Gisela  Tschofenig-Taurer

Gisela Tschofenig-Taurer

geboren: 21.5.1917
verstorben 27.4.1945

Am 21. Mai 1917 in Villach geboren, engagierte sich Gisela Taurer bereits früh in sozialdemokratischen Jugendorganisationen. Ab 1932 wandte sie sich den Kommunisten zu und lernte in deren Jugendorganisation auch ihren späteren Ehemann Josef Tschofenig kennen. Im Jahr 1936 übersiedelte sie mit ihren Eltern nach Linz, wo sie sich weiter in der Kommunistischen Partei engagierte. Ab 1938 arbeitete sie als Kassiererin bei der Reichsbahn, übersiedelte im darauffolgenden Jahr aber zu ihrem Lebensgefährten nach Antwerpen, wohin dieser als Kommunist vor den Nationalsozialisten fliehen hatte müssen. Nach seiner Verhaftung 1940 kehrte sie schwanger nach Linz zurück, wo sie ihren Sohn zur Welt brachte und sich weiterhin im kommunistischen Widerstand engagierte. 1944 wurde ihr erlaubt, Josef Tschofenig in Dachau zu heiraten.

Um einer drohenden Verfolgung zu entkommen, beendete sie ihr politisches Engagement und zog nach Kärnten. Dieser Entschluss kam allerdings zu spät, und im selben Jahr wurde sie inhaftiert und nach Linz überstellt. Nach der Zerstörung der Frauengefängnisbaracke Kaplanhof überstellte man sie und ihre Mithäftlinge in das Arbeitserziehungslager Schörgenhub, wo sie mit anderen Kommunistinnen und Kommunisten einige Tage vor Kriegsende exekutiert wurde.

Gisela Tschofenig-Taurer war überzeugte Kämpferin gegen den faschistischen Nationalsozialismus. Trotz persönlicher Entbehrungen und großer Gefahr, setzte sie diesen Widerstand auch während der Kriegsjahre fort und musste ihn schließlich mit dem eigenen Leben bezahlen.

2006 wurde der Linzer Tschofenigweg nach ihr benannt.

Weiterführende Links:

Linzer Straßennamen - Tschofenigweg

Beitrag Radio FRO – Sendereihe Hörstolpersteine

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