Violeta Angelov

Geburtsland: 
Bulgarien (Omurtag)

Gesprochene Sprachen: 
Bulgarisch (Muttersprache), Russisch, Deutsch, Englisch, Serbokroatisch, Mazedonisch

Tätigkeit und Engagement:
Vorstandsmitglied im bulgarischen Elternverein “Orfej” in Linz
MIB-Mitglied beim Magistrat der Landeshauptstadt Linz
 

Mein Lebensweg begann vor 60 Jahren in Bulgarien, wo ich eine glückliche Kindheit verbrachte. Nach meiner Schulzeit und dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium in Varna war ich in verschiedenen Unternehmen tätig, zuletzt bei der Coca-Cola Company.

Mein Abenteuerhunger zog mich jedoch hinaus in die Welt, um fremde Länder und Kulturen zu entdecken. Meine Träume leiteten mich in die Schweiz zu meiner außergewöhnlichen Urtante. Trotz schwerer körperlicher Einschränkungen (ohne Hände und ohne Füße geboren) sprach sie 13 Sprachen. Ihr unerschütterlicher Glaube hat mich zutiefst inspiriert.

Das größte Wunder – die Liebe – brachte mich schließlich nach Österreich. Hier schließt sich der Kreis, denn hier habe ich mein Glück mit meinem Mann und meinen zwei Söhnen gefunden.

Seit 16 Jahren schlägt mein Herz auch beruflich in der Altstadt, wo ich mein Geschäft 'Violetas Welt' führe. Hier in Linz durfte ich wunderbare Freunde aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen kennenlernen und bereichernde Begegnungen erleben.  

Ich bin ein durch und durch positiver Mensch. Trotz aller Ungerechtigkeiten auf dieser Welt hoffe ich von Herzen, dass wir endlich Frieden finden – indem wir Brücken bauen, statt Grenzen und Barrieren zu errichten. 
 

Meine Muttersprache ist Bulgarisch. In der Schule und an der Universität habe ich Russisch, Deutsch und Spanisch gelernt. Serbokroatisch und ein bisschen Englisch verstehe ich auch. Sprachbegabt bin ich aber nicht.

Ich pflege eine intensive Vernetzung innerhalb der bulgarischen Gemeinschaft. In diesem Kontext bin ich auch als Vorstandsmitglied der bulgarischen Freizeitschule "Orfej" in Linz aktiv, die im Wissensturm muttersprachlichen Bulgarisch-Unterricht erteilt. 

Mein Motto ist, wie der berühmte österreichische Liedermacher Wolfgang Ambros singt:

"A mensch möcht i bleibn
und net zur Nummer mecht I werd'n
und Menschen mecht I seh'n
weil i bin sehr dageg'n das ma unsere Häuser nur 
mehr für Roboter bau'n
die deppert nur im Fernseher (Handy) schau'n"

Ich liebe Linz weil ich hier meine Familie gegründet, meine Kinder geboren und großgezogen habe und meine Freunde und "Violetas Welt" gefunden habe!

Violeta Angelov erzählt im Rahmen des Projekts "Gesichter der Mehrsprachigkeit" des Integrationsbüros der Stadt Linz, was Sprache für sie bedeutet.

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