Musikpavillon - Programm Juni 2026
Programm Juni 2026

Genre: Synth-Pop, Soul & Singer-Songwriter
Fiete
Achtung Sonderpreis: Bei Fiete bekommt ihr zwei deutsche Kartoffeln zum Preis von einer.
Extra aus dem Saarland und Halle angereist, sind sie in Wien, um eure Sanierungsarbeiten zu übernehmen und die Bude abzureißen. Mal lassen sie sich im Wienfluss auf einem Donut treiben, mal cruisen sie mit dem Lastenrad durch die Gegend. Der Sound ist ein bisschen so, als hätte man mehrere Browsertabs gleichzeitig geöffnet: Einen mit elektronischer Musik, bei einem klingt Synthpop und beim anderen dann wieder Soul.
Genre: Synth-Pop, Soul & Singer-Songwriter
Fraeulein Astrid
Die in Wien lebende electronic Singer-Songwriter Fraeulein Astrid erschafft Songs voller Emotion und leiser Auflehnung. Bekannt dafür, ihre Musik größtenteils selbst zu produzieren, verbindet sie mehrstimmigen Gesang, elektronische Texturen und radikale Ehrlichkeit zu etwas zugleich zerbrechlichem und kraftvollem. Ihre Debüt-EP “my therapist says you’re an asshole” (2024) eröffnete eine Welt, in der Sanftheit und Wut koexistieren – wo Geständnis auf Konfrontation trifft. Nun arbeitet Fraeulein Astrid an ihrem ersten Album, erweitert ihren Klangraum und bleibt dabei ihrer emotionalen Tiefe treu. Zwischen Englisch und Deutsch, weich und scharf, synthetisch und menschlich entstehen Songs voller Widersprüche, die einen gesehen fühlen lassen. Fraeulein Astrid baut ihr eigenes Klanguniversum – eines, in dem Verletzlichkeit Zähne hat und jeder Beat Widerstand atmet.

Genre: Blasmusik
Die 1949 gegründete Musikkapelle der Kleinmünchner spielte in ihren Anfangsjahren hauptsächlich zur Umrahmung weltlicher und kirchlicher Feiern in der Tradition der österreichischen Blasmusik. Ab 1990 wurde der Wege zur modernen Blasmusik beschritten – von Bearbeitungen sinfonischer Orchesterwerke über Big Band Sound und Popmusik bis hin zu Operettenkonzerten.
Genre: Dialektmusik, Austropop
"gemeinsam" - das ist der Titel des Debutalbums der österreichischen Singer- Songwriterin ams [a em es]. Es beinhaltet 9 neue Songs und einen Bonus-Track, die verschiedene, lebensnahe Geschichten erzählen und durch eines eng miteinander verbunden sind: den Gemeinschafts-Sinn. Ist das jetzt politisch? Oder sind eh nur Liebeslieder auf dem Album drauf? Sowohl als auch. Von einem sehr persönlichen Song für ihre Nichte (‚de sunn‘), über einen sozialkritischen Blick auf Kreuzfahrtschiffe (Bonus- Track ‚traumschiff‘) bis hin zum Song über Freunderlwirtschaft, der es 2025 unter die Top 5 beim FM4 - Protestsongcontest geschafft hat (‚unta freind‘), thematisiert ams auf authentische & ehrliche Weise Dinge, die sie beschäftigen. Und das meistens doppelbödig, mit Wortwitz und gutem Groove. ‚gemeinsam‘ kann man seit September 2025 auf allen Plattformen hören & gemeinsam mit ihrer Band bringt sie diese Musik auch 2026 auf verschiedene Bühnen des Landes.
Genre: Pop, RnB
Die Live Performance von Phael ist ein rund 50-minütiges Konzert, das den Fokus auf die aktuelle EP legt und durch ausgewählte weitere Eigenkompositionen ergänzt wird. Musikalisch bewegt sich das Set im Spannungsfeld von R&B und Pop mit Hip-Hop-Elementen, getragen von einer klaren, zeitgenössischen queeren Ästhetik. Im Zentrum stehen emotionale Kontraste. Die Songs sind dicht produziert, bleiben live jedoch offen und atmend. Rhythmische Präzision trifft auf organische Dynamik, starke Vocals auf detailreiche Arrangements. Das Publikum wird in eine atmosphärische Clubwelt eingeladen, die gleichzeitig körperlich erfahrbar und emotional vielschichtig ist.
