Europäisches Bodenbündnis

Neben einer gesunden Luft und einer guten Wasserqualität sollte uns bewusst sein, dass eine nicht einmal 1 m dicke Schicht der Erdoberfläche überhaupt erst ein Leben, wie wir es kennen, ermöglicht. Der allergrößte Teil der Nahrungsmittelproduktion spielt sich auf dieser hauchdünnen Schicht ab, dazu kommen noch weitere Funktionen, wie zum Beispiel Filter- und Pufferwirkung für Wasser. Außerdem hat ein guter Boden durch die Verdunstung von Wasser, welches zuvor in den Poren des Bodens gespeichert worden ist, auch eine wichtige Funktion für das lokale Klima.

Der Stadt Linz ist der Schutz des Bodens ein Anliegen. Im städtischen Bereich geht es hierbei um Versiegelung oder auch den Umgang mit Boden auf Baustellen.

Im Jahr 2005 ist die Stadt Linz daher dem Europäischen Bodenbündnis (ELSA = European Land And Soil Alliance) beigetreten und arbeitet darin maßgeblich mit.

ELSA veranstaltet einmal jährlich Tagungen zu speziellen Themen. Die ELSA-Jahrestagung 2019 wird am 16. und 17. Mai in Rheine/Nordrhein-Westfalen stattfinden. Heuer geht es um das spezielle Thema Bodenschutz und Energiewende. Strom, der zum Beispiel aus Windkraftanlagen in der Nordsee erzeugt wird, muss mit neuen Leitungen zu den Verbrauchern geführt werden, die oft sehr weit weg sind. Neue Leitungen sind zu verlegen, sei es oberirdisch oder unterirdisch, zusätzliche Windkraftanlagen werden auch im Inland errichtet. Alle diese Aktivitäten können einen starken Einfluss auf den Boden haben (besonders die unterirdische Kabelverlegung).
Die Tagung wird die Fragen beleuchten, wie man einerseits eine Energiewende erreichen und gleichzeitig den in Anspruch genommenen Boden nach bestem Wissen schützen kann.

ELSA-Jahrestagung 2019 in Rheine 

Was ist das Europäische Bodenbündnis?  (neues Fenster)