Linzer Friedensgespräche 2020

Grenzen (Los) - Notwendigkeit oder Hindernis für den Frieden?

Eine breite Arbeitsgemeinschaft in der Stadt (Friedensakademie Linz, Friedensstadt Linz, Internationaler Versöhnungsbund, Katholische Jugend, Katholische Sozialakademie Österreich, Pax Christi, Solidarwerkstatt, Sozialreferat der Diözese Linz, Südwind , Treffpunkt Mensch & Arbeit, Volkshochschule Linz) lädt zu Linzer Friedensgespräche in den Wissensturm ein.

Am Freitag, 31. Jänner 2020, ab 14 Uhr stehen die Linzer Friedensgespräche 2020 unter dem Motto "Grenzen (los) - Notwendigkeit oder Hindernis für Frieden?".

Die ReferentInnen sind. Dr.in Marianne Gronemeyer, Dr.in Andrea Komlosy  und Univ.-Prof. Dr. Mag. Martin Heintel.

Programm

14.30 Uhr Registrierung und Einlass

15 Uhr Eröffnung, Begrüßung

15.15 Uhr Eingangsstatements der ReferentInnen

16.15 Uhr Pause

16.30 bis 18.15 Uhr Parallel-Workshops mit den ReferentInnen

18.15 Uhr Pause mit Buffet

19 Uhr Podiumsdiskussion mit kurzen Impulsvorträgen von Marianne Gronemeyer, Andrea Komlosy und Martin  Heintel, Moderation: Barbara Duftschmid

ReferntInnen

Marianne Gronemeyer
Ob Grenzen dem friedlichen Beieinander dienlich oder hinderlich sind lässt sich auf eine allgemeingültige Weise nicht entscheiden. Es gehört zum Wesen der Grenzen, dass sie widersprüchlich sind. Sie entziehen sich einer klipp und klaren Definition und erst recht einer eindeutigen Zuordnung zu 'richtig' und 'falsch', 'Gut' und 'Böse'. Das einzige, was sich vielleicht über sie sagen ließe ist, dass sie Hüterinnen der Verschiedenheit sind.

Andrea Komlosy
Grenzen sind weder unverrückbar noch kann man sie sich einfach herbei oder wegwünschen. Menschen leben in einer Vielzahl von Bezügen und Identitäten, deren Ein- und Ausschlussmechanismen zwangsläufig zu Konflikten führen. Grenzen und Grenzregime eignen sich zur Herrschaft, zur Konfliktlösung oder zur Berfreiung. Der Mythos der Grenzenlosigkeit negiert räumliche soziale Bindungen udn Selbstbestimmung. Er verschleiert die Macht der Stärkeren, ihre Interessen immer und überall durchzusetzen.

Martin Heintel
Grenzen, Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen sind eine dem Menschen zutiefst verinnerlichte Abstraktions- und Handlungspraxis. Eine Grenze ist eine gedachte oder abstrakte Linie, anhand der Unterscheidungen getroffen werden und Dinge durch Differenz identifiziert werden. Wenn auch Grenzen ein anscheinend menschliches Wesensmerkmal darstellen, so steht dem die weit verbreitete Erfahrung gegenüber, dass Grenzüberschreitungen zu einer festen Routine auf unterschiedlichen Ebenen der alltäglichen Handlungspraxis zählen.

Linzer Friedensgespräche 2020_Folder (PDF | 451 KB)

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