Ferdinanda Floßmann

Ferdinanda Floßmann

geboren: 12.3.1888
verstorben 13.7.1964

Ferdinanda Floßmann kam am 12. März 1888 in Haugsdorf/Niederösterreich zur Welt. Nach dem Schulbesuch in Wien Meidling absolvierte sie 1905/1906 den Post- und Telegrafenkurs. Sie begann zunächst als Postbeamtin zu arbeiten, war später aber Angestellte verschiedener Versicherungsanstalten. Nachdem sie zuvor bereits Mitglied in Arbeiterbildungsvereinen gewesen war, begann sie 1920 ihre politische Tätigkeit für die Sozialdemokraten in Steyregg. Es folgte eine langjährige politische Karriere, die sie schließlich nach Linz führte.

1925 bis 1931 war sie Landtagsabgeordnete. Sie wurde Mitglied der Parteienvertretung und saß zwischen 1930 und 1934 auch im Nationalrat. 1930 wurde sie darüber hinaus Vorsitzende der Frauenorganisation von Linz. In dieser Funktion organisierte sie 1932 in der Stadt zwei Großveranstaltungen für Frauen, die sich gegen Faschismus und den Nationalsozialismus richteten. Nach dem Verbot der Sozialdemokratischen Partei 1934 arbeitete sie für die illegalen Revolutionären Sozialisten und wurde dafür bis 1941 auch mehrfach verhaftet. Nach 1945 setzte sie ihre politische Arbeit fort, engagierte sich beim Aufbau der SPÖ und war zwischen 1945 und 1959 abermals Nationalratsabgeordnete, wo sie sich besonders in Finanzfragen profilierte. Sie übernahm zahlreiche weitere Parteifunktionen innerhalb der SPÖ, wobei sie ihren Wirkungsort nach Niederösterreich verlagerte. Neben ihren politischen Funktionen war sie auch Mitglied des Aufsichtsrats der Austria Tabakwerke, Präsidentin der Niederösterreichischen Volkshilfe und Leiterin der Zeitung „Die Frau“.

Ferdinanda Floßmann starb am 13. Juli 1964 in Linz.

1991 wurde der Linzer Floßmannweg nach ihr benannt.

Weiterführende Links:

Linzer Straßennamen - Floßmannweg

Österreichische Mediathek – Stimmporträt

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