Maßnahmen zur Energieeffizienz

Die Stadt Linz beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit der Thematik Energieeffizienz. Es werden neue Maßnahmen bzw. Programme gesetzt und laufend aktualisiert.

Ausgangspunkt für das Projekt Linzer Energieeffizienzprogramm (LEEP) war der Energienutzplan 2008, der von der Österreichischen Energieagentur in Zusammenarbeit mit der Linzer Stadtverwaltung erstellt wurde.

Im Jahr 2011 startete das Linzer Energieeffizienzprogramm (LEEP 2012) als bereichsübergreifendes Projekt zur Senkung und Optimierung des Energiebedarfes und zur nachhaltigen Energieversorgung innerhalb verschiedener Bereiche der Unternehmensgruppe Linz (UGL). Zusätzlich wurde das LEEP vom Land Oberösterreich unterstützt und in dessen Programm „Energiespargemeinden – E-GEM“ eingebettet. 

In der ersten Phase des Projektes wurde folgendes umgesetzt:

  • Detailanalysen der Energieverbräuche in der UGL
  • Gebäudeanalysen
  • Liste mit Energiesparmaßnahmen
  • Bewertungen der Maßnahmen inkl. einer optimierten Gesamtbetrachtung
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalogs für alle betrachteten UGL-Bereiche

Insgesamt wurden bei den 130 untersuchten Gebäuden etwa 700 Einzelmaßnahmen zu energietechnischen Verbesserungen identifiziert. 

Am 23. April 2015 beschloss der Linzer Gemeinderat die Umsetzung der bisherigen Ergebnisse des Projektes LEEP E-GEM (LEEP – 2. Phase). In Arbeitsgruppen wurden generelle Maßnahmenvorschläge auf ihre Umsetzbarkeit evaluiert. Eine Evaluierung der vorgeschlagenen anlagen- und bautenspezifischen Maßnahmen erfolgte durch die jeweiligen UGL-Mitglieder. Im Zuge dessen wurde bereits eine Vielzahl an Maßnahmen im Wirkungsbereich der UGL-Mitglieder in die Umsetzung gebracht.

Bericht Linzer Energieeffizienzprogramm – 2. Phase (PDF, 2,6 MB)

Der Gemeinderat beschloss im Oktober 2012 einstimmig, das Linzer Energieeffizienzprogramm in das Programm Energiespargemeinden (E-GEM) des Landes Oberösterreich zu integrieren.

Das E-GEM-Programm verlangte allerdings neben den Aktivitäten für LEEP 2012 auch Maßnahmen, die außerhalb der Unternehmensgruppe Linz, also für die gesamte Stadt wirksam sind. So wurde ein kommunales Energiekonzept inklusive Energieflussbild für die Stadt Linz erstellt, außerdem wurden im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit Aktivitäten gesetzt.

Im Jahr 2012 wurde ein Energieflussbild für das gesamte Stadtgebiet von Linz erstellt. Dieses gibt sowohl einen strukturierten Überblick über Aufkommen und Einsatz der unterschiedlichen Energieträger und Energieformen als auch Informationen über auftretenden Energieverluste. Darüber hinaus verdeutlicht es, welche Umwandlungsprozesse stattfinden bis Energie schließlich in Form von Wärme, Licht, Mobilität etc. genutzt werden kann. 

Eine Aktualisierung des Energieflussbildes der Stadt Linz ist für das Jahr 2023 geplant.

Energieflussbild für die Stadt Linz mit Berücksichtigung der Großindustrie

Energieflussbild für die Stadt Linz ohne Berücksichtigung der Großindustrie

Das Energie- und Umwelttechnologie-Institut Brandstätter erstellte 2012 für die Stadt Linz ein kommunales Energiekonzept. Dieses Konzept beinhaltet eine Ist-Analyse der energietechnischen Situation, eine Prognose der Verbrauchsentwicklung, eine Einschätzung des Potenzials an erneuerbarer Energie und eine Skizzierung des energetischen Einsparpotentials für die Bereiche 

  • Haushalte, 
  • öffentliche Objekte und  
  • Betriebe 

im gesamten Stadtgebiet. Im Bericht werden Maßnahmen und Aktionsprogramme für die untersuchten Sektoren Haushalte, öffentliche Objekte und Betriebe vorgeschlagen, um die Zielsetzungen erreichen zu können.

E-GEM - Kommunales Energiekonzept der Stadt Linz (PDF, 6,95 MB) 

Bei der Vermietung, Verpachtung oder beim Verkauf von Gebäuden oder Nutzungsobjekten muss ein Energieausweis vorgelegt bzw. ausgehändigt werden. Im Energieausweis wird die Energiekennzahl dargestellt. Diese beschreibt, wie viel Energie ein Gebäude pro beheizter Fläche unter der Annahme gewisser Randbedingungen verbraucht. Es hat sich herausgestellt, dass in der Realität die Energieverbräuche gegenüber den berechneten Energiekennzahlen zum Teil erheblich höher liegen. Eine Spezialanalyse der Linz Energieservice GmbH aus dem Jahr 2014 für Wohngebäude zeigt, dass die Nutzer*innen offensichtlich einen wesentlichen Einfluss auf den Energieverbrauch von Gebäuden haben.

Spezialanalyse von GWG-Wohngebäuden (PDF, 1 MB)   
 

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