Erinnerungskultur

Schon mit der Erklärung zur Friedensstadt 1986 hat sich Linz zum Ziel gesetzt, das Friedensengagement der Menschen zu fördern und so einen aktiven Beitrag zur Erhaltung des Friedens – im Großen wie im Kleinen – zu leisten. Gleichzeitig beinhaltet diese Deklaration zur Friedensstadt für Linz auch die Verpflichtung, besonders verantwortungsvoll und umfassend die nationalsozialistische Vergangenheit aufzuarbeiten und Zeitgeschichte mit attraktiven und qualifizierten Angeboten zu vermitteln.

Mit der zentralen Programmlinie „Linz Gedächtnis“ thematisierte das Kulturhauptstadtjahr Linz 2009 die nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt in Form unkonventioneller und international besonders beachteter Kunst- und Vermittlungsprojekte. Die temporäre Hörausstellung „Dazwischen. Linzer Geschehnisse von 1918 bis 1938“ zum Gedenkjahr 2018 von Anfang September bis Mitte November am Martin-Luther-Platz konnte mit Fokus auf Geschichten mit Lokalbezug inhaltlich stark an das Linz09-Projekt IN SITU anknüpfen.

Ein weiterer Schritt in Richtung Aufarbeitung und Sichtbarmachung der nationalsozialistischen Geschichte von Linz stellt nun die Umsetzung eines personalisierten Erinnerns an NS-Opfer im öffentlichen Raum der Stadt dar. In einem ersten Umsetzungsschritt ist für das Jahr 2020 geplant, ca. 20 Stelen in Linz aufzustellen, wobei hier zunächst jene Straßenzüge berücksichtigt werden, wo jüdische NS-Opfer gelebt haben.

Anlässlich der Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren ist am 5. Mai 2020 erstmals die weltberühmte Mauthausen-Kantate von Mikis Theodorakis in Linz zu hören. Die Friedensstadt Linz, das Brucknerhaus Linz und die Musikschule der Stadt Linz laden gemeinsam zu diesem historisch bedeutsamen Gedenkkonzert ein.

Erinnerungszeichen für NS-Opfer

Stadtgeschichte Linz Aufarbeitung Nationalsozialismus 

Gedenkkonzert Mauthausen Kantate

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