Genre: Jazz
Fresh Sounds from Pöstlingberg: Am Sonntag, 21.6.2026 gibt es im Musikpavillon Linz die Möglichkeit, ein top-level Studierenden-Ensemble der Linzer Bruckneruni (Institut für Jazz und improvisierte Musik) live zu erleben – in außergewöhnlicher Besetzung, mit frischer, eindringlicher Musik. Zu hören gibt es hochinteressante und abwechslungsreiche Kompositionen aus der Feder zeitgenössischer Musikschaffender von New York-City bis Linz-Urfahr. Von harmonischromantischen Klängen über satte Grooves bis hin zu frei improvisierten Passagen wird ein stimmiger Bogen gespannt, und den Großteil der Kompositionen und Arrangements steuern hier die Studierenden selbst bei – gemeinsam mit Initiator und Leiter, Professor Chris Kronreif, der selbst auch dort und da zu Bassklarinette, Sax oder Flöte greifen wird. Wer also hören möchte, was die Gegenwart und Zukunft der Musik so alles zu bieten hat, lässt sich diesen Abend nicht entgehen!
Genre: Literatur
Birgit Birnbacher, geboren 1985 in Schwarzach im Pongau, lebt als Schriftstellerin in Salzburg. Ihr Debütroman „Wir ohne Wal“ wurde 2016 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto Stiftung ausgezeichnet, darüber hinaus erhielt sie zahlreiche Preise, u. a. 2019 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Zuletzt erschienen: „Wovon wir leben“, 2023; „Ich an meiner Seite“, 2020.
Zum Buch: Oz ist anders, er hat ADHS und tut sich schwer in der Schule, aber diesmal ist ihm etwas wirklich Blödes passiert. Auf dem Heimweg wünscht er sich deshalb zumindest eine kleine Katastrophe, die seine Mutter von dem Brief der Lehrerin, den er ihr geben muss, ablenken würde. Als Oz nach Hause kommt, ist Ann – auch sie ausgestattet mit einem flirrenden Nervenkostüm – nicht wie vermutet in Zeugnis-Feierlaune, sondern es ist tatsächlich etwas passiert. Die Zilly-Oma, die in den Bergen lebt, ist weg … (Verlagstext)
Moderation: MARGARETE AFFENZELLER, geboren 1971 in Freistadt, lebt als Theaterredakteurin in Wien. Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft arbeitet sie seit 1997 im Kulturressort der Tageszeitung „Der Standard“, seit 2008 als Redakteurin.
Genre: Indie
wirsindanderswo
Maggo (Magda Pirzl) und Flo (Flora Treml) sind „wirsindanderswo“. Was als gemeinsames Kunstschulprojekt begann, wurde zu einer kreativen Reise durch poetische Texte, verspielte Melodien und ehrliche Sounds. Seit über vier Jahren sind die beiden ein eingespieltes Team – auf der Bühne, im Studio und beim Radeln entlang der Donau. Flo liebt Musik mit Tiefgang und Energie – mal am Bass, mal an der Gitarre oder am Keyboard. Maggo schreibt Texte, die träumen, hinterfragen und berühren – irgendwo zwischen Fantasie und Abstraktion. Ihre gemeinsame Sprache ist die Musik. In den Osterferien wollten sie eigentlich nur einen Song für Flos Diplomarbeit aufnehmen. Doch aus einem Experiment im Gäste-/Musikzimmer wurde schnell ein Herzensprojekt.
Es entstand nicht nur ein Lied, sondern eine Idee: wirsindanderswo. Am 25. Juli erschien ihre erste Single „Plastikstühle am Balkon“ – ein sommerlicher Track über Erinnerungen, Vermissung und Hitzetrubel, der nach Sonnenuntergang auf warmem Beton klingt. Ihre zweite Single „Kochtopf“ beginnt mit den Worten: sei verspielt, sei bestimmt, sei verdreht, sei mal still. Jeden Tag hört man als Flinta* Personen, wie man zu sein haben soll und wie nicht. Der Song ist eine Zusammenfassung dieser patriarchalen Erwartungshaltungen von außen. Diese sind veraltet und absurd. Durch ironische Text Parts wie die Aufzählung der traditionellen, österreichischen Gerichte oder dem Refrain „Sie ist frei hinter dem Kochtopf“ möchten sie das Verdeutlichen. Doch das ist erst der Anfang. wirsindanderswo arbeitet bereits an neuen Songs – irgendwo zwischen Traum, Text und Tönen.
