Architekturwettbewerbe

Das im städtebaulichen Ideenwettbewerb jurierte Konzept bildete die Grundlage für die einzelnen Architektur-Wettbewerbe. Diese wurden von den Bauträgern durchgeführt, damit ein einheitlicher städtebaulicher Leitgedanke für den gesamten neuen Stadtteil erreicht erreicht werden konnte. Darauf abgestimmt sollte durch die Wettbewerbe der einzelnen Wohnbaugesellschaften eine eigenständige architektonische Lösung für jedes Baufeld gefunden werden.

Erster Architektur-Wettbewerb: GWG IErster Architektur-Wettbewerb: GWB IDritter Architektur-Wettbewerb: GWB IISechster Architektur-Wettbewerb: BWRAchter Architektur-Wettbewerb: WSGZweiter Architektur-Wettbewerb: GWG IIVierter Architektur-Wettbewerb: LAWOGSiebenter Architektur-Wettbewerb: Neue HeimatFünfter Architektur-Wettbewerb: Familie

 

Erster Architektur-Wettbewerb

Auslober

GWB  (neues Fenster)  
GWG  (neues Fenster)

geladener Wettbewerb 11 teilnehmende Architekturbüros
Bauvolumen 114 Wohneinheiten
Wettbewerbssieger Architekt Ing. Mag. Herbert Karrer von der Karrer Oehlinger Architekten ZT-GmbH aus Linz (neues Fenster)

Jurybeurteilung: Die Jury würdigte das Siegerprojekt des Architekten Herbert Karrer wegen seiner klaren Haltung zur Lastenstraße mit „verbindlichen“ Elementen wie verglaste Loggien. So wird für die weitere Verbauung das Rückgrat des Stadtteils geformt. Drei gleichartige und gut proportionierte Innenhöfe entstehen durch drei fingerförmige Gebäude zur Siedlungsmitte hin. Daraus resultiert ein gut nutzbarer durchgängiger Grünbereich. Die schlanken Baukörper sorgen für eine gute Belichtung der einzelnen Wohnungen und erlauben attraktive Innen-Außen-Beziehungen. Nach Meinung der Jury zeichnet sich die Wohnanlage durch eine „intelligente Schlichtheit“ aus, die in der Umsetzung ein großes Potential erwarten lässt.

 

 

Blick aus Südwesten - GWB - Rendering: Arch. Karrer

Blick aus Südosten - Rendering: Arch. Karrer

 

Blick aus Nordwesten - GWG - Rendering: Arch. Karrer

 

 

Zweiter Architektur-Wettbewerb

Auslober GWG  (neues Fenster)
geladener Wettbewerb 10 teilnehmende Architekturbüros
Bauvolumen 55 Wohneinheiten
Wettbewerbssieger Ganahl IFSITS-Architekten aus Wien (neues Fenster)

Jurybeurteilung: Das Siegerprojekt der Ganahl-Ifsits-Architekten besticht durch hohe Variabilität und ein konsequentes wirtschaftliches Konstruktionssystem mit guter Energieeffizienz, hoher Nutzungsqualität und optimaler Belichtung und verbindet so eine pragmatische Realisierbarkeit mit einer hohen Wohnqualität.

Städtebaulich schafft die gestaffelte Fassade zum Straßenraum einen geschützten und dennoch gut belichteten Vorbereich, der in Teilen als abgesenkter Raum halböffentlich genutzt werden kann.

Insbesondere überzeugte die Jury auch der raffinierte Querschnitt, in Verbindung mit konsequent strukturierten Grundrissen, wobei sämtliche Aufenthaltsräume zum Hof hin orientiert sind. Die ebenfalls zum Hof ausgerichtete Terrassierung ermöglicht auf allen Etagen attraktive Freiräume, die der Projektvorgabe der „Hängenden Gärten“ sehr gut entsprechen. Auf diese Weise sind jeder Wohnung direkt vorgelagerte Grünräume zugeordnet.

Blick aus Westen - Rendering: Ganhal Ifsitz

  

Dritter Architektur-Wettbewerb

Auslober GWB (www.gwb.at)  (neues Fenster)
geladener Wettbewerb 9 teilnehmende Architekturbüros
Bauvolumen 53 Wohneinheiten
Wettbewerbssieger Architekturbüro Kneidinger aus Linz (neues Fenster)

Jurybeurteilung: Die Jury erkennt im Siegerprojekt des Architekturbüros Kneidinger aus Linz eine überzeugende städtebauliche Lösung, die sich durch ein hochwertiges Ambiente aller Wohnungen auszeichnet und durch differenziert gestaltete Baukörper geprägt ist. So sind hofseitig zwei 5-geschoßige punktförmige Baukörper angeordnet, die eine quadratische Grundform aufweisen, während ein 6-geschoßiger relativ schmaler Riegel die westliche Begrenzung des Baufeldes gegen die Lastenstraße hin bildet.

