Ida Schuselka-Brüning

Ida Schuselka-Brüning

geboren: 15.1.1817
verstorben 15.11.1903

Ida Schuselka-Brüning kam am 15. Jänner 1817 in Königsberg/Preußen zur Welt. Ihr Vater war der Schauspieler Gustav Friedrich Wohlbrück. Durch ein Engagement ihres Vaters kam sie 1818 nach Linz, wo sie bereits mit zwei Jahren erstmals die Bühne betrat. Es folgten weitere Kinderrollen, bevor sie in kleineren Rollen in St. Petersburg und Riga zu sehen war und schließlich 1833 in Reval (Tallinn) als Opernsängerin debütierte. Nach diversen Engagements in deutschen Städten, während derer sie auch den Schauspieler und Sänger Karl Brüning heiratete, kam sie 1842 nach Wien und trat im Kärntnerthortheater und im Theater in der Josefstadt auf. Ihre größten Erfolge feierte sie ab 1842 im Theater an der Wien. Nach Zwischenstationen in deutschen Städten ging sie schließlich nach Paris, wo sie ein deutsches Theater gründete. Nach dessen raschem Ende widmete sie sich Rezitationsabenden und gründete eine Schule für deutsche Sprache und Literatur. Ab 1844 übersetzte und bearbeitete sie französische Stücke für das deutsche Theater. 1849 heiratete sie in zweiter Ehe den Publizisten und Politiker Franz Schuselka und spielte danach wieder verstärkt an deutschen Bühnen.1855 übernahm sie die Leitung des Linzer Landständischen Theaters, legte diese aber bereits 1857 aufgrund hoher finanzieller Verluste wieder zurück.

1867 stand sie das letzte Mal selbst auf der Bühne. 1887 erschien ihr Buch „Le theatre en Allemagne, son origine et ses luttes (1200-1760)“, bevor sie schließlich zurück nach Österreich zog und den Rest ihres Lebens in Baden und Schottwien verbrachte. Sie starb am 15. November 1903 in Baden.

Ida Schuselka-Brüning war eine vielseitige und im ganzen deutschen Sprachraum erfolgreiche Schauspielerin, die auch als Übersetzerin und Autorin Anerkennung fand. In ihrer Zeit als Leiterin des Linzer Landständischen Theaters brachte sie ihre gesamte Erfahrung ein, woraus sich ein abwechslungsreicher und moderner Spielplan ergab. Für Kinder führte sie erstmals Märchenvorstellungen am Nachmittag ein, in denen auch Kinder als SchauspielerInnen auftraten.

Weiterführende Links:

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