Blühendes Linz
Stadtgartl-Wettbewerb der Stadt Linz

Wettbewerb Blühendes Linz

Neuer Schwung für Blühendes Linz – 
Stadtgartl-Wettbewerb bekam 2022 neue Schwerpunkte

„Blühendes Linz“ ging heuer in die sechste Runde. Grund genug für neue Schwerpunkte. Die letzten Jahre haben gezeigt: In der Stadt wird es durch den Klimawandel immer heißer. Weniger Beton, mehr Grün und vor allem Bäume, Sträucher und blühende Pflanzen können die Hitze lindern. Zu den „Grünen Lungen“ der Stadt zählen neben den öffentlichen Parks auch die vielen privaten Gärten. Sie wirken als urbane Klimaanlagen, Naherholungsoasen, Schattenspender und Trinkwasserfilter. Diese Oasen werden von vielen Linzer*innen sorgfältig gepflegt. Dieses Engagement soll belohnt werden.

Die „blühende Stadt“ steigert die Lebensqualität und ist Erholungs- und Lebensraum für Mensch und Tier.

„Auch der kleinste Garten bietet viele Möglichkeiten. Schon mit einem Kisterl auf der Fensterbank kann man einen Beitrag zu Stadtökologie und Artenvielfalt leisten. Die Linzer*innen stellen beim Garteln ihre Leidenschaft, ihre Kreativität und ihr Können unter Beweis und tun Gutes für uns alle. Ich freue mich auf viele begeisterte Gartler*innen, die bei unserem Wettbewerb teilnehmen und damit für noch mehr Lebensqualität in der Stadt sorgen. Besonders im Sommer sind Blumen, Bäume und Sträucher das beste und wohl auch das schönste Mittel, um die Stadt zu kühlen und Oasen der Ruhe und Erholung zu schaffen!“ rief Klimastadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Mitmachen auf. 

Besonderes Augenmerk wurde beim Wettbewerb auf Vielfalt und Naturnähe gelegt.

„Der naturnahe Garten liegt voll im Trend, auch um eine ökologische Nische zu schaffen – für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel und anderes Getier“, so Biogärtner Karl Ploberger.

Gewertet wurde in vier Kategorien:

  1. Hausgarten 
  2. Heuer neu: Dachgarten und Fassadenbegrünung
  3. Fenster- und Balkon
  4. Öffentlicher Raum

Alle Linzer*innen waren zum Mitmachen berechtigt.

Bild von Renate Koblinger auf einem Mosaiktisch im Garten
Naturnahe Gartenoase der Künstlerin Renate Koblinger

Es geht um Nachhaltigkeit und um den sorgsamen Umgang mit unserem Lebensumfeld – Garteln im Einklang mit der Natur. 

„Der Balkon- und Terrassengarten ist nicht mehr nur das Geranienkisterl, sondern ein kleines ländliches Bauerngärtchen: Kräuter, Beeren, Salate und Obst in schlanker Säulenform“, weiß Biogärtner Karl Ploberger.

Also: Weg von der Wegwerfgesellschaft  hin zu Recycling und Nachhaltigkeit

Zahlreiche Pflanzen in Töpfen und Blumenampeln am Balkon.
Am Balkon von Herwig Schramböck gedeihen Kräuter, in Hängeampeln, wachsen Erdbeeren, blühen Blumen und Paradeiser und Gurken reifen heran.

Neue Kategorie Dachgarten und Fassadenbegrünung

Neu war ab heuer die Kategorie "Dachgarten und Fassadenbegrünung". Denn neben Bäumen zählen diese Begrünungen zu den wirksamsten Mitteln um Hitzeinseln in der Stadt zu mildern. 

Bitte keine Schotterbeete!

Wenig Freude haben Garten- und Naturfreunde mit Kies- und Schotterbeeten, weil dort kaum Grün sondern hauptsächlich Stein verwendet wird. Diese Kies- und Schotterbeete heizen sich stark auf, bieten keinen Lebensraum für Flora und Fauna und bewirken das Gegenteil dessen, was man sich wünscht: Grau statt Grün für's Auge, kein Lebensraum für Pflanzen und Tiere und kein ökologischer Ausgleich.

Grüne Dächer hingegen speichern Feuchtigkeit und tragen zu einem besseren Klima bei. Und durch die grüne Fassade wirkt ein Haus lebendiger und schöner. Dazu kommt, dass begrünte Fassaden und Dächer 139 Gefäßpflanzenarten, darunter 12 gefährdete Spezies, Lebensraum bieten. Sie sind also wichtig für die Biodiversität. 

Der Stadt-Garten – Bereicherung für Auge und Gaumen

Auch heuer stand das Thema „Stadt-Garten zum Schmecken“ weiter im Mittelpunkt. „Chilli, Paprika, Tomaten, Beeren und Kräuter, ob im Topf oder Beet, erfreuen nicht nur das Auge, sondern auch den Gaumen und sind gesund“, erklärt Stadträtin Mag.a Schobesberger.

„Garteln ist gerade bei den Jungen populär, auch weil viele selber etwas ernten möchten“, ergänzt Biogärtner Karl Ploberger.

