ErwerbspendlerInnen

Die Pendelzielstatistik von Statistik Austria bezieht sich auf die österreichische Hauptwohnsitzbevölkerung. ErwerbseinpendlerInnen mit Hauptwohnsitz im Ausland, die in Österreich ihrer Beschäftigung nachgehen, fehlen in dieser Statistik. In der Pendelzielstatistik wird nur die Haupterwerbstätigkeit einer aktiv erwerbstätigen Person ausgewiesen und nicht alle Beschäftigungsverhältnisse. Temporär abwesende Frauen und Männer mit aufrechtem Dienstverhältnis, z.B. Frauen im Mutterschutz, Personen in Elternkarenz, Bildungskarenz usw. werden nicht in die Pendelzielstatistik aufgenommen. Sie haben zwar einen Arbeitsplatz, auf welchen sie nach Ablauf der Karenz zurückkehren können, sind aber während dieser Zeit nicht Teilnehmende im Berufspendelverkehr.

EinpendlerInnen

Mit Stichtag 31.10.2018 weist Statistik Austria insgesamt 106.098 ErwerbseinpendlerInnen für Linz aus. Im Gegenzug pendeln 32.294 LinzerInnen aus Linz aus. Zwei Drittel der ErwerbseinpendlerInnen nach Linz kamen 2018 aus dem Nachbarbezirk Linz-Land (24 Prozent) oder einem der vier Mühlviertler Bezirke (Urfahr-Umgebung: 20 Prozent, Freistadt: 10 Prozent, Perg: 8 Prozent, Rohrbach: 6 Prozent). Insgesamt besitzen rund 88 Prozent der EinpendlerInnen ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich.

EinpendlerInnen: Die Grafik zeigt die ErwerbseinpendlerInnen nach Linz nach Wohnbezirken.


AuspendlerInnen

Linzer und Linzerinnen, die ihrer Erwerbstätigkeit außerhalb der Wohngemeinde nachgehen, pendeln besonders häufig in den Bezirk Linz-Land (43 Prozent) aus. Etwa 12 Prozent der AuspendlerInnen arbeiten im Mühlviertel und ebenfalls rund 12 Prozent im Bezirk Wels (Stadt) bzw. Wels-Land. Insgesamt pendeln knapp 80 Prozent in einen anderen oberösterreichischen Bezirk aus. Der Anteil der nach Wien auspendelnden LinzerInnen beträgt 9 Prozent.

AuspendlerInnen: Die Grafik zeigt die ErwerbsauspendlerInnen von Linz nach Bezirken.


Erwerbspendelnde - Übersicht  (PDF | 125,6 KB) (neues Fenster) Tabelle nach Herkunfts-/Zielort


Pendelbewegungen mit oberösterreichischen Gemeinden

Besonders starke Pendelverflechtungen gibt es mit der Nachbargemeinde Leonding: Etwa 3.000 LinzerInnen pendeln nach Leonding, und etwa 7.000 LeondingerInnen gehen ihrer Erwerbstätigkeit in der Landeshauptstadt nach. Das nächstgrößere Pendelvolumen ist wesentlich geringer: Zwischen den Gemeinden Traun und Linz pendeln insgesamt rund 6.000 Personen.

Es gibt nur zehn oberösterreichische Gemeinden, in die mehr LinzerInnen zum Zweck der Erwerbstätigkeit auspendeln als die dortigen EinwohnerInnen nach Linz einpendeln. In Pasching arbeiten um 689 mehr LinzerInnen als PaschingerInnen in Linz. Der PendlerInnensaldo mit der Gemeinde Hörsching liegt bei -482. Auch in Ried im Innkreis (-144), Allhaming (-117) und Sattledt (-116) arbeiten mehr LinzerInnen als umgekehrt. In den Gemeinden Wels (-48), Eschenau im Hausruckkreis (-6), Eberstalzell (-3), Wartberg an der Krems (-3) und Mondsee (-2) ist der PendlerInnensaldo der Stadt Linz leicht negativ.

Die folgende Tabelle umfasst jene 20 oberösterreichischen Gemeinden, die mit der Stadt Linz die höchsten Pendelvolumen aufweisen.

Gemeinde nach Linz
Einpendelnde
von Linz
Auspendelnde
Pendelbewegungen
mit Linz insgesamt
Saldo der Pendel-
bewegungen mit Linz
Leonding 7.279 3.192 10.471 4.087
Traun 3.591 2.314 5.905 1.277
Wels 2.299 2.347 4.646 -48
Ansfelden 2.288 1.459 3.747 829
Pasching 1.452 2.141 3.593 -689
Engerwitzdorf 2.356 252 2.608 2.104
St. Florian 1.248 1.014 2.262 234
Enns 1.396 749 2.145 647
Hörsching 805 1.287 2.092 -482
Gallneukirchen 1.597 258 1.855 1.339
Quelle: Statistik Austria, Abgestimmte Erwerbstatistik 2018 (Stichtag: 31.10.2018)
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