Integrationsstrategie Linz – Vielfalt.Gemeinsam.Leben

Linz ist die Stadt der vielen Gesichter – Menschen aus über 150 Nationen leben in der Landeshauptstadt und prägen die offene, urbane und zukunftsorientierte Atmosphäre.
Mit dem Beschluss der Linzer Integrationsstrategie am 2.7.2020 wurde ein wichtiger Meilenstein für die Linzer Integrationsarbeit erreicht. 2019 fand der Prozessstart für die Erarbeitung der Integrationsstrategie der Stadt Linz statt. In Workshops und Fokusgruppen wurden mit Expert*innen aus der Verwaltung, der Politik und Vereinen erste Veränderungs- und Weiterentwicklungspotenziale ausgearbeitet. Darüber hinaus wurde im Rahmen von Dialogveranstaltungen die Linzer Bevölkerung eingebunden. Die Ergebnisse aus dem breit getragenen Prozess wurden von zwei Experten aus Salzburg zusammengeführt und in die Integrationsstrategie der Stadt Linz eingebunden.
Für die Stadt Linz ist es Aufgabe moderner Stadtentwicklung, die Bedürfnisse aller in der Stadt lebenden Menschen bestmöglich einzubeziehen. Bei diesem Vorhaben stehen zwei wesentliche Erkenntnisse im Vordergrund: Sprache ist der Schlüssel, und Regeln gelten für alle gleich! In diesem Zusammenhang setzt die Stadt Linz auf Sprachkompetenz bzw. Mehrsprachigkeit und fordert die Einhaltung geltender Regeln für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben von allen Linzer*innen.
Mit der vorliegenden Integrationsstrategie präsentiert die Stadt Linz die Grundlage für die Integrationsarbeit in den nächsten Jahren. In den fünf Handlungsfeldern Bildung, Arbeit, Nachbarschaft, Verwaltung und demokratische Teilhabe wurden über 30 Zielsetzungen definiert, die zu einem erfolgreichen Miteinander beitragen und den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt fördern.
Die Broschüre „Integrationsstrategie Linz“ schicken wir Ihnen auf Wunsch gerne kostenlos zu. Bestellung bitte per Email: integration@linz.at
Integrationsstrategie Linz (PDF | 9,48 MB)
Neue Integrationsstrategie "Linz 2026+"
Die Stadt Linz evaluiert und überarbeitet derzeit in einem intensiven und breit angelegten Entstehungsprozess die bestehende Integrationsstrategie. Laufende Updates können auf der Partizipationsplattform nachverfolgt werden.
Mit dem ersten Soundingboard am 14. Oktober 2025 startete die Stadt Linz einen breit angelegten Prozess zur Entwicklung einer neuen Integrationsstrategie. Ziel ist es, Integration in Linz gemeinsam mit Expert*innen, Organisationen, Vereinen und Bürger*innen zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
Im Rahmen des ersten Treffens, das vom Integrationsbüro der Stadt Linz organisiert wurde, kamen der Bürgermeister, das Projektteam des Integrationsbüros sowie Vertreter*innen der politischen Fraktion des Linzer Gemeinderats zusammen, die über den Fahrplan zur neuen Integrationsstrategie informiert wurden. Diese werden auch im Rahmen der Soundingboard-Meetings künftig Perspektiven und Ideen einbringen.
„Integration ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der alle betrifft. Mit der neuen Integrationsstrategie wollen wir gemeinsam Wege finden, wie Zusammenleben in Vielfalt in Linz noch besser gelingen kann“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer, der für die Integrationsagenden zuständig ist.
Das Soundingboard dient als beratendes Gremium, das den gesamten Strategieprozess begleitet. Es soll sicherstellen, dass die zukünftige Integrationsstrategie auf einem breiten Fundament an Erfahrungen, Wissen und Stimmen basiert.
Am 20. Jänner fand im Rahmen des Strategieprozesses ein gemeinsames Sounding Board statt. Dabei wurden erste Eindrücke aus dem laufenden Beteiligungs- und Forschungsprozess vorgestellt und nächste Schritte mit zentralen Akteur*innen diskutiert.
Für den Strategieprozess wurde eine wissenschaftliche Begleitung durch die Johannes-Kepler-Universität Linz, Institut für Soziologie, beauftragt. Die Studie wird von Assoz. Univ.-Prof.in Petra Aigner durchgeführt und basiert auf einem Mixed-Methods-Ansatz. Dabei werden bestehende Integrationsmaßnahmen analysiert, Bevölkerungs- und soziodemografische Daten ausgewertet, Wahrnehmungen und Stimmungslagen in der Bevölkerung erhoben und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Linz abgeleitet.
Der Prozess wird bewusst breit partizipativ gestaltet. Neben der Bevölkerung werden auch relevante Stakeholder*innen eingebunden, darunter Expert*innen und Institutionen, Migrant*innenvereine, Religionsgemeinschaften sowie der Linzer Migrations- und Integrationsbeirat. Bereits gestartet hat der qualitative Teil der Erhebung. Zusätzlich wird im Rahmen der quantitativen Befragung eine repräsentative Erhebung durchgeführt: 6.000 Haushalte in Linz werden angeschrieben, erwartet werden rund 600 verwertbare Fragebögen, deren Ergebnisse repräsentativ für Linz sein sollen. Ergänzend wird der Fragebogen bei Veranstaltungen zielgruppenspezifisch verteilt, um auch schwer erreichbare Gruppen besser abzubilden. Auch eine Online-Kurzbefragung wird ein aktuelles Stimmungsbild zur Integration in Linz liefern.