Dicht bepflanzter, kleiner Garten, inklusive Hochbeet.
Der Garten von Michaela Jungwirth zeigt, dass man nicht viel Platz braucht für eine grüne Oase. Hier findet man alles was das Herz begehrt auf engem Raum: Blumen, Gemüse, Kräuter und ein Hochbeet für reichen Ertrag, alles im dicht verbauten Linzer Stadtzentrum.

Kategorie Öffentlicher Raum

Für alle, die nicht über ein eigenes Fleckchen Grün verfügen, gab es die Einreich-Kategorie „Öffentlicher Raum“, erläutert Schobesberger. In der Vergangenheit zeigte sich, dass Linzer*innen ohne Garten oder Balkon trotzdem Garteln und dabei den öffentlichen Raum verschönern, z. B. die Bauminsel vor ihrem Wohnhaus. Auch dieses Engagement wurde belohnt. Wer es auch versuchen möchte, kann sich unter baumscheibe@mag.linz.at anmelden und eine Vereinbarung mit der Stadt Linz treffen, sofern das Grundstück der Stadt gehört und sich zum Garteln eignet.

Ein schmaler Grünstreifen dicht bepflanzt mit üppig blühenden Rosen und anderen Blütenpflanzen.
Herr DI Pilz hat gemeinsam mit seiner Frau einen Grünstreifen neben dem Gehsteig in ein wahres Blumenmeer verwandelt. Die bunte Pracht erfreut nicht nur die Hausbewohner*innen, sondern auch alle die vorübergehen.

Mit Holz umrandete Beete.
Grün im öffentlichen Raum am Neuromed-Campus-Therapiegarten.

„Immer mehr Städter*innen sehnen sich nach dem direkten Kontakt mit der Natur. Durch den Wettbewerb, der heuer in die sechste Runde geht, wollen wir motivieren, auch die unmittelbare Umgebung zu einem blühenden Ort voll Lebensqualität zu machen“, so Schobesberger.

Biogärtner Karl Ploberger prämierte blühende Stadtoasen

Ob traditionelles oder unkonventionelles Garteln: Es mussten einfach Fotos von der blühenden Pracht am Balkon, Hausgarten oder dem öffentlichen Fleckchen, das man pflegt eingesendet werden. Neu war heuer die Kategorie "Dachgarten und Fassadenbegrünung". Urbanen Gartenideen waren dabei keine Grenzen gesetzt: Der Aufruf zum Garteln richtet sich auch an all jene, die Grüninseln im öffentlichen Raum gestalten oder einen Stadtgarten zum Schmecken mit Obst, Gemüse oder Kräutern haben.

Ein Hochbeet aus Paletten gebaut und bunt mit Kräutern und Blumen bepflanzt.
Ein mustergültiges Hochbeet bringt frische Vitamine auf kleinstem Raum.

Wie funktionierte die Einreichung?

Teilnahmeberechtigt waren alle Personen mit Hauptwohnsitz in Linz. Eine unabhängige Fachjury unter Vorsitz von Biogärtner Karl Ploberger kürte die besten Teilnehmer*innen. Alle, die mitgemacht haben, erhielten eine Ehrenurkunde, die besten zehn Einreichungen pro Kategorie wurden mit attraktiven Sachpreisen belohnt, wie Pflanzengutscheinen der Stadtgärtnerei, Jahreskarten für den Botanischen Garten und aktuellen Gartenbüchern.

Als erster Preis in jeder der vier Kategorien wurde eine eintägige Gartenreise für 2 Personen vergeben.

Folder "Blühendes Linz 2022" (PDF | 334 KB) 
Anmeldeformular für die Teilnahme an der Aktion "Blühendes Linz 2022" (PDF | 82 KB)

Die ausgefüllten Anmeldeformulare, die auch im Bürger*innen-Service Center in den Rathäusern erhältlich waren, konnten bis 31. Juli 2022 (Tag der Absendung) an DIin Barbara Veitl, Neues Rathaus, Hauptstraße 1-5, 4040 Linz geschickt oder per E-Mail an bluehendeslinz@mag.linz.at gesendet werden. Für die Beurteilung waren ein oder mehrere Fotos erforderlich, die der Bewerbung digital oder analog beigefügt werden mussten. Bei den digitalen Einreichungen sollten Bilddateien (möglichst im jpg-Format) jedoch eine Maximalgröße von 10 MB nicht überschreiten.

Die Mitwirkenden wurden schriftlich beziehungsweise per E-Mail verständigt.

Die folgenden Bildergalerien zeigen einen Teil der Einreichungen und geben Einblicke in die Vielfalt der großen oder kleinen grünen Oasen:

Kategorie Hausgarten 2022

Kategorie Dachgarten und Fassadenbegrünung 2022

Kategorie Fenster und Balkon 2022

Kategorie Öffentlicher Raum 2022

Wahl 2022

Bundespräsidentenwahl 2022

Am 9. Oktober 2022 findet die Bundespräsidentenwahl statt. Wir bieten alle Informationen zur Wahl und die Online-Bestellung von Wahlkarten für in Linz wahlberechtigte Personen.

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