Handlungsfelder der WISA

Die durch das Wirtschaftsressort zu bearbeitenden Handlungsfelder haben neben der Optimierung der Rahmenbedingungen für die Linzer Wirtschaft und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Linzer Unternehmen das Ziel der Wohlstandssicherung und des -ausbaus, sowie die Erarbeitung zukünftiger Chancen. Die folgenden Handlungsfelder dienen im Sinne der Definition als Rahmen.

Handlungsfeld 1: Service

Bedient jene Maßnahmen, welche dazu dienen, wirtschaftsrelevante Stakeholder in Linz zu unterstützen, zu stärken, sowie zu vernetzen. Die WISA setzt sich im Bereich des Handlungsfeldes „Service“ aus 3 Maßnahmen zusammen:

  • Servicecenter Wirtschaft – Aufbau einer zentralen Ansprechstelle für (potentielle) Unternehmen, sowie die on- und offline Bereitstellung umfassender Services in hochwertiger Form. Dadurch soll eine kompetente Begleitung bei Betriebsansiedlungen und -erweiterungen erreicht, sowie die Transparenz der Ansprechpartner sichergestellt werden.
  • Entbürokratisierung und Digitalisierung – behandelt die progressive Digitalisierungs-strategie der Stadt(verwaltung) unter Einbeziehung von Themen wie Big Data, künstliche Intelligenz (AI), Datenschutz oder umfassende Automatisierung sind für den Standort Linz.
  • Initiativen Management – Erkennung und Nutzung, sowie Begleitung privater, aber auch öffentlicher Initiativen zur Stärkung der Linzer Wirtschaft durch das Wirtschaftsressort.

Handlungsfeld 2: Wirtschaftsimmobilien und Infrastruktur

Der primäre Anspruch des Handlungsfeldes zielt darauf ab, der Linzer Wirtschaft qualitative und den Ansprüchen von UnternehmerInnen angepasste Wirtschaftsimmobilien zur Verfügung zu stellen. Ferner ist die Ansiedlung neuer und die Erweiterung bestehender Betriebe in diesem Kontext relevant.

  • Informationserarbeitung und ggf. Verfügbarmachung von Wirtschaftsimmobilien – Identifizierung potentieller Flächen zur Ansiedlung, Gründung und Erweiterung von Betrieben.
  • Bedarfsgerechte Entwicklung interkommunaler Wirtschaftsimmobilien – Kooperation mit Umlandsgemeinden zur bedarfsgerechten Entwicklung und Bereitstellung von Wirtschaftsimmobilien.
  • Raumentwicklungskonzept für die Wirtschaft im Dreieck Linz-Wels-Steyr – zur wirtschaftlichen Stärkung, sowie strategischen internationalen Ausrichtung des Raumes Linz-Wels-Steyr.
  • Mobilitätsmanagement unter Einsatz neuer Technologien – neben dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel soll die Optimierung von Verkehrsströmen, sowie neuartige Sharing Modelle mittels Big Data forciert werden.
  • Betriebsansiedlung und -erweiterung – Ansiedlung und Erweiterung bestehender Betriebsansiedlungsflächen, auch in Kooperation mit Dritten (Wirtschaftsagentur OÖ). Durch on-/offline Publikation soll eine rasche Informationsweitergabe an Interessenten ermöglicht werden.
  • Attraktivierung von Handel und Märkten – Stärkung des Linzer Handels als Arbeitgeber, sowie Nahversorger verschiedenster Güter und Dienstleistungen für die Bevölkerung.
  • Gestaltung Südbahnhofmarkt – durch mehrere bauliche Maßnahmen soll der bedeutendste Linzer Wochenmarkt eine Aufwertung erfahren. Durch die Sanierung der Leitinfrastruktur, sowie einen Markt Facelift soll die Attraktivierung des Kojenbereiches, der Freifläche, sowie die Nutzung des Pferdeeisenbahngebäudes forciert werden.

Handlungsfeld 3: Standortmarketing und Internationalisierung

Dieses Feld soll einerseits als kommunikatives Mittel zur Attraktivierung des Wirtschaftsstandorts Linz im In- und Ausland dienen, andererseits soll der Standort Linz auf in- und ausländische Potentialträger und Unternehmen eine Sogwirkung ausüben.

