Käthe Diernesberger

Käthe Diernesberger

geboren: 15.8.1879
verstorben 1967

Käthe Diernesberger, geb. Schübler, kam am 15. August 1879 in Freindorf, Bezirk Waizenkirchen, zur Welt. Nach dem Tod ihres Vaters 1882 war das Leben der Familie von bitterer Armut und später auch von Misshandlungen durch den Stiefvater geprägt. Ein Schulbesuch war für sie nur eingeschränkt möglich und schon als Jugendliche arbeitete sie an verschiedenen Orten als Dienstmädchen. Es folgten weitere Schicksalsschläge wie der Tod der Mutter 1896, der Verlust einer guten Anstellung, und der Tod ihres Verlobten und ihres unehelichen Kindes. Käthe Diernesberger beschloss schließlich nach Linz zu ziehen und fand eine Anstellung im Hotel Budweis in Urfahr. Auch ihre Linzer Anstellungen waren geprägt von Schwerstarbeit, schlechter Behandlung und häufigem Wechsel.

Auch in ihrem Privatleben hatte sie wenig Glück. Eine weitere Verlobung scheiterte und auch ihr zweites Kind starb.

Eine Stelle im Haus des Fabriksbesitzers Kafka führte in weiterer Folge zu einem unehelichen Kind mit dem Sohn der Familie. Dieser versprach sich um die Versorgung von Mutter und Kind zu kümmern, kam diesem Versprechen jedoch nie nach.

Verbittert verließ sie Linz und zog 1905 nach Salzburg, wo sie den Eisenbahner Josef Diernesberger heiratete und ein weiteres Kind bekam. Käthe Diernesberger verstarb 1967 in Salzburg.

Das bewegte Leben Käthe Diernesbergers ist uns dank ihrer autobiographischen Aufzeichnungen bekannt, die sie 1949 in Salzburg niederschrieb und welche uns heute einen dramatischen Einblick in das harte Leben der Dienstmädchen rund um die Wende zum 20. Jahrhundert geben. Ihre Erlebnisse waren für sich genommen natürlich einzigartig, weisen gleichzeitig jedoch auch allgemeinen Charakter auf und tragen damit viel zum Verständnis dieser historischen Epoche bei.

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