eines Gastes die Daten des tatsächlichen Abreisetages, sofern ein Gast zu einem anderen als dem ursprünglich angegebenen Tag abreist.

 

Freizeitwohnungen samt Zuschlag:

Die Eigentümer einer Freizeitwohnung haben die Abgabe samt Zuschlag bis zum 1. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres unaufgefordert an die Abgabenbehörde zu entrichten. Hierbei ist die Nutzfläche der Wohnung anzugeben. 


Die Tourismusabgaben sind fristgerecht (Fälligkeitstag) auf eines der Konten der Stadt Linz zu überweisen. Diese sind auf dem unten angeführten Link "Bankverbindungsdaten der Stadt Linz" abrufbar.

Um eine eindeutige Zuordnung Ihrer Tourismusabgabezahlungen sicherzustellen, ersuchen wir Sie, bei jeder Überweisung

- die Ihnen zugewiesene Steuernummer,
- den jeweiligen Buchungszeitraum (z.B. 01/2019) und
- die Abgabenart (Ortstaxe oder Freizeitwohnungspauschale und/oder Zuschlag) sowie
- im Fall der Freizeitwohnungen auch die Nutzfläche der Wohnung

jeweils im Feld Verwendungszweck/Zahlungsreferenz anzuführen.


Wir weisen darauf hin, dass die Nichteinhaltung der abgabenrechtlichen Verpflichtungen mit einer Verwaltungsstrafe geahndet werden kann.

Wir ersuchen, weitere Informationen dem Oö. Tourismusgesetz 2018 zu entnehmen, welches Sie unter den "Weiterführenden Links" einsehen können.

Formulare und Onlinedienste zu diesem Thema

Infomaterial zu diesem Thema

Weiterführende Links

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