Die Jury hebt auch das gut proportionierte und rhythmisierte Verhältnis von Mauerflächen und Öffnungen an der Straßenfassade samt dem einladenden und kommunikativen verglasten Eingangsbereich hervor.

Zudem sind die Wohnungen mit guter Anpassbarkeit an verschiedenartige Grundrissausbildungen überzeugend gelöst. Die durchgesteckten Wohnräume schaffen Weite und Beziehungen zum Außenraum. Die hofseitig vorgelagerten und geschoßweise versetzten Balkone bzw. Loggien bilden interessante, gut nutzbare Freiflächen und strukturieren die Hoffassade entsprechend. Durch hofseitiges Verschieben der Erdgeschoßwohnungen werden zusätzliche, den Wohnungen im ersten Obergeschoß direkt vorgelagerte Grünflächen gewonnen. Entsprechend dem Konzept der „Hängenden Gärten“ sind auch sämtlichen Wohnungen der beiden Hofgebäude auf allen Geschoßebenen begrünbare Freiflächen in südlicher Ausrichtung vorgelagert.

Durch Proportion und Lage der beiden punktförmigen Hofbaukörper und der sie umgebenden Frei- und Grünräume bleibt die Qualität der Wohnungen des straßenseitigen Riegels und deren Beziehung zum zentralen Park gewahrt und es entsteht so eine städtebauliche Lösung, die in ihrer Gesamtheit überzeugt.

Blick aus Südosten - Rendering: Arch. Kneidinger

Blick aus Nordwesten - Rendering: Arch. Kneidinger

 

Vierter Architektur-Wettbewerb

Auslober LAWOG (www.lawog.at)  (neues Fenster)
geladener Wettbewerb 14 teilnehmende Architekturbüros
Bauvolumen 89 Wohneinheiten
Wettbewerbssieger HERTL.ARCHITEKTEN ZT GmbH aus Steyr (neues Fenster)

Jurybeurteilung: Die Wertungsrichter loben beim Siegerprojekt der HERTL.ARCHITEKTEN ZT GmbH die klaren schlichten Strukturen sowie die versetzt gestapelten Terrassen und Balkone mit gut proportionierten Grundrissen. Überaus positiv am Versatz sieht die Jury das Resultat der dadurch über den Terrassen bzw. Balkonen entstehenden zweigeschossigen Lufträume, weil so eine optimale Belichtung bzw. Besonnung der Wohnungen ermöglicht wird.

Der hofseitige 3-geschoßige Baukörper bietet westorientierte Wohnungen.

Überzeugt hat auch die städtebauliche Disposition des Abrückens des winkelförmigen 7-geschoßigen Baukörpers vom nördlichen Nachbarbauplatz, wobei der Gebäuderiegel nur durch eine Zäsur an die nördliche Nachbargrundgrenze angeschlossen wird. So wird Raum und Distanz für den nördlichen Nachbarn geschaffen und gleichzeitig die lärmschutztechnisch erforderliche Abschottung des Innenhofes gegenüber der Westbahn gewährleistet.

Die Laubengänge werden durch die Fassade gliedernde Wintergärten aufgewertet. Mit seiner konsequenten Gestaltung der Fassaden, deren Ausformung in Materialität und Klarheit noch weiter verfeinert werden soll, lässt die stringente Struktur des Siegerprojektes im Ergebnis einen besonders interessanten Wohnbau erwarten.

Blick aus Südwesten - Rendering: Hertl Architeken

 

Fünfter Architektur-Wettbewerb

Auslober "Familie" (www.familie-linz.at)  (neues Fenster)
geladener Wettbewerb 12 teilnehmende Architekturbüros
Bauvolumen 112 Wohneinheiten
Wettbewerbssieger GÄRTNER + NEURURER ZT GmbH aus Vöcklabruck (neues Fenster)

Jurybeurteilung: Das Konzept des Wettbewerbssiegers, der GÄRTNER + NEURURER ZT GmbH, interpretiert mit seinen in zwei Baukörper gegliederten Bauvolumen gekonnt die Vorgaben des Bebauungsplanes. Der von südlicher zur nördlichen Nachbargrundgrenze konsequent durchgezogene 7-geschoßige Riegelbaukörper entlang der Westbahntrasse bildet eine klare abschirmende Kante gegen den Bahnlärm. Der mit diesem Riegel durch einen erdgeschoßigen Baukörper verbundene 5-geschoßige Binnenbaukörper schafft durch diese volumetrische Loslösung vom Riegel nicht nur für die eigenen Wohnungen eine besonders günstige Besonnungs- und Ausblickssituation, sondern auch für die Wohnungen des nördlichen Nachbarn. Durch die Lage und die reduzierte Geschoßigkeit des Binnenbaukörpers und des Verbindungstraktes wird einem großen Teil der Wohnungen im Riegelbaukörper der Bezug zu dem durch den zentralen Park geprägten Binnenraum der Grünen Mitte Linz ermöglicht. Zudem wird durch die Gebäudeanordnung auch ein klar artikulierter bauplatzbezogener Hof ausgebildet.