  • Lebendige City – Ziel der Maßnahme ist die Attraktivierung der Linzer Innenstadt, sowie die Stärkung des Linzer Handels durch kooperative Initiativen der Stadt Linz, des Linzer City Rings, sowie der WKOÖ zur weiteren Belebung der Innenstadt. Durch die Bearbeitung der Bereiche Frequentierung, Branchenmix sollen Leerstände vermieden und das Erscheinungsbild der Linzer Innenstadt verbessert werden.
  • Winter Neu – geplant ist die Umsetzung einer über die Adventzeit hinaus erweiterte Bespielung der Linzer Innenstadt um die Attraktivität, sowie die Wertschöpfung der Innenstadt zu erhöhen. Die Umsetzung setzt eine Kooperation in Abstimmung mit dem Tourismusverband, sowie dem Linzer City Ring voraus.
  • Märkte und Einkaufsstraßen auf die Smartphones – durch die Forcierung eines gemeinsamen Online Auftrittes sollen die Linzer Einkaufsstraßen und Märkte zukunftsfit werden und im Zuge eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit erhalten.

Handlungsfeld 4: Kooperation und Vernetzung

Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit verschiedenen relevanten Gebietskörperschaften wie dem Land Oberösterreich, dem Bund, den Umlandgemeinden und anderer Interessensvertretungen soll ein wirtschaftlicher Mehrwert geschaffen werden.

  • Plattform Gründen – Etablierung einer gemeinsamen Plattform mit den oben angesprochenen Partnern, sowie akademischen Institutionen und Inkubatoren (beispielsweise Tech2B/akostart). Die Plattform soll die koordinierte Servicierung von Gründern, sowie die Bündelung von Unterstützungs- und Beratungsleistungen an zentraler Stelle ermöglichen.
  • Donaustädte – die Partnerschaft mit den Donaustädten Passau, Deggendorf, Straubing und Regensburg soll eine strategische Ausrichtung erfahren. Linz soll vor allem im Bezug auf Donaukreuzfahrten durch die Etablierung von Linz als „Port of Departure/Return“ eine Erhöhung der regionalen Wertschöpfung erfahren.

Handlungsfeld 5: FTI – Forschung, Technologie und Innovation

Das Handlungsfeld FTI stellt einen wesentlichen Teil der WISA 2027 dar und zählt zu den wesentlichen Anliegen der Strategie. Für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt, sowie der Linzer Wirtschaft ist das Miteinbeziehen der Themen Forschung, Technologie und Innovation essentiell.

  • Gründer Hubs für Technik-Zukunftsfelder – Schaffung zusätzlicher Raumangebote für Gründer im Technologiebereich. Auf diese soll eine rasche und kompetente Vernetzung von Wirtschaftstreibenden entstehen. Neben der gezielten Suche nach Immobilien auf Basis definierter inhaltlicher Schwerpunkte sollen Synergien durch die Einbeziehung der Partner JKU, FH OÖ, sowie dem Land OÖ geschaffen werden.
  • Vernetzte Mobilität – aktives Mitwirken der Stadt Linz im Projekt DigiTrans zur Mobilitätsvernetzung, sowie der Ableitung zukünftiger Anwendungsmöglichkeiten.

Handlungsfeld 6: Beschäftigung und Qualifizierung

Erforderliche Fachkräfte sollen für die Linzer Wirtschaft nachhaltig zur Verfügung stehen. Insbesondere in qualitativer Hinsicht soll durch die geplanten Maßnahmen eine Steigerung von Arbeitsplätzen in Linz erfolgen.

  • Initiative für die Akquise von Fachkräften – Fachkräfte sollen für Mangelberufe begeistert werden. Als erster Schwerpunkt wurde der Bereich Digitalisierung und IT identifiziert. Durch die Initiative wird eine Deckung des Fachkräftebedarfs, sowie eine Schaffung zusätzlicher Angebote in technischen Berufsbildern erhofft.
  • Ausbau und Erweiterung der Lehrlingsmesse – der Punkt zielt darauf ab, Lehrberufe bei Jugendlichen attraktiver zu machen. Die Realisierung des Punktes erfolgt durch die koordinierte Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer OÖ, sowie dem Arbeitsmarktservice.
  • Flächendeckender Talentecheck in Pflichtschulen (8. Schulstufe) – im Zuge der Abschlussklassen von Pflichtschulen soll ein Talentecheck mit dem Ziel, die Neigungen von SchülerInnen im Hinblick auf eine Lehre transparent zu machen, aufgesetzt und durchgeführt werden. Nach Erhalt des Resultates soll den Schülern eine objektive Beratung angeboten werden.
     
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