Frauenpreis der Stadt Linz – Preisträgerinnen 2021

Zum internationalen Frauentag am 8. März 2021 wird der Frauenpreis der Stadt Linz aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr nur im kleinen Rahmen im Alten Rathaus überreicht. Der mit 3.600 Euro dotierte Preis ergeht an das Projekt "PERSPEKTIVE:ARBEIT" vom Gewaltschutzzentrum .

Die Jury setzte sich wieder aus je einer Mandatarin aus jeder im Gemeinderat vertretenen Partei zusammen. Heuer waren dies GRin Miriam Köck (SPÖ), GRin Maria Mayr (ÖVP), GRin Martina Krendl (FPÖ), GRin Elisabeth Leitner-Rauchdobler (NEOS), und GRin Mag.a Gerlinde Grünn (KPÖ). Den Vorsitz übernahm StRin Mag.a Eva Schobesberger (GRÜNE).

Jurybegründung:

"Die vielfachen Auswirkungen der Coronapandemie erhöhen einmal mehr die Gefahr für Frauen, Opfer von Gewalt zu werden. Die aus der Krisensituation resultierende Arbeitslosigkeit trifft Frauen zudem in besonderem Maße und gefährdet ihre ökonomische Unabhängigkeit langfristig. Aus diesem Grund ist es den Jurorinnen ein großes Anliegen mit „PERSPEKTIVE:ARBEIT“ ein bundesweites Pionierprojekt des Gewaltschutzzentrums auszuzeichnen. „PERSPEKTIVE:ARBEIT“ ist das erste Projekt in Österreich, welches für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen Unterstützung beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt oder in schwierigen Arbeitssituationen anbietet. Ziel ist es, Frauen persönlich und wirtschaftlich zu stärken, so dass sie eine geeignete Beschäftigung erlangen, einen Ausbildungsplatz finden oder den bestehenden Arbeitsplatz, welcher durch die Gewaltsituation gefährdet ist, zu sichern. Für den umfassenden und weitreichenden Ansatz von „PERSPEKTIVE:ARBEIT“ wird das Gewaltschutzzentrum OÖ mit dem Frauenpreis der Stadt Linz 2021 ausgezeichnet."

Da aufgrund der Corona-Pandemie keine feierliche Preisübergabe mit Projektpräsentation im Zuge der Veranstaltung "talk of fem" stattfinden kann, wurde eine Kurzvideo gedreht, welches Einblicke in die Arbeit des Gewaltschutzzentrums OÖ sowie in das Siegerprojekt "PERSPEKTIVE:ARBEIT" gibt.

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Auslobung

Teilnahmebedingungen

Der Preis richtet sich an Vereine, NPOs, NGOs und Projektinitiativen aus Linz oder Privatpersonen, die durch Geburt, Wohnsitz oder ihr Schaffen in besonderer Weise der Stadt Linz verbunden sind. Der Frauenpreis kann nicht an die Gebietskörperschaften oder an politische Parteien verliehen werden. Für die Auslobung kann pro Linzer Verein, NPO, NGO, Projektinitiative oder Privatperson jeweils ein Projekt eingereicht werden, welches bereits realisiert wurde.

Das eingereichte Projekt soll sich durch herausragende Aktivitäten und besonderes Engagement für Frauen und Mädchen auszeichnen – insbesondere durch:

  • Pionierarbeit in einem frauenpolitischen Tätigkeitsbereich
  • Verwirklichung der Geschlechterdemokratie
  • Sensibilisierung und/oder Beseitigung von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der geschlechtlichen Identität
  • Gesellschaftspolitisches Engagement zur Verwirklichung von Menschenrechten
  • Eintreten für die Auflösung einschränkender stereotyper Rollenbilder
  • Aufzeigen des Potenzials von Frauen und deren Entwicklungsmöglichkeiten abseits stereotyper Lebensformen

Es können auch Projekte eingereicht werden, die bereits durch eine Subvention der Stadt Linz gefördert wurden bzw. eine Förderung des Frauenbüros der Stadt Linz erhalten haben.

Folgende Informationen und Unterlagen müssen bereitgestellt werden

  • Einreichformular zur Einreichung mit Eckdaten und Kurzfassung
  • Projektdokumentation mit Darstellung der Inhalte und Ziele (max. drei A4-Seiten)
  • bisherige Aktivitäten (Kurzbiographie/Geschichte der Einreichung etc.; max. eine A4-Seite)
  • ein aussagekräftiges Foto im JPEG-Format (des eingereichten Projektes, der verantwortlichen Personen, usw.)

Einreichformular (DOC, 157 kB)

Einreichmodalitäten

Die Einreichung kann per E-Mail (an frauenbuero@mag.linz.at) oder auf dem Postweg an Frauenbüro der Stadt Linz, Hauptplatz 1, 4041 Linz gesendet werden.