Neben dieser klaren städtebauliche Konfiguration hebt die Jury in ihrer Urteilsbegründung auch die stringente Typologieentwicklung hervor. So wird durch Ausbildung von unabhängigen Erschließungsräumen, gezielt Orientierung und Identifikation mit dem jeweiligen eigenen Hausbereich geschaffen.

Die Wohnungen basieren auf einer klaren Zonierung. Küchen und Essbereiche orientieren sich auch nach Osten zur Morgensonne.

Die Grundrisstypen, in denen durch einen freigestellten Kern für Bad/WC/Küchenzeile eine Rundumbewegung ermöglicht wird, lassen den Wohnraum – vor allem für Kinder – größer erleben.

Die GÄRTNER + NEURURER ZT GmbH setzt die Planungsvorgabe der „Hängenden Gärten“ durch wellenförmige Balkon- und Loggienzonen um. Diese ziehen sich wie Wellenbänder ohne Unterbrechung über die gesamten Fassadenbreiten, sind den dahinter liegenden Wohnungen direkt vorgelagert und bilden so einen unmittelbar zugeordneten Grünraum aus. Durch die Wellenausformung ist in den weniger tiefen Bereichen eine gute Belichtung der dahinter liegenden Räume gewährleistet. Der geschoßweise Versatz der Welle ermöglicht bewitterte Bereiche.

Zusammengefasst würdigte die Jury das Siegerprojekt als sehr guten, städtebaulich, strukturell und typologisch kohärenten Beitrag.

Blick aus Süden - Rendering: Architekten Gärtner + Neururer

Blick aus Süden - Rendering: Architekten Gärtner + Neururer

 

Sechster Architektur-Wettbewerb

Auslober BRW  (neues Fenster)
geladener Wettbewerb 12 teilnehmende Architekturbüros
Bauvolumen 57 Wohneinheiten
Wettbewerbssieger Team M Architekten ZT GmbH des Architekten Prof. Wolfgang Steinlechner aus Linz (neues Fenster)

Jurybeurteilung: Beim Siegerprojekt der Team M Architekten ZT GmbH hebt die Jury die Situierung des hofseitigen Punkthauses lobend hervor, weil dadurch eine Durchlässigkeit des Grünraumes erzielt wird, was sich auf die Belichtungs- und Besonnungsverhältnisse der städtebaulichen Ecksituation insgesamt sehr vorteilhaft auswirkt. Das Siegerprojekt zeichnet sich insgesamt dadurch aus, dass die Grundrisskonzeptionen und die architektonische Ausformung gut gelöst sind. Dadurch wird auch für den westlichen Riegelbaukörper an der Lastenstraße mit seinen durchgesteckten Wohnräumen eine optimale Besonnungs-, Belichtungs- und Belüftungssituation geschaffen. Für den südlichen Riegelbaukörper an der Erschließungsstraße wurde mit einem Laubengangtypus eine wirtschaftliche Aufschließung gewählt und gleichzeitig mit vorgelagerten durchgehenden Wintergärten nicht nur auf die Lärmsituation Rücksicht genommen, sondern durch den solaren Eintrag auch eine thermische Optimierung erreicht.

Das Siegerprojekt lässt für die Errichtung und den Betrieb positive Kennzahlen erwarten und kann die Preisrichter demnach auch in wirtschaftlicher Hinsicht überzeugen. Nicht zuletzt spricht auch die präzise Einhaltung bzw. Umsetzung der stadtplanerischen Vorgaben für die Planung der Team M Architekten ZT GmbH.