Genre: Indie
FLIEDA
Die Indie-Band FLIEDA stand bereits kurz nach ihrer Gründung im Jahr 2023 erstmals auf der Bühne und spielte seither zahlreiche Konzerte in Wien und Umgebung. Ende 2024 veröffentlichten sie mit Schlummermodus ihre Debüt-EP. Ihr Sound lebt von schlichten, aber eindringlichen Texten und einer Mischung aus klassischen Synthesizern – und Gitarrenklängen, die Einflüsse aus verschiedenen Jahrzehnten aufgreifen. Das Publikum tanzt zu Songs wie Schal, Mr. Swipe oder Weiße Taube. Im Sommer 2025 folgte mit Splitterfasernackt ihre zweite EP. Dieser Release kam genau zur richtigen Zeit, denn die neuen Songs entfalten ihre Wirkung besonders bei lauen Abenden oder auf dem späten Heimweg. Splitterfasernackt versteht sich dabei als atmosphärischer Soundtrack für genau diese Momente.
Genre: Blasmusik
Der Musikverein St. Magdalena ist mehr als die Summe seiner Musiker*innen. Magdalena wurde 1949 gegründet. Seit damals stellen sich unsere Musiker ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit. Neben seinen musikalischen Aktivitäten erfüllt der Musikverein St. Magdalena, durch die Initiierung eigener Veranstaltungen und durch die musikalische Ausbildung von jungen Menschen, eine wichtige Funktion im Gemeinschaftsleben des Stadtteils Magdalena/Steg/Dornach.
Genre: Jazz Rock
Geprägt von prägnanten und tanzbaren Beats, absurd anmutenden Dissonanzen sowie wohlempfindliche Klangflächen präsentieren die drei Musiker ein vielseitiges Programm, in dem die Spielfreude und auch das ekstatische Ausbrechen eine wesentliche Rolle spielen. Jazz erfreut sich einer Symbiose mit repetitiver Club- und experimentierfreudiger Rockmusik. Dennoch folgt die Linzer Band einer gewissen Jazztradition, wobei vor allem die Liebe zur Improvisation und zum „freien-musikalischen Ausbrechen“ treibende Faktoren sind.
Kompositionen und Arrangements stammen hauptsachlich aus der Feder des E-Gitarristen Valentin Goidinger. Sowohl spielerisch als auch kompositorisch sind Einflüsse von konträren Jazzmusiker*innen, wie Marc Ribot oder Allan Holdsworth, aber auch von Garage-Rock-Bands, wie den White Stripes, herauszuhören. Komplettiert wird die Band vom E- Bassisten Alexander Matheis und Schlagzeuger Patrick Pillichshammer, welche durch ihre virtuose Individualität einen essentiellen Beitrag zum eigenständigen Sound der Formation beitragen.
Gemeinsam hauchen sie ihrer Musik, durch deren intensive Kommunikation miteinander, Leben ein. Spielwitz, übertriebene Soundästhetik und das Jonglieren an der Grenze zur Banalität sind Markenzeichen ihres verspielten Vokabulars. Diese verschiedenen Zutaten in einen Topf geschmissen ergeben den unverwechselbaren Klang der dreiköpfigen Band, mit welchem sie die Zuhörer*innen in einen einzigartigen Bann ziehen möchte.
