Medienservice vom: 05.11.2026 |Downloads zur Meldung|Fotos zur Meldung

Doppelte Bestnote: Eltern und Arbeiterkammer bestätigen exzellente Linzer Kinderbetreuung Bis zu 96 Prozent Zufriedenheit bei den Eltern – Vizebürgermeisterin Leitner stärkt den Pädagog*innen den Rücken

96,3 Prozent der Eltern in den städtischen Krabbelstuben, 92,9 Prozent in den Kindergärten und 89,1 Prozent in den Horten sind mit der Betreuung ihres Kindes gesamt zufrieden oder sehr zufrieden. Das zeigt die aktuelle Elternbefragung der Stadt Linz für das Bildungsjahr 2025/26. Zum selben positiven Ergebnis kommt auch die Arbeiterkammer Oberösterreich: Ihr aktueller Kinderbetreuungsatlas verleiht Linz erneut in allen drei Bereichen die Bestnote 1A+.

„Wer uns sein Kind anvertraut, schenkt uns das Kostbarste, was er hat. Die Eltern sagen uns unmissverständlich, dass es bei uns in den besten Händen ist. Darauf können unsere Pädagoginnen und Pädagogen zu Recht stolz sein, denn dieses Ergebnis haben sie sich mit jedem einzelnen Tag ehrlich verdient“, betont Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

Eltern ziehen Bilanz

Die Stadtforschung befragt im Auftrag der Kinder- und Jugend-Services Linz bereits seit dem Bildungsjahr 2010/11 jedes Jahr die Eltern jener Kinder, die eine städtische Krabbelstube oder einen Kindergarten verlassen. Seit 2024/25 sind auch die Horte dabei, heuer also zum zweiten Mal. Steht der Abschied eines Kindes bevor, händigen die Leiter*innen der Einrichtungen den Eltern eine Einladung zur Online-Befragung aus. Weil die Eltern auf die gesamte Betreuungszeit ihres Kindes zurückblicken, ergibt sich damit ein besonders umfassendes Bild. Im Bildungsjahr 2025/26 haben insgesamt 749 Eltern teilgenommen.

Die Zufriedenheit mit Leitung, pädagogischen Fachkräften, Assistenzkräften und der Zusammenarbeit mit den Eltern hat dabei gegenüber dem Vorjahr fast überall zugelegt – in den Horten teils um fast zehn Prozentpunkte, etwa bei der Zufriedenheit mit den pädagogischen Assistenzkräften.

Bemerkenswert ist das auch, weil die Anforderungen steigen: Die Zahl der Kinder mit Integrationsbedarf – also Kinder mit Beeinträchtigung oder erhöhtem Förderbedarf, die besondere Unterstützung und kleinere Gruppen brauchen – hat sich in den städtischen Einrichtungen seit 2018 nahezu vervierfacht. Das verlangt einen hohen Einsatz beim Personal.

Vom ersten Gespräch bis zum letzten Tag

Der Fragebogen begleitet den gesamten Weg, den Familien in einer Einrichtung gehen. Er beginnt beim Aufnahmegespräch und bei der Eingewöhnung: Konnten die Eltern Vertrauen fassen? In den Krabbelstuben bejahen das 98 Prozent, in den Kindergärten 93 Prozent.

Danach geht es um den Alltag in der Gruppe. Die Eltern beschreiben, wie die Pädagog*innen ihrem Kind begegnet sind: ob sie es ermutigt und als wertvoll geschätzt haben, auf Vorlieben eingegangen sind und es an Entscheidungen beteiligt haben. Als freundlich erlebten die Bezugspädagog*innen dabei rund 95 bis 97 Prozent der Eltern.

Weitere Fragen betreffen die Leitung, die laufende Information über die Entwicklung des Kindes und die Förderung. Auch ob Wünsche und Anliegen der Eltern ernst genommen wurden, wird abgefragt. „Dies erlaubt uns auch genauere Einblicke über die Zufriedenheitswerte hinaus und gibt uns konkretes Feedback. Dazu gehören in Einzelfällen auch kritische Rückmeldungen, denen genau nachgegangen wird“, erklärt Vizebürgermeisterin Karin Leitner. Den Abschluss bilden Öffnungszeiten und Sommerbetrieb sowie Themen, zu denen sich Eltern mehr Informationsabende wünschen – etwa vorschulische Förderung, Medienkonsum oder Kinderschutz.

Bestnote der Arbeiterkammer – seit Jahren

Die Bestnote der Arbeiterkammer ist für Linz längst keine Ausnahme, sondern Tradition: Seit Jahren erhält die städtische Kinderbetreuung im Kinderbetreuungsatlas der AK Oberösterreich Jahr für Jahr die Höchstwertung 1A+ – für Krabbelstuben, Kindergärten und Horte gleichermaßen. Die AK prüft dabei unter anderem, ob Öffnungszeiten, Mittagessen und Sommerbetreuung Eltern eine Vollzeitbeschäftigung ermöglichen. Das deckt sich mit der Elternbefragung: Mit den Öffnungszeiten sind in allen drei Bereichen rund 98 Prozent der Eltern zufrieden.

Kinderbetreuung als Motor für Frauenbeschäftigung

Was verlässliche Kinderbetreuung bewirkt, zeigt der Linzer Arbeitsmarkt. Die Stadt investiert seit den 1990er-Jahren konsequent in ihre Einrichtungen. „Historisch haben die vollzeittauglichen Öffnungszeiten und sozial gestaffelten Tarife 45 Prozent der Linzerinnen eine Erwerbstätigkeit ermöglicht“, so Vizebürgermeisterin Leitner. Das zeigt sich auch bei den Einkommen: Der Equal Pay Day, ab dem Frauen statistisch gesehen bis Jahresende gratis arbeiten, fällt in Linz heuer erst auf den 7. November – in ganz Oberösterreich dagegen schon auf den 23. Oktober.

„Die guten Seelen in ihrer Gruppe“

Wie sich gute Betreuung im Alltag anfühlt, beschreibt bspw. Pianca S. in einer Rückmeldung abseits der Befragung. Sie hebt den Kindergarten Schnitzlerweg „in jeder Hinsicht positiv“ hervor – von der Leitung bis zu allen Mitarbeiterinnen. Besonders dankt sie zwei Betreuerinnen, „die für meine Kinder die guten Seelen in ihrer Gruppe sind. Sie gestalten die Eingewöhnung neuer Kinder vorbildlich, beweisen enorme Geduld und unterstützen jedes Kind individuell nach seinen Bedürfnissen.“ Auch das täglich frisch zubereitete Essen überzeugt: Die Kinder seien mittlerweile sogar offen dafür, neue Gemüsesorten zu probieren.

„Hinter jeder dieser Zahlen stehen Menschen, die trösten, Schuhbänder binden, Streit schlichten und Talente entdecken – Tag für Tag und oft unter fordernden Bedingungen. Wer unsere Kinderbetreuung pauschal schlechtredet, erweist ihrer täglichen Leistung einen Bärendienst. Ob Fachkraft oder Assistenzkraft: Unsere Pädagoginnen und Pädagogen tragen eine riesige Verantwortung für die Linzer Kinder und werden ihr jeden Tag gerecht. Dafür verdienen sie Respekt, Rückhalt und die besten Rahmenbedingungen“, stellt Vizebürgermeisterin Karin Leitner klar.

Die vollständigen Ergebnisberichte der Elternbefragung 2025/26 für Krabbelstuben, Kindergärten und Horte liegen dieser Aussendung bei.

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