Blick aus Südosten - Rendering: Team M Architekten ZT GmbH. des Architekten Prof. Steinlechner

 

Siebenter Architektur-Wettbewerb

Auslober Neue Heimat  (neues Fenster)
geladener Wettbewerb 14 teilnehmende Architekturbüros
Bauvolumen 87 Wohneinheiten
Wettbewerbssieger Architekt Reinhard Drexel aus Hohenems (neues Fenster)

Jurybeurteilung: Das Siegerprojekt des Architekten Reinhard Drexel sieht als Ergänzung zur 7-geschoßigen Randbebauung einen 5-geschoßigen, 2-hüftigen Baukörper im Innenhofbereich vor, der die Baumasse des südlichen Nachbarobjektes gekonnt aufnimmt und ein harmonisches Gebäudeensemble um die Grüne Mitte entstehen lässt. Die Anbindung an den zentralen Grünraum samt den Durchgängen und die Erschließung des Wohnhofes überzeugt die Wertungsrichter in seiner übersichtlichen Ausformung.

Das Siegerprojekt besticht durch eine klare Architektursprache, wobei die versetzt angeordneten Balkone den verschobenen Wohnungsgrundrissen entsprechen.

So stellt das äußere Erscheinungsbild in prägnanter Weise die innere Struktur dar. In der vorgeschlagenen Wohnungstypologie sieht die Jury einen höchst interessanten Beitrag zur Aufgabenstellung. Eine hohe Wohnqualität verspricht der große Anteil an querbelüfteten und beidseitig belichteten Wohnungen. Insgesamt betrachtet, lässt die kompakte Bauweise im Zusammenwirken mit den thermisch getrennten vorgelagerten Freibereichen eine gute Wirtschaftlichkeit erwarten.

Blick aus Nordwesten - Rendering: Architekt Drexel

Blick aus Südwesten- Rendering: Architekt Drexel

Blick aus Südosten- Rendering: Architekt Drexel

 

Achter Architektur-Wettbewerb

Auslober WSG  (neues Fenster)
geladener Wettbewerb 15 teilnehmende Architekturbüros
Bauvolumen 94 Wohneinheiten
Wettbewerbssieger Architekt Kohlbauer aus Wien  (neues Fenster)

Jurybeurteilung: Durch die Konzeption des L-förmigen Baukörpers mit Solitär im westlichen Grundstückseck entsteht eine Offenheit, Durchlässigkeit und Orientierung in alle Richtungen. Dies bedeutet, dass die Nord-Süd-Verbindung zur Grünen Mitte Linz sehr gut gewährleistet, wie auch für die benachbarten Liegenschaften im Westen und Osten eine Offenheit zur Weiterentwicklung sichergestellt wird. Die Abfolge der öffentlichen, halb-öffentlichen und privaten Räume sind prägend für die Gesamtanlage.

Die Eingangssituation ist klar nach aussen ablesbar und ermöglicht eine gute Orientierbarkeit. Das abwechslungsreiche Spiel zwischen verschiedenen Wohnungstypologien und Kommunikationsräumen erzeugt differenzierte Identitäten. Die Wohnungsgrundrisse sind sehr ambitioniert und lassen hohe Qualitäten erwarten. Insgesamt kann ausgesagt werden, dass das Projekt städtebaulich, architektonisch als auch nutzerseitig in der Phase der Überarbeitung deutlich gewonnen hat und nunmehr die Jury überzeugt. Die Empfehlung der Jury wurde im Wesentlichen umgesetzt.

Blick aus Südwest - Rendering: Arch. Kohlbauer

Blick aus Nordost - Rendering: Arch. Kohlbauer

 

Neunter Architektur-Wettbewerb

Auslober GWG  (neues Fenster)
geladener Wettbewerb 15 teilnehmende Architekturbüros
Bauvolumen 48 Wohneinheiten, 3 Krabbelstuben, 5 Kindergarten-Gruppen
Wettbewerbssieger SPS-Architekten aus Thalgau (neues Fenster)

Jurybeurteilung: Das Siegerprojekt zeichnet sich aus durch eine gut gelöste Nutzung des Grundstückes in 2 Hälften: Bebauung und Grünraum. Beides in optimaler Weise.

Spännertypen mit insgesamt 4 Stiegenhäusern (bis auf das Dach geführt) ergeben ein gutes Verhältnis der Anzahl der Wohnungen pro Stiegenhaus, was eine soziale Gruppengröße mit guten Kommunikationsvoraussetzungen ergibt. Der Freiraum ist auf Grund des kompakten Baukörpers (gering bebaute Fläche) ausreichend groß imensioniert. Die dem Kindergarten zugerechnete Freifläche soll in der dargestellten Form realisiert werden.

Die Hängenden Gärten erstrecken sich über die gesamte Südfassade, sind innovativ ausgelegt, gut nutzbar und entsprechen dem gestellten Anspruch. Die dargestellte Begrünung der Nordfassade der Stiegenhäuser wird als wesentlicher Bestandteil und als Verbindung zum Park gesehen.

Blick aus Südwesten - Rendering: SPS-Architekten

 

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