Genre: Gefühls-Pop-Rock
Gegründet von Valien & Von, steht Feel inc. für eine kraftvolle Fusion aus deutschem Pop, Punk und Rock – eine Musik, die ihrem Namen alle Ehre macht: Feel inc. – Musik, die fühlt, berührt und verbindet. Ihr Sound ist mehr als nur Klang: Er trägt Emotionen durch Raum und Zeit. Gefühle sind universell – sie überdauern Generationen und schaffen echte Verbindungen. Genau darin liegt die Magie ihrer Musik: Sie wird zum Anker für all jene, die sich nach Zugehörigkeit, Liebe und Akzeptanz sehnen. Mit einer besonderen Dynamik aus Frontfrau und Frontmann und einem unverwechselbaren Auftritt bringt Feel inc. diese Botschaft live auf die Bühne. Ihre energiegeladenen Konzerte sind nicht nur Shows – sie sind Erlebnisse. Sie rufen auf: Fühle. Lebe. Sei du selbst. Wer Feel inc. einmal live erlebt, geht nicht nur inspiriert, sondern auch mit einem Lächeln im Herzen nach Hause. Denn am Ende geht’s um das, was zählt: #liebe4life
Genre: Jazz
OK.KOKO
OK.KOKO ist ein innovatives Jazz-Ensemble rund um die junge Salzburger Geigerin, Bandleaderin und Komponistin Cosima Pillinger. Mit ihren Eigenkompositionen bewegt sich das Kollektiv zwischen Modern Jazz, Nu Jazz und Hip-Hop-Einflüssen. Im Zusammenspiel entwickeln die Musiker*innen einen eigenständigen Sound mit viel Raum für Improvisation. Das Quintett war bereits auf diversen Bühnen zu hören, darunter Jazz im Sägewerk (Gastein, 2026), im JazzIt (Salzburg, 2025) sowie die Zawinul Award Show 2025 im Porgy & Bess (Wien).
Genre: Jazz
Café KusKus
Wenn sich feine Mikrotonalität mit der Freiheit des Jazz verbindet, entsteht der unverwechselbare Sound von Café KusKus. Die Band führt ihr Publikum auf eine Reise in den musikalischen Schmelztiegel, wo Einflüsse aus Tradition und Improvisation, Jazz und Fusion untrennbar in Form gegossen werden. Östliches Klangflair trifft pulsierende Grooves und Jazzharmonien – ein Klangkosmos, der zugleich vertraut und neu klingt.
Café KusKus entfalten ein dichtes, facettenreiches Klanggewebe, das sinnlich, experimentierfreudig und grenzenlos offen ist.
Café KusKus versteht Musik als Begegnungsraum: Musiktraditionen, Klänge und Emotionen verschmelzen zu einem lebendigen Organismus, der ebenso berührt wie überrascht. Wer sich auf ihre Konzerte einlässt, erlebt ein intensives musikalisches Miteinander – poetisch, rhythmisch, voller Energie.
Genre: Literatur
Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt als Schriftsteller in Berlin. Sein Debüt „Stein, Papier" erschien 2011 auf Hebräisch und 2013 in deutscher Übersetzung. 2016 erschien sein Roman „Broken German". Im selben Jahr folgte die Einladung als Kandidat zum Ingeborg-Bachmann-Preis. Für den Roman „Eine runde Sache" erhielt er 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit renommierten Stipendien ausgezeichnet. Für „Liefern" hat Tomer Gardi über drei Jahre in sechs Städten vor Ort recherchiert.
Zum Buch: Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist, arbeitet als Lieferant. Er will genug Geld sammeln, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Sein Job ist immer in Gefahr, er hat keine Arbeitserlaubnis und fährt unter falschem Namen. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch bei Nina im Bildungszentrum, die zu einem Austauschsemester nach Delhi reist, wo sie sich in den Argentinier Ramón verliebt. Der Erzähler fährt nach Istanbul, um nach einer Gaunerei bei einem Literaturpreis das Preisgeld zu verprassen. Und in Buenos Aires muss Ramóns Mutter mit der Abwesenheit ihres Sohnes fertig werden. „Liefern“ ist eine literarische Weltreise in sechs Episoden und eine Feier der Erzählkunst, wie sie nur Tomer Gardi veranstalten kann: tiefgründig und humorvoll, mit politischer Sensibilität und literarischer Verve. (Verlagstext)
Moderation: DOMINIKA MEINDL, geboren 1978 in Linz. Schriftstellerin, Moderatorin und Literaturveranstalterin in Linz, Wilhering und Wels. Leitet die Lesebühne Original Linzer Worte. Kuratiert die Reihe „experiment literatur“ im Alten Schl8hof Wels.
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