Neue Donaubrücke: Schlüsselprojekt für die Verkehrszukunft

Mit umfassenden Vorarbeiten startete im Herbst 2017 das Projekt neue Donaubrücke. Das Bauwerk wird die Verkehrssituation wesentlich entspannen. An Stelle der 2016 abgetragenen Eisenbahnbrücke entsteht eine etwa 400 Meter lange und bis zu 33,7 Meter breite Donauquerung mit zwei Fahrbahnen, Geh- und Radwegen sowie einer Trasse für die zweite Schienenachse zwischen Mühlkreisbahnhof und Bulgariplatz. Am 4. Juli 2018 signalisierte die Spatenstichfeier den offiziellen Auftakt der Haupt-Bauarbeiten. Zunächst erfolgte der Abbruch des Urfahrer Widerlagers, des Überganges zwischen Brückenkonstruktion und Damm. Anschließend entstand dort ein neues Anschlussbauwerk. Der Urfahrer Vorlandpfeiler wurde im Herbst 2018 fertig.

Weitere Schritte:

  • Neubau des nördlichen Flusspfeilers bis Frühjahr 2019
  • Errichtung des südlichen Flusspfeilers und des Brückenwiderlagers Linz
  • Montage der drei Brückenbögen 
  • Fertigstellung der Fahrbahnen und der Straßenanschlüsse an die Linke Brückenstraße und die Hafenstraße

Der auch optisch gelungene Entwurf der neuen Donaubrücke stammt vom Pariser Architekturbüro Marc Mimram als Sieger einer EU-weiten ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs. Mit dem Bau wurde eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen MCE GmbH, Porr Bau GmbH und Strabag AG beauftragt, die mit 57 Millionen Euro (Ohne Umsatzsteuer, zuzüglich Indexsteigerungen) das attraktivste Angebot stellte. Bei der Abwicklung des Vorhabens arbeitet die Stadt Linz als Bauherrin eng mit der LINZ AG zusammen.

Die Finanzierung erfolgt durch die Stadt Linz und das Land Oberösterreich.

Zum Materialbedarf für den Brückenbau zählen etwa 13.000 Kubikmeter Beton und zirka 2.500 Tonnen Bewehrungsstahl. Für die von der Firma MCE gefertigten Brückenbögen liefert die voestalpine etwa 8.000 Tonnen hochwertiges Stahlblech mit Dicken von sechs bis 80 Millimetern.

Verkehrsmaßnahmen

Neubau der Donaubrücke an Stelle der Eisenbahnbrücke 

Die Eisenbahnbrücke wurde zwischen 1897 und 1900 erbaut und am 14. November 1900 eröffnet. Die Brücke wurde von Eisenbahn und Individualverkehr gemeinsam genützt. Zu Anfang des 21. Jahrhunderts war die Stahlkonstruktion der Brücke massiv korrosionsgeschädigt, sodass Windböen die Brücke gefährdet hätten. Es wurde daher ein Abriss und Neubau als technisch und wirtschaftlich sinnvollste Variante erachtet. Auch eine Sanierung hätte keinen risikofreien Betrieb garantiert. Am 27. September 2015 entschied eine Volksbefragung über die Zukunft der 115 Jahre alten Eisenbahnbrücke. Dabei konnte sich die Linzer Bevölkerung für die Errichtung einer neuen Brücke oder die Sanierung der bestehenden und Bau einer Begleitbrücke für Straßenbahn und Kraftfahrzeuge entscheiden. Die Abstimmung endete mit dem Ergebnis, dass 68 Prozent der Wähler für den Abriss und die Errichtung einer neuen Brücke stimmten. Im Zeitraum Februar bis August 2016 wurde die Brücke daher abgetragen. 
 

Renderings der Neuen Donaubrücke

Ein Blick in die Zukunft - so wird die neue Brücke aussehen:

Rendering der neuen Donaubrücke Bild 3Rendering der neuen Donaubrücke Bild 4Rendering der neuen Donaubrücke Bild 5

Zahlen, Daten Fakten

  • Länge: 400 Meter
  • Maximale Breite: 33,7 Meter
  • Zwei Fahrspuren für Individualverkehr
  • Entlang der Fahrbahnen jeweils ein Radweg (2,5 Meter breit) und ein Gehweg (zwei Meter breit)
  • Gleistrasse für zweite Schienenachse dient bis zur Errichtung der Straßenbahnlinie als Fahrbahn für Busse

Webcams

Zwei Webcams sind auf die Baustelle der Neuen Donaubrücke gerichtet. Von Urfahr und vom Südufer der Donau können Sie die Bautätigkeiten verfolgen. Alle zehn Minuten entstehen tagsüber neue Bilder, die auch über eine Archivfunktion abrufbar sind.

 Ansicht Webcam Urfahr   Ansicht Webcam Linz 

Bautagebuch Oktober bis Dezember 2019

Die Stahlbauarbeiten im Werk werden weitergeführt. Ebenso erfolgt die Fertigstellung der Montagehilfskonstruktionen und die schrittweise Anlieferung der Großbauteile aus den Werken der Firma MCE. Die Straßenbauarbeiten auf Seite Linz werden weitergeführt.

Bautagebuch Juli bis September 2019

Die Stahlbauarbeiten im Werk laufen auf vollen Touren. Die Schalungs- und  Betonierarbeiten beim Widerlager Linz werden weitergeführt. Es erfolgt die Herstellung der Randbalken bei den Stützmauern auf Seite Linz. Der Pfeiler 3 (Flusspfeiler Seite Linz) wird fertiggestellt, ebenso die Hilfsfundamente am Vormontageplatz. Weiters erfolgt der Aufbau der Montagehilfskonstruktionen für die Stahlbaumontage vor Ort. 


 

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