Frauenpreis der Stadt Linz

Auf Initiative von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger wird jährlich, rund um den Internationalen Frauentag, der mit 3.600,00 Euro dotierte „Frauenpreis der Stadt Linz“ vergeben. Diese Auszeichnung soll durch die öffentliche Aufmerksamkeit, finanzielle Unterstützung und politische Anerkennung helfen, die feministischen und frauenpolitischen Anliegen des ausgezeichneten Projektes voranzubringen, sowie als Vorbild zu geschlechterdemokratischem Handeln ermutigen.

Die Wahl der Jury fiel einstimmig auf das Projekt "StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt" vom Frauenhaus Linz. Die Jurybegründung lautet wie folgt:

„Österreich hat ein massives Problem mit Männergewalt und die COVID-19-Pandemie hat die Situation noch einmal verschärft. Alleine im vergangen Jahr wurden 31 Frauen getötet. Das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ setzt nun dort an, wo Gewalt passiert: in der Nachbarschaft. Es zeigt Unterstützungsmöglichkeiten für Gewaltbetroffene auf und informiert Nachbar*innen was getan werden kann, wenn häusliche Gewalt in ihrer Umgebung wahrgenommen wird. Das Projekt fördert Zivilcourage, bietet Vernetzung und sensibilisiert Betroffene und deren Umfeld darüber, dass Gewalt kein individuelles Problem ist, sondern ein gesellschaftliches. Durch die Präsenz in den Linzer Stadtteilen zeichnet sich das Projekt besonders durch den niederschwelligen Zugang aus. Die Verknüpfung von Gemeinwesenarbeit und Opferschutzarbeit ist insgesamt ein erweiterter und innovativer Ansatz in der Gewaltprävention, wofür das Frauenhaus Linz mit dem Frauenpreis der Stadt Linz 2022 ausgezeichnet wird.“ 

Im folgenden Video wird das mit dem Frauenpreis der Stadt Linz ausgezeichnete Projekt kurz vorgestellt:

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